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zu entgehen, hielt er sich von aller Gesellschaft entfernt und trat 1669 mit seinenGesprächen zwischen einem Conformisten und Nonconformisten auf, welche viel-fachen Widerspruch fanden. In demselben Jahre ward er als theologischer Lehrernach GlaSgow berufen, aber sein Eifer für die bischöfl. Verfassung machte ihn denPresbyterianern, und seine Duldung gegen diese den Bischöflichen verhaßt. SeineVertheidigung des Ansehens der Constitution und der Gesetze der Kirche und derKrone von Schottland , worin er gegen Buchanan die bischöfl. Verfassung dieserKirche und die Souverainetät der schottischen Monarchen vertheidigte, machte ihnKar! il. bekannt, der schon früher durch cincSchrift, in welcher B. die Rechtmä-ßigkeit der Ehescheidung wegen Unfruchtbarkeit zu beweisen suchte, aufmerksam aufihn geworden war. Allein durch eine plötzliche Veränderung seiner Grundsätze zer-störte er selbst die Aussichten, welche das Wohlwollen des Königs ihm eröffnet hatte.Da er sich in Schottland nicht persönlich sicher glaubte, legte er sein Lehramt zuGlasgow nieder und ging nach London , wo er sich durch seine Predigten und durcheine öffentliche Derathschlagung mit dem I). Stillingfleet gegen Colleman und an-dre katholische Geistliche einen großen Ruf erwarb. Als 1685 Jakob II. , bei demB. in Ungnade stand, weil er ihn hatte vom Throne ausschließen wollen, zur Re-gierung gekommen war, bereiste er Frankreich, Italien, Deutschland, die Schweiz ;allenthalben zeigte er seine Abneigung gegen den katholischen Gottesdienst, sodaßInnocenz XI., der ihn gütig aufgenommen hatte, ihm den längern Aufenthalt inRom nicht verstattete. In Holland zog ihn der Prinz von Oranien in seinen Plan,sich der cngl. Krone zu bemächtigen, und B. unterstützte die Absichten dieses Für-sten theils durch eine Menge von Flugschriften, theils dadurch, daß er ihn mit miß-vergnügten Engländern in Verbindung brachte, wofier man ihm den Proceß alsHochverräther machte. Allen Verfolgungen zu entgehen, ließ B. sich in Holland naturalisiren und trat jetzt öffentlich für den Prinzen von Oranien auf, verfaßte dasMamfest desselben und schiffte sich mit ihm ein. Früher hatte B. 2 Mal die ange-tragene bischöfl. Wurde auSgcschlagen; 1689 nahm er von Wilhelm III. das BiS-thum von Salisburv an. Im Hause der Lords, in welches er jetzt trat, zeigte erDuldung, sowie in seinen AmtSverhälknissen Güte und Wohlwollen. Eine großeKränkung widerfuhr ihm bei Gelegenheit eines Hirtenbriefs, worin er die AnsprücheWilhelms III. auf das Recht der Eroberung zu gründen schien, uitd welchen dasParlament durch des Henkers Hand verbrennen ließ. Er starb am 27. März1715. B. ward in seinen politischen Grundsätzen oft durch die Umstände bestimmt.Sein Eifer gegen den Katholicismus hat ihn oft zur Unwahrhaftigkeit verleitet.Dieser Tadel trifft besonders seine Geschichte der Reformation Englands, obwoldas Parlament ihm eine Danksagung dafür zuerkannte: eine Ehre, die keinem an-dern Schriftsteller zu Theil geworden.
Burney (Charles), musikalischer Schriftsteller und Tonsetzer, geb. 1726in Shrewsbury, begann seine Studien in Ehester unter Backer , Organist an derdortigen Hauptkirche, setzte sie unter der Leitung seines Halbbruders Burney inShrewsbury fort und vollendete sie in London (von 1744 — 1747) unter demI). Arne. In dem letztere! Jahre erschienen seine ersten Compositionen. Durchdas Divertissement „Alfred" und die Pantomime „Queen Mab" machte er seinenNamen bekannt und geehrt. 1751 erhielt er die Organistenstclle zu Lyce Regisin Norfolk . Hier faßte er den Plan zu seiner allgemeinen Geschichte der Musik,sammelte Materialien dazu und beschloß, alle Anstalten in Europa , die ihm dabeiInteresse darbieten konnten, zu besuchen. 1760 jedoch ging er auf den Ruf desHerzogs von Dort wieder nach London , wo er theils seiner anziehenden Composi-tionen, theils der musikalischen Fertigkeit seiner ältesten damals 8jährigen Tochterwegen Aufsehen erregte. 1761 ertheilte ihm die Universität zu Oxford die Würdeeines DoctorS der Musik. 1770 machte er Reisen durch Frankreich und Italien ,