Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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338 Byron (John) Byron (George Noöl Gordon, Lord )

der weisen Flagge empor. 1756 ward er mit einer Flotte von 13 Linienschiffen undhFreg. abgeschickt, die Insel Minorca , auf welcher die Franzosen mit bedeutenderMacht gelandet waren und das ForcSt.-Philipp belagerten, zu befreien oder dochzu unterstützen. Hier lieferte er derum ein Linienschiff schwächer» sranz. Flokteuii-ter dem MarguiStte la Galissoniöre ein unentschiedenes Treffen, aus dem er sich,mit Aufgebung des erhaltenen Befehls, zurückzog. Für diesen der engl. Flagge zu-gezogenen Schimpf wurde er vor ein Kriegsgericht gezogen, zum Tode vcrurtbciltund am 14. März 17',' erschossen. Er starb als ein Opfer der schlechten Maß-regeln des Ministeriums z denn erwiesen ist es, daß B. auch bei größerer Kraft undThätigkeit, als er wirklich darlegte, Minorca nicht würde haben reiten können.

Byron (John), engl. Commodore, geb. den 8. Nov. 1723, schiffte sich,17 alt, aufeinem Schiffe des Lord Anson ein, welches bestimmt war, dieReiseum die Welt zu machen, aber im Norden der magellanischen Meerenge Schiffbruchlitt. B. wurde wurmigen seiner UnglückSgefehrtcn von den Indianern nach Chile geführt lind blieb daselbst bis 1714, wo ersieh auf einem Schiffe von St.-Malo einschiffte und 1745 nach Europa zurückkam. 1758 befehligte er 3 Linienschiffe undthat sich in dem Kriege gegen Frankreich hervor. Georg i ll., der einen Theil desatlantischen OeeauS zwischen dem Cap und der Südspitzevon Amerika untersuchenlassen wollte, gab B. zu diesem Ende den Befehl einer Fregatte, mit welcher dieserim Juni 1764, begleitet von einer zweiten Fregatte unter Capikain Monat, abfe-ge'». Beide Fahrzeuge besuchten Madeira , die Inseln des grünen Vorgebirges,und liefen von da in den Rio Ianeiro, der Stadt d. N. gegenüber, ein. B. beschifftedarauf den südl. Theil des atlantischen Oceans, und nachdem er die Pepvsinscln ver-gebens ausgesucht baue, besuchte er die Falklandsinseln, durebfuhr die magellanischeMeerenae und setzte seine Reite in die Sudsee fort. Hierbegegnekeer Bougaiuvüle,der eine Colonie aus den Falklandsinseln zu gründen beschäftigt war. B. richtete sichnördlich aufdie Insel Masafuera; dann nahm er seine» Weg westlich, passn te dengefährlichen, im Osten der >L7ocictät?instln gelegenen Archipelagus, und entdecktehier Island ofDisappointmcnt und Island of King George. Indem er dannnordöstlich weiter fuhr, entdeckte er Island ofDangerund ofBrron, schiffte vorden Carolinen vorbei und in das chinesische Meer; darauf sieh südlich wendend, kamer durch die Meerenge von Banea nach Batavia, von wo er zu Ende 1765 abfuhrund im Mai 1766 nach England zurückkam. Obwol B.'S Reise nicht fruchtbar anEntdeckungen war, so verdient er doch einen ehrenvollen Platz in der Geschichte derReisen um die Welt; denn er war der Erste von jenen berühmten Weltumseglern(Wallis, Cartcret und Cork ), welche bei ihren Unternehmungen nicht bloß eine» kauf-männischen, sondern auch einen wissenschaftlichen Zweck hatten. Er starb 1786.

Byron (George Noöl Gordon, Lord ), Dichter, Enkel des vorerwähntenCommodore B., stammte aus einer adeligen Familie, deren Stannnbaum bisin die Zeiten Wilhelms des Eroberers hinaufreicht; von mütterlicher Seite (da-her nannte er sich Gordon) stand er mit der schottischen Kenigslüüe in verwandt-schaftlicher Berührung. Geb. in Schottland den 22. Jan. 1788, verlebte ereinen Theil seiner Jugend in den wildromantischen Gegenden des Hochlandes.Seine Bildung empfing er auf der Harrowschule und auf der Universität Cam-bridge . Hier lebte ergänz der Dichtkunst. Er war ein Feind der Professoren. SeinLiebling war ein Bär. Aus dem Schädel eines seiner Vorfahren machte er einenPokal. Schon in seinem 13.1. schrieb er ein Drama: ,,Ulrich und Ildina", daser aber msFeuerwarf; in seinem 15. I. besang er sein reizend gelegenes altes Fa-nuliengut, das er 1812 erbte, Newstead Abbey (s. d.); in sememlS. I. gaber seine „t!»>>», usistiunoe.!," heraus, die in dem „lsslinhurgh r<» wev" eine heftigtadelnde Kritik erfuhren. Dagegen schrieb der junge Dichter seine berüchtigte Sa-lyre „Uri^lissi Harris anst ruvtch revliwvciVh das Werk einer zügellosen Leiden-