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Zweiter Band. Bo bis C.
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324 Duöbecq Bäsch

versinken umfassenden Burschenschaft , deren Directorium jährlich wechselte, nichtfortgesetzt werde. Das Letzte ist erreicht worden, und es scheint auch, das, die inder Lulle vielleicht noch übrigen Verbindungen der Ltudirenden den politischenCharakter ganz und gar abgelegt haben. Dagegen mögen hier und da die altenlandsmannschastlichen Vereine, welche von den Burschenschaften fast ganz unter-drückt waren, wieder in? Dasein getreten sein, denen eine burschenschastliche Ver-bindung nur in Nebendingen (z. B. in dem sogen, altdeutschen Rock) und insofernentgegensteht, als die letzte in ihrer jetzigen Stellung die Duelle zu vermindern undüberhaupt den sogen. Comment zu verbessern sucht. Beinahe sollte diese Erfah-rung, daß selbst die nachdrücklichen Strafe», welche durch Bundesbeschlüsse aufdergl. Verbindungen gesetzt worden, sie nicht auszurotten im Stande sind, zu derFrage führen, ob dieser Hang zur Corporation denn etwa so tief in der menscklichenNatur gewurzelt sei, daß man nur auf eine zweckmäßige kleitung, nicht aber ausVertilgung desselben denken dürfe? (Kauz sicher ist wenigstens die Thatsache, daßseit dreihundert Zähren immer ähnliche Verbindungen bestanden, daß inuner da-gegen, aber ohne vollständigen und bleibenden Erfolg gekämpft wurde, und daß siestets von selbst den Charakter annahmen, welcher sonst in den Hähern und älternKreisen der Zeitgenossen der vorherrschende war. 37.

BuSbecg. auch BuSbec (Augier Ghislen v.), der natürliche Sohn einesEdelmanns dieses N., geb. 1522 zu Comines in Flandern, wurde von Karl V. legitimirt. Nachdem er auf den berühmtesten Universitäten Flanderns, Frank-reichs lind Italiens studirt hatte, begleitete er Peter Lassa, Gesandten des römischenKoma? Ferdinand, »ach England. Ein Jahr darauf (1555) ernannte ihn die-ser Fürst zu seinem Gesandten bei Soliiiian ll. Leine erste Unterhandlung wareben nicht glücklich; er erhielt nur einen Waffenstillstand auf 6 Monate und einenBrief, den er sogleich an Ferdinand überbrachte. Dann begab er sich wieder aufseine» Posten ; dies Mal hatte seine Unterhandlung einen vollständigen Erfolg. Nach7 Jahren kehrte er zurück und ward zum Erzieher der »Löhne Maximilians ll.ernannt. Als dieser Fürst Kaiser geworden war, beauftragte er ihn 1570, dieErzherzogin Elisabeth, welche sich mit Karl IX. vermählen sollte, nach Frankreich zu begleiten. B. blieb in der Eigenschaft eines Haushofmeisters bei Elisabeth,und als sie »ach ihres Gemahls Tode Frankreich verließ, lebte er fortwährend da-selbst als Gesandter Rudolfs I I. 1502 trat er seine Rückreise nach Flandern an.Unterwegs ward er von einer Partei Liguistcn angefallen. Zwar ließen ihn die-selben, sobald sie seine Pässe gesehen, die Eigenschaft eines Gesandten in ihm eh-rend. ungekränkt ziehen: allein der Schrecken, den dies Ereignis ihm verursachthatte, zog ihm ei» heftiges Fieber zu, an welchem er nach wenigen Tagen (den23. Per. 1502 auf dein Schlosse Maillot bei Rouen ) starb. Wir besitzen von ihm2 wichtige Werke: 1) „I.>-^.>iir>n!<i inraiinw <'>Bloluo gnalnor" (N. A. Basel 17 >0), worin die Politik, die Macht und die Schwäche der Pforte so gründlichund bündig auseinandergesetzt werden, daß sie noch jetzt belehrend sind; und 2),.b'.ft>to5»! ->>l Itustolnlnun II. Unp. k Onlli.i 5>n ft>n>," (herauZgeg. v. Houwaert,N. A., Brüssel 1632 u. öfter), ein für die Geschichte der damaligen Zeit überauswichtiges Werk. Auch „I>n>.I>,'gnH (>,nni:i gune evitanG sLeyden, Elzevir, 1633,2-!.. u. Basel 17-10). Dabei ist seinStvl rein, zierlich und »»geschmückt. Wäh-lend s. Aufenthalt? in der Türkei sammelte er griechische Inschriften, welche erAndreas Schott, IustuS Lipsius und Grutcr mittheilte; man verdankt ihm u. A.das berühmte Denkmal von Ancvra auf Anglist. Mehr als hundert griechischeHandschriften, die er gesammelt hatte, schenkte er der wiener Bibliothek.

B ü s ch Johann Georg), Professor der Mathematik bei dem hamburzischenGymnasium lind Vorsteher der Handlungsakademie. Au einer Zeit, wie die ge-genwärtige, wo von allen Ständen und an allen Orten über den Wohlstand des