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Bußtage Bute
tritt dem Opsertode Christi nicht zu nahe, denn, nachdem uns Gatt in Christusvon der Wunde erlöset hat, ist es ja billig, daß wir die aus steter Gnadenfülle unszufließende Kraft, Gutes zu thun «.Widriges zu leiden, in dankbarer Liebe dazu an-wenden, wozu sie uns geschenkt ist, nkmilich zur Erfüllung aller Federungen, die dieewige Gerechtigkeit an die Geretteten macht. Das Concilium zu Trient bestimmthierüber 8e^. 14, c-. 8: „Es ist nun aber unsere Genugthuung, die wir für un-sere Sünden darbringen, keine solche, daß sie nicht durch Jesum Christum geschehe;denn wir, die wir aus uns, als solchen, Nichts vermögen können, vermögen Alles,wenn Der hilft, der unö stärkt. Der Mensch hat daher nicht Ursache sich zu überhe-ben, sonder» unser Ruhm ist gänzlich in Christo, in welchem wir leben, in welchemwir Verdienste erhalten, in welchem wir genugthun, würdige Früchte der Bußebringend, welche Früchte aus ihm Kraft haben, von ihm dem Vater dargebracht unddurch ihn vom Vater angenommen werden". NothwendigerGegenstand derBeichresind nur die Todsünden: nur der von Gott abgefallene, weniger der bloßen Schwach-heiten hingegebene Mensch bedarf der Beichte. Die Buße beschränkt sich übrigensnicht auf Auferlegung von Gebeten, sondern diese weitere Führung ist, nach den Be-dürfnissen des Gebesserten, verschieden. Überhaupt ist dies ein eigner Vorzug derkachol. Bußanstalt, daß dadurch der Unterricht individualisirt, den Bedürfnissen derEinzelnen angepaßt wird, während der christl. Lehrvortrag für Alle gleich ist. Un-nennbar sind die Vortheile, welche die kathol. Kirche durch diese Eimichtung ihrerBußanstalt erntet, und sie könnten noch weit größer sein, wen» die Beichtvätcr mehrder Idee entsprächen. Durchgehend ist aber die feste Ansicht, daß es nicht fruchte,den Tod Christi zu bewundern und sich zuzueignen, sonder» daß ernste, zu nachhalti-ger Besserung führende Reue und Buße zu leisten sei. Nur aus diese Weise scheinendie ewigen Federungen der Moral mit den wunderbaren Wirkungen des TodesChristi in Einstimmung gebracht werden zu können. Es ist nicht zu leugnen, daßdie kathol. Kirche bei ihrer, zwischen rigoristischer Moral und bequemer Mpstik dierichtige Mitte haltenden Bußanstalt sich sehr wohl befinde. V. e. Kath.
Bußtage, gewisse, in manchen Ländern jährlich angeordnete Feiertage,deren wahrenAweck der aus ältern Zeiten beibehaltene Name, welcher noch hier undda den Beisatz: Bet-und Fasttage, hat, nicht ganz klar ausdrückt. WchonimHei-denthume ordnete man bei Landubeln besondere Bettage an, in der Meinung, da-durch die erzürnte Gottheit zu besänftigen. Bei den Juden findet ebenfalls die Feiereines großen Bußtages, die langeNacht, statt. Auch unter den Christen ahmteman diese Bußtagsfeier nach. Im 5. Jahrh, ordnete man zu Vienne in Frankreich zur Abwendung des schädliche» Ungeziefers, welches das Getreide verwüstete, außer-ordentlicheBetrage an. — In Sachsen ward zur Zeit des dreißigjähr. Krieges 1633der erste Bußtag ausgeschrieben, und 1710 der dritte. Seitdem ist eS im Königr.Sachsen bei 3 jährl.Bußtagen verblieben. Schon früher, wie bei der BelagerungLeipzigs 1547, wurden einige Bußtage angeordnet, deren Feier aber in den künfti-gen Jahren nicht erneuert ward. Au manchen Zeiten feierte man 5 (wie 167 t) u.zu andern auch 6 Bußtage in einem Iabre. Im preufi. Lande feiert man jährl. nureinen Bußtag. Die zu den an diesen Tagen zu kaltenden Predigten hier u. da vonder höchsten kirchlichen Behörde vorgeschriebenen Texte heißen Bußrexw. 11.
Bute (John Wtuart, Grafv.), britischer Staatsmann, geboren gegen An-fang des 18. Jahrh, in Schottland . Seine Vorfahren waren seit 1703 Pairsdes Reichs und verwandt mit den alten Konigen Schottlands . I» seiner Ju-gend schien B. zerstreuenden Vergnügungen ergeben und wenig geneigt, sich mitPolitik zu befassen; dennoch ward er 1737, nach dem Tode eines schottischen Pairs,an dessen Stelle ins Parlament gewählt, bestritt hier unablässig und oft mit we-nigem Grunde die Maßregeln der Minister, empfahl sich dadurch keineswegs derRegierung und ward, als 1741 ein neues Parlament berufen wurde, nicht wieder