Buxtorf (Familie) Byng (George—John) 337
geblich vordrang, indeß das Centrum und der rechte Flügel in weichen genöthigtwaren. Erst auf Befehl feines Kaisers zog auch B. sich zurück, nicht obne großenVerlust. Als 1800 50,000 Russen unter dem Grafen Kamensky in Neuostpreu-ßen sich den Franzosen entgegenstellten, wurde er bald Oderfeldherr. Die Niederlagedes Grafen Bemuzse» bei Pultusk verschuldete er zwar nicht, aberBennigseu wurdesein Nachfolger im Commando, dem Grafen B. aber die gesuchte Entlassung ausden Diensten abgeschlagen. Nach den schlachten vonEvlau und Friedland erhielter das Obercommando ar>fs neue und stellte das sehr verminderte Heer schnell wiederher. Eins neue Bah» öffnete sich diesem General im Kriege mit Schweden 1808.Mit 18,000 Russen drangen in Finnland ein, eroberte das Land binnen 10 Mo-naten, brachte Lweaborg zur Capitulaiion und schloß diesen glänzenden Feldzug amUfer des Torneastroms in Lappland, der in dem Frieden Rußlands Grenze nmrde.1800 nöthigte ihn seine geschwächte Gesundheit, das Commando niederzulegen.Weder die Ruhe in Esthland noch Deutschlands milderer Himmel vermochten seineGesundheit herzustellen. Erstarb den 23. Aug. 1811 auf seinem Schlosse Lchde inEsthland im 61. I. seines Alters. (S. d. A. von Hasse in Ei sch'v„Encyklopädie".)
Buptor f, ein durch eine Reihe von Gelehrten während zweier Jahrhun-derte in der hebr. Literatur rübnilich bekannter Name. Johann B., geb.de»25.Dec. 156t zu Kanten in Westfalen, studirtezuMarburg und Herborn mitsovielerAuszeichnung, daß sein LehrerPiScator offen gestand, der Schüler übertreffe bereitsdie Professoren. Zu Basel und Genf genoß erden Unterricht von GrpnäuS und Theo-dor Beza, und ließ sich, nachdem er Deutschland und die Schweiz bereist hatte, zuBasel nieder, verheirakhete sich hier und ward Professor der hebr. Sprache. Nach38jähriger Verwaltung dieses Lehramts starb er den 13. Sepk. 1629 an der Pest.B.'S Bemühungen bezogen sich besonders aufdie Schriften der Rabbine», deren sehrgründlicher Kenner er war. Auch verfaßte er geschätzte grammatische und lexiko-graph. Werke. — -Lein Sohn, ebenfalls Johann, geb. den 13. Aug. 1599 zuBasel , zeigtesrüh die entschiedenste stleigung für den Zweig der Literatur, in welchemsein Vater sich auszeichnete. Mau sagt, daß er schon in seinem 4. Jahre Deutsch ,Lateinisch und Hebräisch gelesen. Er besuchte die verschiedenen Städte Hollands ,Frankreichsund Deutschlands , wo die hebr. Literatur am meisten in Aufnahme war.1630 folgte er seinem Vater auf dem Lehrstuhl der alten Sprachen zu Basel undstarb daselbst am 16. August 1664. Er ist Vers. mehrer gelehrten Werke. — SeinSohn, Johann Zakob, geb. zu Baselden 4.Sept. 1615 und gest. ebendas.den4. Apr. 1704, folgte seinem Vater in seiner Geburtsstadt auf dem Lehrstuhl derhebr. Sprache. Außer einerVorrede zu einer neuen AuSg. desTiberiaSseineS Groß-vaters haterNichtS herauSgeg., aber mehre wichtige Handschriften hinterlassen. —Sem Neffe, Johann B., geb. den 8. Jan. 1663, war ebenfalls Pros. der hebr.Sprache zu Basel . Erstarb den 19. Juni 1732 und hinterließ einen Lohn, derdieselbe Laufbahn betrat. Man hat Schriften über die hebr. Sprache u. a. Philolog.Gegenstände von ihm.
Byng (George), Lord-Discount Torrington, Admiral von Großbritannien ,geb. 1663, ging in seinem 15. I. zu der königl. Flotte und zeichnete sich bald aus.Zm spanischen Erbfolgekriege leistete er den Verbündeten große Dienste, z. B. beider Wegnahme der Flotte im Hasen von VigoS, beider Eroberung Gibraltars w.;dann vereitelte er durch seine Thätigkeit den drohenden Angriff Karls Xll. aufEngland (1717) link machte die Unternehmungen des CardinalS Alberoni auf Si-echen und Neapel rückgängig (1718—20). Um die engl. Seemacht überhaupt er-warb er sich mancherlei Verdienste. Er brachte es dahin, daß der Man osenstandAufmunterung, und die Witwen der im Kriege gebliebenen SeeofsiciereUnterstützungerhielten. George B. starb zu London den 28. Jan. 1730. — Sein Sohn JohnB.. geb. 1705, trat früh in Seedienste und schwang sich schnell zum Admiral von
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