Burlesk
Burleigh
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rovoluiinn in f'r-nici", 119V (Bcirachttingen über die ssanzös. Revolution), her-,aus, worin er mit bewundernswürdigem Scharfblick diese Begebenheiten beurtheiltund alle die verderblichen Folgen voraussagt, welche nur zu richtig eingetroffen sind.Nie machte ein Buch größeres Aufsehen, und nicht zu berechnen ist der Einfluß, denes aus die vffentlicheÄ7cinung in England hatte, welche auf das Entschiedenste ge-gen Frankreich eingenommen war. Georg I I I. gab ihm eine jährliche Pension von2500 Pf. Sr. Noch 4 andere Schriften gab er über die Revolution heraus, dieihn jetzt einzig beschäftigte, und deren Fortschritte die letzten Jahre seines Lebens ver-bitterten. Seine letzte Schrift 1798, die „k'bougkils »u a KAwülg paare",war ein prophetisches Wort, das kräftigste Wort, was jemals die britische Pressehervorgebracht. Außerdem machte er (1792) einen vergeblichen Versuch, die Eman-cipation der irländischen Katholiken zu bewirken. Er zog sich darauf aus dem Par-lament zurück, hatte den Schmerz, seinen einzigen g>liebten-Lobn, der seine Ltelleeinnahm, durch den Tod zu verlieren, und starb, von Kummer und Alter gebeugt,den 8. Juli 1797 im 68. I. seines Alters. B. war als Privatmann sehr liebens-würdig. Von seinem Eifer für die Wissenschaften zeugen seine zahlreichen,,zumTheil meisterhaften Schriften. James Prior gab 1824 zu London ein sehr an-ziehendes ,,ble»>»ir ol ilie lilo.nnl tbcrb.'iarttr 4 l'äli». I-uibe", mit Probenvon seinen Briefen und Gedichten heraus. Er suchte ihn darin gegen die Anklage,daß er eigennützigen Beweggründen gefolgt und ein Feind der Freiheit gewesen sei,zu vertheidigen. (Vgl. B.'s Biogr. im 5. Hefte der „Zeitgenossen".)
Burleigh, s. Cecil.
Burlesk (vom ital. I»„ 1», der Scherz, der Spaß) bedeutet eine Art desNiedrigkomischen. Wenn das Komische die sinnreiche Darstellung des Ungereim-ten und Widersprechenden ist, so scheint burlesk einen noch grellern Eontrast in die-ser Darstellung zu bezeichnen. Wenn uns im höhern Komischen ein gewisser Gradvon Folgerichtigkeit unerläßlich nothwendig zu sein scheint, so ist im Gegentheile dasBurleske von jedem Zwange) mit sich selbst in Übereinstimmung zu erscheinen, frei,und steht scheinbar regellos da, muß aber nichtsdestoweniger im Innern eine strengeNothwendigkeit offenbaren. Wenn demnach im Komischen, neben den Gesetzen die-ser innern Nothwendigkeit, auch die Gesetze einer äußern Nothwendigkeit streng her-vorleuchten müssen, so ist dagegen das BurleSke dieser Gesetze der äußern Nothwendig-keit insofern gänzlich überhoben, als nur der innere Gehalt desselben mit sich im Ein-klänge zu stehen braucht. Dos Wesen des Burlesken unterscheidet sich sonach vonjenem Komischen im engern Sinne, wie die Posse, in der sich Alles von außenherregcll»S und willkürlich zu gestalten scheint, von dem eigentlichen Lustspiele, in wel-chem auch die äußern Erscheinungen in gesetzlicher Übereinstimmung stehen sollen,verschieden ist. Es ist also dasPossenhafte, und äußert sich an Personen, vornehm-lich durch Übertreibung. Da nun aber die Natur der neuern romantischen Bildung,als welche weder im Komischen noch im Tragischen das Reine, das Einfache, dasganz lluvermischte anerkennt, weil sie nicht etwa bloß aus dem Ernsten, oder ausdem Scherzhaften, sondern auS Beidcm zugleich besteht, cS mit sich bringt, daß sieweder ein reines Lustspiel noch auch ein reines Trauerspiel ausweisen kenne, so folgtdaraus, daß wir auch vom Rein-Burlesken, als wirklicher Kunstgattung die me-chanischen kunst- und regellosen Possen etwa ausgenommen), kein vorhandenesWerk anführen kennen. Die Burleske kann nämlich in der europäischen Kunstdurchaus nicht rein und »nvermischl vorbanden sein, sondern muß stets, wie sieauch wirklich thut, den Charakter des Tragi-Komischen annehmen. DenAkten scheint die burleske Dichtkunst nickt bekannt gewesen zu sein, und die Erfin-dung derselben den Italienern, namentlich dem Dichter Francesco Berni (s. d.)anzugehören. Aut-cr ihm nennen wir hier noch Carlo Gozzi (s. d?, dessen Traai-Komödien wahre Vorbilder derjenigen Burlesken sind, wie die romantische Poesie