Bums
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Bursa
und 2 Jahre nachher durch die Niederlande und Deutschland , in Hinsicht auf seinerwähntes großes Werk. Don beiden Reisen gab er die Beschreibungen heraus.Zu derselben Zeit ward er Mitglied der londner Akademie (ko^sl üvciot-). 1116erschien der 1. Th. s. „dcnorul I>i.<Uor )- <>s iniuiio linin llro earlie-it ln tlios»e!ici>t >>eii„c>", 4., der 2. 1119 und der 3. u. 4.1189, wovon Eschcnburg dieeinleitenden Abhandlungen des ersten Bandes ins Deutsche überseht hat (Leipzig 1181, 4.). Sie ist in Beziehung auf die Geschichte der enal. Musik ein Hauptwerk.Er hat noch mehre geschätzte Schriften, worunter Händel's Biographie vorzüglichzu bemerken, und verschiedene musikalische Compositioncn hinterlassen, und ist imApril 181-1 alsOrganist am Chelseahospital gestorben. B. hatte eine zahlreicheFamilie, deren sunmilicbe Mitglieder sich Vortheilhaft bekanntgemacht haben. —Seine zweite Tochter, Franziska d'Arblay, ist die Verfasserin der bekann-ten Romane „Evelma", „Ceeilia", „Tamiffa".
Burn s Robert), ein schottischer Dichter, geb. 1158, der Sohn eines armenGärtners in der Grafschaft Apr, lernte in der Schule seines Dorfes lesen, schreibenund selbst ein wenig Französisch. Die meisten seiner Gedichte sind Volkslieder inschottischer Mundart, aber ausgezeichnet durch das Feuer, die Kraft und den Glanzder Phantasie. Um ein Gefühl von Melancholie zu verbanne», welches ein« seinenNeigungen widerstreitende Lage in ihm erregte, überließ er sich niit Leidenschaft denVergnügungen der Geselligkeit und kam dadurch in vielfache Noth. Er gab endlicheinen Band Gedichte heraus und wurde hierdurch bekannter. Nun kam er nachEdinbui g. Die angesehensten Männer beeiferten sich, ihn mit Auszeichnung aufzu-nehmen, und er würde sich in der höchste» Achtung erhalten haben, wenn er sich nichtvon seinem Hange zur Unmäfiigkeit hatte beherrschen lassen. Als er 1188 mit einerneuen Ausgabe seiner Gedichte 500 Pf. St. gewonnen hatte, unternahm er einePachtung und verheiralhete sich mit einem Mädchen, das er schon früher geliebthatte. Zugleich bekam er das Amt eines Acciseeinnehmers. Aber sowol seinerPachtung als diesem Amte stand er so übel vor, daß er jene aufgeben mußte undnahe daran war, dieses zu verlieren, als der Tod ihn am 21. Juli 1196 hinraffte.Seine Werke sind in England sehr geschätzt. Sie erschienen von I). Eurrie gesam-melt 1800 in 4 Ddn.; seine Gedichte einzeln 1804 zu Glasgow in einem Bande,und später noch aus seinem Nachlaß eine Sammlung Briefe und Gedickte.
Bursa (auch Brusa), 46° 38'12" Länge, 40° 11' 30" N. B., die größteund schönste Stadt in Natolien am Fuße des Olympus, 4 Meilen vom Hafen Mun-dania am schwarzen Meere, mit 80,000 Einw., worunter 6000 Armenier, 3500Griechen, 1200 Zudem Die eigentliche Stadt steht auf senkrecht abgeschnittenenFelsen, zwischen denen schöne Bäume hervorsprossen, und wo jene fehlen, hat siestarke Mauern und Wälle. Sie wird übrigens durch das noch höher auf einemFelsen gelegene Castell von sehr hohem Alter, wie die cyklopischen Mauern bezeugen,beherrscht. Vermuthlich war hier einst derS itz der alten btthynischcn Könige. So-wol die Griechen als Armenier bewohnen jede eine besonders mit Gräben und Brü-cken verschlossene Vorstadt. Die christlichen Vorstädte liegen nach türkischer Polizeiin der niedrigen Ebene. Die Stadt hat 2 kaiserl. Paläste, 365 Moscheen, worunterzwei durch ihre Bauart ausgezeichnete, 3 griechische und 1 armeniscke Kirche, 4 Sy-nagogen. Ein griech. lind ein armen. Erzbisckof haben hier ihren S itz. Die Einw.verfertigen seidene, Gold-und Silbersioffe, Stickereien, und versenden diese, sowieViele rohe Seide, durch Caravanen nach Smyrna, Konstantinopel und Angora.Sultan Oc-man I. eroberte die Stadt 1326 und machte fte zur Residenz, welchessie bis zur Eroberung von Konstantinopel >1453) verblieb. Die Stadt hat treff-liche Bäder. Zm neuen Brunnen entspringt eine kalte Quelle, und es durckströmendies Bad zwei heiße Quellen. — Des Sultans Osman Grab liegt außerhalb derStadt. Marmor und Zaspis schmücken dies Denkmal und auch andre Grab-Cvnvcrsationsi Lexikon. Bd. ll. 21