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Baron (George Noöl Gordon, Lord )
schafl, deren grofientheils ungerechte oder doch übertriebene Spöttereien und Schmä-hungen der Vers. späterhin zu entschuldigen versucht hat, indem er vielen Angegriffe-nen freundlich entgegenkam und die -Laryrc selbst aus der Sammlung seiner Werkeverwies. Darauferschien 1809 seine dritte Jugendarbeit: „Iiuitniimis n,,ck li-ius-
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Das Leben und die Persinlichkeit dieses DiebterS ist aber so innig mit dem Geistund Inhalt seiner Gedichte versiochken, das; sich nur aus seinem Schicksal deranli-patriotische Menschenhaß und die kühne Liberalität erklären lassen, welche B. alsDichter zur Schau trug. Er verlor früh seine Ältern und kam unter die Vormund-schaft eines RechtSgelehrkcn, der zugleich der Vormund eines Mädchens war, welchedie Engländer mit den Buchstaben Ch—lworth bezeichnen. Eine Fügung desSchicksals, die unserm Dichter die wilde Richtung gegen Gott, die Menschheit undsich selbst gegeben hat, in der wir auch seine Poesie befangen finde»! — DieEngländer erzählen, daß ein naher Verwandter B.'S den Vater jener Miß imDuell erschossen habe. Gewiß ist, daß B. sich in die Miß Eh—lworth verliebte,und seine Leidenschaft war so glühend, wie er sie in seinen Helden geschildert hat.Der Vormund scheint keineswegs den Wünschen B.'S zuwider gewesen zu sein;aber Beider Bemühungen scheiterten an einer frühern Liebe der Miß zu einemHerrn I. M—ster, mit dem sie sich nachmals verheirathete. Sobald B. dieHoffnung auf den Besitz der Geliebten ausgeben mußte, verfiel er in einen der Ra-serei ähnlichen Zustand, aus dem er bald in den Wirbel der wildesten Ausschwei-fung, bald in die stille Klause der Muse flüchtete, Betäubung oder Trost suchend.Dennoch galt er selbst damals für liebenswürdig, und sein traurigesGeschick mochteihn für das schwache Geschlecht um so anziehender machen, da Mitleid und Liebesich leicht begegnen und verbünden. Er war die Seele der Gesellschaften, die erbesuchte, und nahm an jedem Spiele und Scherze Theil; nur den FreudendesTanzes mußte er wegen seines Klumpfußes entsagen. Bald aber wurde er de« ge-selligen Vergnügens überdrüssig, und nachdem er 1809 majorenn geworden undSitz im Hause der Pairs erhalten hatte, verließ er, Menschenhaß und Lebensverach-tung im Herzen, sein Vaterland und machte eine Reise durch Portugal, Spanien lind Griechenland, die er in den beiden ersten Gesängen von „Childe Harold " be-schrieben hat. Damals, 1810, durchschwamm er den HelleSpont. SeinBegleiteraufdieser und seiner zweiten Reise war John Hobhouse , der bekannte Parlaments-redner, welcher, außer einer Beschreibung der Reise durch Griechenland , einen weit-läufigen Eommentar zu dem vierten ihm gewidmeten Gesänge von „Childe Harold ",der Italien umfaßt, bekanntgemacht hat. 1811 kam B. nach England zurückund glänzte in den ersten geselligen Kreisen der Hauptstadt, namentlich in demHause des Lord Holland, dem Mittelpunkt der gebildetsten Unterhaltung. Manerzählt, daß in dieser Zeit mehre junge Damen, für das ewige Heil des Dichtersbesorgt, Ermahnungsbriefe an ihn geschrieben haben, und daß eine ihn hoffnungs-los Liebende in seiner Gegenwart bei einem Abendessen den Versuch machte, sichmit einem Messer zu erstechen. In dieser Periode stieg B.'S Ruhm als Dichterschnell empor, wozu wol auch das Abenteuerliche seiner Persönlichkeit mit beitrug.1812 erschienen die beiden ersten Gesinge von „Childe Harold ", und in den folgen-den Jahren die erzählenden Gedichte: ,,'Ickie Lianen", ,,'Ick>e bl icke ok ckckivckcis",„ l be e»>8->i>", „bei-,", „?il, isinil", „ck'be siege ns tckoriiltb", Nebst einigenkleinen poetischen Arbeiten, von denen wir seine „Dde an Donaparte" nach dessenAbdankung nennen. Anfangs 1815 vermählte sich Lord D. mit Miß Milbank-No> l, Erbin vom Hause Wentwort, der einzigen Tochter des Sir Ralph Milbank,einer Dame, die ebenso ausgezeichnet war durch die Gaben der Narur wie desGlücks. Aber schon im folg. Jahre, nachdem eine Tochter ihre Ehe gesegnet hatte,wurden die Gatten förmlich getrennt. Über die Ursachen dieser Scheidung gehen
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