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Byzantiner (oskrömischeg Reich)
samcr, schwacher, von seiner Gemahlin geleiteter Fürst. Die Langobarden ent-rissen ihm einen Theil von Italien (568), auch mit Persien führte er über Ar-menien einen sehr unglücklichen Krieg (570), und die Avaren plünderten die ander Donau eielegenen Provinzen. Justin fiel aus Kummer in Wahnsinn; Tiber ,sein verdienstvoller Minister, wurde zum Cäsar erll,irr, und der Feldherr Iustinian führte den Krieg gegen Persien glücklich. Die Griechen verbanden sich jetzt zumersten Male mir den Türken. Gegen seinen Nachfolger Tiber I >. (578) verschwo-ren sich die Kaiserin Sophia und der Feldherr Iustinian vergeblich. Don den'Avaren erkaufte der Kaiser den Frieden, von den Persern erzwäng ihn der FeldherrMauritius (582). Tiber erklärte ihn zum Casar. Mauritius (582) würde einvorzüglicher Regent gewesen sein, aber für diese Zeiten fehlten ihm Klugheit undEntschlossenheit. Er hatte an den morgenländische» Grenzen Ruhe, welche ihmdie Dankbarkeit desKönigs Kosroes II. gewährte, den er, als seine Unterthanenihn vertrieben harken, wieder auf den Thron setzte (50k). Dessenungeachtet wurdeder Krieg gegen die Avaren durch die Schuld des CommentioluS sehr unglücklichgeführt. Das Heer war mißvergnügt und wurde bald durch unzeitige Strengeund Sparsamkeit, bald wieder durch furchtsame Nachgiebigkeit aufgereizt. Esrief endlich einen seiner Officiere, den PhokaS, zum Kaiser aus. Mauritius wurdeauf der Flucht eingeholt und getödtel (602). Phokas's Laster und geringe Regen-tenfähigkeiten führten im Innern die größte Zerrüttung herbei. HerakliuS, derSohn des StatkhalkerS in Afrika, griff zu den Waffe», nahm Konstantinopel einund ließ PbokaS hinrichten (610). Er that sich nur in der kurzen Periode deüpersische» Kriege» hervor. Während der ei sten 12 Jahre seiner Regierung plün-derten die Avaren und andre Donauvölker die europäischen Provinzen, und die Per-ser eroberten die Küsten Syriens und Ägvpien. Als es ibm endlich gelungen war,die Avaren zu befriedigen, zog er selbst gegen die Perser (622) und schlug sie glück-lich zurück, während die aufs neue feindlich ausgestandenen Avaren Konstantinopel vergebens angriffen (626 . Unterstützt von dem Aufruhr gegen KosrocS, drang erbis in das Innere PersienS ein. In dem mit Siroes (628) geschlossenen Friedenerhielt er die verlorene» Provinzen und bas keilige Kreuz zurück. Die Araber aber,die inzwischen unter Mohammed und den Khalifen mächtig geworden waren, er-oberten unter seiner Regierung Phönizier,, die Länder am Euphrat, Iudäa, Sy-rien und ganz Ägypten (631 — 611). Unter seinm Nachkommen war kein ein-ziger würdiger Regent. Ihm folgte sein Sohn Konstantin III. , wabrscheinlich inGemeinschaft nut seinen, Stiefbruder Herakleonas (6-11). Der Erste starb bald,und Letzterer verlor die Krone in einem Aufrubr und ward außerdem verstümmelt.Darauf erhielt Konstans, des Konstantin Sohn, den Thron (612). BlutigerDerfolgungsgeist und die Ermordung seines Bruders TheodosiuS (650) machtenihn dem Volke verhaßt. Die Araber, ihre Eroberungen fortsetzend, entrissen ihmeinen Theil von Afrika. Cvpern und Rhodus , und schlugen ihn selbst zur See (653 >.Innere Streitigkeiten nöthigten ihn zum Frieden. Er verließ darauf Konstanlino-pel (659) und führte in dem folgenden Jahre gegen die Langobarden in Italien einen unglücklichen Krieg, in welchem er zu LyrakuS das Leben verlor 660).Konstantin I V., Pogonat, des Konstans Lohn, überwand den syrakusanischenGeqenkaiser MeziziuS und theilte anfangs mit seinen Brüdern, TiberiuS und Hc-raklius, die Regierung. Die Araber überschwemmten ganz Afrika und Sicilien,brachen durch Kleinasien in Tb'wzienein und griffen Konstantinopel mehre Jahrehinter einander zur See an (669). Dennoch erhielt er von ihnen einen gutenFriede»; dagegen nöthigten ihn die Bulgaren zu einem Tribut (680). Iusti-nian II. , sein Lohn und Nachfolger(685), schwächte die Maroniten; unglücklichaber kriegte er gegen die Bulgaren (688) und gegen die Araber (692). LeonitiuSsetzte diesen grausamen Fürsten ab und sandte ihn verstümmelt nach dem wünschen