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Zweiter Band. Bo bis C.
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Caledonier

Caledonischer Canal

Gestalt fand das Stück auf den meisten deutschen Bühnen Beifall. In Bezugauf die Magisch? Kunst ist es dem „Standhaften Prinzen" vorzuziehen, denn es lösteine der schwersten Aufgaben: echt poetische Behandlung der Schicksale-idee, ineiner Tragödie mit glücklichem Ausgange. Die große Fruchtbarkeit C.'S hat einenso reichen Vorrath für die Bühne aufgehäuft, daß wir unser Tkeater damit sehr be-reichern kennen, wenn wir unsere Übersetzungsmanicr dein Thcatergeschmack an-nähern, welcher keine schwerfälligen Nachbildungen fremder poetischer Formenduldet, weil sie das Auffassen von» Mund aus erschweren. Zu wünschen wäre vonderselben Meisterhand, die in den „Vorlesungen über dramatische Kunst und Lite-ratur" eine Charakteristik C.'S geliefert hat, eine vollständige Parallele dieses spa-nischen Dichters mit seinem Geistesverwandten Shakspeare. Was Schlegelüber die Ironie Beider gesagt hat, darf von Keinem übersehen werden, dem es ummahie Einsicht hierin Ernst ist. Zn bedauern ist, daß man die Werke C.'S nichtchronologisch geordnet hat. Wir würden dann auch sehen, wie bei dem Dichterje später, desto tiefer, der Mysticismus Wurzel schlug. In einem Alter von62 Jahren ward er Priester und in die Brüderschaft von S.-Pedro aufgenommen.1681 erwählte sie ihn zu ihrem <'->peI->n ,>>uv<>r. Er vermachte dieser Brüder-schaft sein ganzes Vermögen, tveßhalb sie ihm ein prächtiges Denkmal sehte. C.starb den 25. Mai 1681 in einem Alter von 81 Jahren. Unter seinen Nachfolgernist Tirso de Molina darum bemerkenswert!), weil von ihm das Stück: „Der stei-nerne Gchi", herrührt, welche? oft nachgeahmt und als Dpcr („Don Juan") be-rühmt geworden ist. Eine sehr corrccte Ausgabe des C. im Origiiual von I. G. Keilist bei Brockhans in Leipzig begonnen; die 3 ersten Bde. (1826 — 21) enthalten80 Comedias. L. über C. und seine Werke einen Aufsatz von Valentin Schmidtin dem 'Anhange zu den „Wiener Jahrbüchern", Nr. XVII u. XVIII (1822).(Vgl. Spanische Poesie.)

Caledonier , der alte Name einer großen Nation oder vielmehr einesVölkerbundes in dem heutigen Schottland (0,iwui,n> burluu.H. TacituS hält siefür Deutsche , Andre mit niehrcm Rechte für Celten. Sie sind die Vorfahrender heutigen Bcrgschotlcn.

CaledonischerCanal. Er fängt an am atlantischen Meere beimFort William in der schottischen Grafschaft Inverneß und erstreckt sich vom 56.bis 53. Grad der Breite, durch die 3 Seen (!.<«-!>) Lochn, Vich und Neß, bisMurrap-Friih, einem Busen der Nordsee, an dem Inverneß liegt. Beide Mün-dungen dieses Canals sind durch Festungswerke beschützt. Dieser Canal hat außerden gedachten 3 -Leen, welche noch mehr Tiefe haben, einen Wasserstand von 23englischen Fuß, folglich ist er der tiefste und breiteste Canal in Europa außer demneuen nicderländ. Canal von Amsterdam nach Nieuwe Diep. Es kennen ausge-rüstete Fregaten von 32 Kanonen, die 20 — 21 Fuß tief gehen, durch diesen mit8 Hauptschleusen versehenen caledonischen Canal schiffen. Die großen Hafenanla-gen an beiden Meermündungcn sind so räumlich und tief, daß sie die größteFlotte aufnehmen können. Wegen der 3 benutzten Seen wurden nur 65 engl.Meilen dieses Canals'auSgegrabcn, und die Kosten betrugen.800,000 Ps. Sterl.Als dieser Canal angefangen wurde, beabsichtigte die Regierung theils Beschäfti-gung vieler Arbeiter auf den Inseln und im Gebirge, die aus Nahrungsmangelauszuwandern ansingen, theils das Interesse des Hantels. Die Spitze von Hoch-schortland ist mit Felsinseln, Felsriffen und Landbänken umgeben. Die Klippenunter dem Wasser geben freilich die sehr genau gestochenen Seechartenjrichtig an,und es fehlte dieser Küste nicht an Leuchlthurmen und Lootscnanstalken, wo sie nö-thig sind; allein >venn heftige Ltürme wehen, so mangeln niemals Lchiffbrüche,weder an dieser noch an der jütländischen Küste. Seitdem der Canal fertig undganz schiffbar geworden, hat der Schiffer die Bequemlichkeit, sich den gefährlichen