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Büsching
Staats und der Bürger und die Quelle» und Hindernisse desselben gesprochen wird,sollte B.'s treffliche „Abhandl. voni Geldumlauf" in Aller Handen sein. B., geb.zu Alten-Weding ini Lüneburgischen den 3. Jan. 1128, kam früh mit s. Vater,einem Geistlichen, nach Hamburg , beschäftigte sieb, ungeachtet der Schwäche seinerGesundheit und seines Gesichts, eifrig mit den Wissenschaften und ging 1118 nachGöttingen , um Theologie zu studiren, womit er Geschichte und später Mathematikverband. 1151 erhielt er inHamburg dieProfessur der letztern, und 1161 stifteteer in Verbindung mit Wurmb eine Handelsschule, welche die vorzüglichste ihrerArt in Europa wurde. Er hat um Hamburg , das sein Andenken durch ein öffentl.Denkmal ehrte, unvergängliche Verdienste. Er starb, nachdem sein hohes, abernoch kräftiges Alter durch eine beinahe an Blindheit grenzende Augenschwäche zumTheil erschwert worden war, an einem Fußschaden den 5. Aug. 1806. Von seinenzahlreichen Werken nennen wir noch folgende: „Erfahrungen", 5 Bde. (1190 —1802); „Grundriß einer Geschichte der merkwürdigsten Welthändel" (fortgesetztvon Bredow); „Sämmtl. Schriften von den Banken" (Hamb. 1801, N. A. 1811); „Lehrb. der gesammten HandluugSwissenschaften" und die „Handlung?-bibliothek", 3 Bde. (gemeinschaftlich mit Ebelmg). Von 1813 —16 ist eineSammlung seiner sämmtl.-Lchriften in 12 Bd». erschienen.
B ü s ch i n g (Anton Friedrich ), k. prcuß. Oberconsistorialrath, Direetor desGnninasünns im grauen Kloster zu Berlin — der Geograph —, geb. d.21.Sept.1121 zu Stadthagen im Schaumburg -Lippcschen. wo s. Vater ein geschätzter, aberin s häuslichen Umständen sehr zurückgekommener Advocat war. Nachdem er seinKnaben- und Jünglingsalter mit großer Anstrengung den Wissenschaften gewidmethatte, bezog er »och, durch die harte Behandlung s. Vaters aus dem väterl. Hausevertrieben, auf ein Jahr das Hallische Waisenhaus. Ostern 1141 wurde er Stu-dent der Theologie in Halle, wo er an Baumgarlen einen Freund, Beschützer undWegweiser fand, der auch seine 1116 erschienene „Iutrc».l»ril<> in epGol-,», I'auli.-ul l>ln l,p,,i».-a-!," Mit einer Vorrede begleitete. Nach Vollendung seiner akadem.Studien fing er an, Vorlesungen auf der dortigen Universität zu halten. 1118übertrug ihm der dänische Geh.-Rath, Graf zu Lvnav, den Unterricht seines älte-sten Sohnes, der bei s. Großvater, dem Grafen Rens in Köstriß, erzogen wurde.Als im folg. I. der Vater seines Zöglings vom dänischen Hofe zum Gesandte» inPetersburg ernannt worden war, begleitete B. denselben nebst s. Zöglinge dorthin.Auf dieser Reise faßte B., dem das Mangelhafte der Hübner'scheu und Hager'-schen Geographien reckt deutlich wurde, zuerst den Entschluß, eine neue Erdbeschrei-bung zu entwerfe». Da derGrafvon Lynar s. Zurückberufung erwartete, sandteer schon im Aug. des folg. I. seinen Sohn nebst B. nach Deutschland zurück. Hiersing dieser au, seilte Erdbeschreibung auszuarbeiten, und ließ bereits 1152 eine kurzgefaßte StaatSbescbreibnng von Holstein und Schleswig , als Probe und Ankündi-'gung des größern Werks, erscheinen. Den größten Theil desselben arbeitete er inKopenhagen im Hause seines Freundes Hauber aus, in welchem er 2 Jahre ver-weilte. Zugleich gab er: „Nachrichten von dem Zustande der Wissenschaften undKünste in den dänischen Reichen" (2 Bde., 1151 und 1156), eine Monats-schrift, heraus, durch welche er sich in Kopenhagen sehr beliebt machte. 1154kehrte er. wegen der Ausarbeitung der Geographie von Deutschland , wieder nachHalle zurück, schrieb daselbst eine Dissert. „Vincklolae urplciUrioni,-,". und kün-digte ein Colleginm über die Verfassung der vornehmsten europ. Staaten a». Kaumhakte er damit begonnen, als ihm von dem hanöv. Minister Münchhausen die Stelleeines außerord. Pros. der Philosophie zu Göttingen angetragen, und dabei die Frei-heit gestattet wurde, seine geograph. Arbeit zu vollenden. B. nahm den Antrag anund traf schon im Aug. 1151 in Gottingen ein. Er las nun, außer seinen philos.Collegicn, auch ein katechctischesCollegium, mit praktischen Übungen der Lüudiren-