Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Bute

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gewählt. Beleidigt durch diese Zurücksetzung, begab sich B. auf seine Güter undlebte dort ganz eingezogen, als die Landung des Prätendenten in Schottland 1145ihn bewog, nach London zu gehen und der Regierung seine Dienste anzubieten.Ungeachtet dieses löblichen Eifers würde er in Rücksicht aufsein früheres Betra-gen nicht aus der Dunkelheit herausgetreten sein, wenn er nicht in einer Vorstel-lung auf einem Privattheater dem Prinzen von Wallis so sehr gefallen hätte, daßdieser ihn einlud, bei Hofe zu erscheinen. B. gewann bald Einfluß und wußtesich dem Prinzen unentbehrlich zu machen. Nach dem Tode desselben, 1151, ließdie verwitwete Prinzessin ihn bei ihrem Sohne als Kammerherrn anstellen und ver-traute ihm dessen Erziehung an. B. verlor seinen Zögling nie aus dem Auge undbesaß bei der Prinzessin von Wallis ein solches Übergewicht über dessen eigent-liche Erzieher, den (Neffen Harcourt und den Bischof von Norwich , daß diese ihrAmt niederlegten. Lord Waldegrave und der Bischof von Lincoln, die an ihreStelle traten, erhoben vergeblich Klage über ihn. Georg ll. starb den 25. Oct.1160, und 2 Tage darauf ward B. zum Mitglied des geheimen Raths ernannt.Im März 1161 wurde das Parlament aufgelöst. B. trat als Staatssecretair andie Stelle des Lords Holderneß und ernannte zu seinem Untersecretair Charles Zen-kinso», nachmaligen Lord Hawkesbury und Grafen von Liverpool. Der Kanzlerder Schatzkammer, Legge, ward entlassen. Pitt (der große Chatam), der seinenEinfluß im neuen Conseil vernichtet sah, nahm noch in demselben Jahre seinenAbschied. Dieses Ereigniß machte ein höchst ungünstiges Aufsehen bei der Nation.B. stand nunmehr mit dem unbeschränkten Vertrauen seines Königs an der Spitzedes StaatS; er säumte nicht, den alten Herzog von Newcastle, der als ersterLord der Schatzkammer allein noch von dem alten Ministerium übrig war, zu ver-drängen, nahm auch diesen wichtigen Posten ein und empfing zugleich den Ortendes HoseubandeS. Jetzt schloß er, nach harten Kämpfen im Parlament, Friedenmit Frankreich . Mochten auch die Bedingungen für England den errungenenVortheilen nicht unangemessen sein, so war es doch schimpflich, daß der König vonPreußen, trotz des mit ibni bestehenden Bündnisses, seinem Schicksale überlassenwurde. B. mußte die lebhaftesten Vorwürfe hören; dennoch gelang es ihm, dieMeinung für sich zu gewinne», und Alles schien der Macht des Ministers einelange Dauer zu versprechen. Er hatte die Anhänger der Whigs dem Könige ver-dächtig gemacht und von der Verwaltung ausgeschlossen: dagegen begünstigte erdie TorieS, selbst die vormaligen Iakobitcn, und umgab so den König mir Perso-nen, deren Grundsätze mit den seiuigen übereinstimmten, besonders mit seinenschottischen Landsleuten. Das Volk murrte, unzählige Flugschriften griffen mitErbitterung den Münster an, der nur langsam das Vertrauen des Publicums er-werben konnte, als neue Ursachen der Unzufriedenheit die Gemüther aufs äußersteerbitterten. Zur Tilgung der Kriegsschulden mußte über eine Anleihe unterhan-delt werden, deren Zinsen der Minister durch eine Taxe auf den Fruchtwein deckenwollte. Trotz der Opposition ging der Vorschlag in beiden Häusern durch. DieLstadt London kam vergebens bei dem Könige mit dem Gesuch ein, seine Bestäti-gung zu versagen. B.'S Einfluß schien unbegrenzt, als man wider Erwarten ver-nahm, daß er sein Amt als erster Minister niedergelegt habe, um fortan alsPrivatmann zu leben. George Grenville folgte ihm im Ministerium; allein B.sah nur zu bald die Schwäche der Verwaltung und suchte sich Pitt zu nähern.Der Plan scheiterte, und die Erbitterung der Gemüther verdoppelte sich. B. galtnoch immer für die Seele der königl. Beschlüsse und namentlich für den Urheber derStempelacte, welche den ersten Brand der Zwietracht zwischen Großbritannien undseine nordamerikauischen Colonien warf. Gewiß ist es, daß seine Freunde mitEifer gegen ihre Zurücknahme sprachen. Die Minister, welche nicht B.'S Ansichtenunterstützten, wurden entlassen; seine Anhänger, welche sich Freunde des KvnigS