Calender
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wärts, sodaß man den Tag, von welchem man zu zählen anfing, mitrechnete.Wollte man z. D. den 3. März angeben, so mußte man wissen, daß im Mär; dieNonä auf den 1 . fielen, daher wurde jener derb. vor den Neuen genennt; wollteman den 8 . Januar nennen, in welchem Monat die Nonä auf den 5. und die Idusauf den 13. fallen, so war dieser der 6 . vor den ZduS des Januars; sollten endlichdie nach den IduS fallenden Tageangezeigt werden, so gab man an, die wievielstensie vor den Calenden des folgenden Monats waren. Wegen des Mangels an Ge-nauigkeit der oben angegebenen Berechnung war es nach und nach dahin gekommen,daßzu Cicero'sZeit der Calender die Frühlingsnachtgleicye um fast 2 Monate (nachCicero s letztem Brief des 10. Buchs der Briefe an den AtticuS war gegen Endedes damaligen CalendermaieS die Frühlingsnachtgleiche noch nicht vorbei) zu spätergab. Um dieser Unordnung Einhalt zu thun, berief Julius Cäsar , als er dieDictatur und das Pontificat übernommen hatte, 707 nach RomS Erbauung dengriech. Astronomen Sosigenes nach Rom , welcher mit dem Marcus Fabius dieZeitrechnung zu Stande brachte, die nach dem Namen ihres Stifters der Julia-nische Calender genannt wurde. Die Hauptverbesserung bestand darin, daßman die Frühlingsnachtgleiche wieder auf den März zurückbrachte. Man schob zudiesem Zwecke 707 zwischen den November und December noch 2 Monate ein,sodaß dieses Hahr (>in»n; aonl,>.<»>,>i<) 11 Monate bekam. Für die Zahl derTage wurde die Bestimmung der Griechen angenommen, nämlich 3654 Tage,und die Zahl und die Namen der Monate wurden beibehalten, außer daß der Quin-tilis, zu Ehren des Urhebers dieserVerbesserung, von nunan Julius genannt wurde.Da 4 Tag in die bürgerliche Zeitrechnung nicht aufgenommen werden konnte, sowartete man 1 Jahre ab, wo er einen ganzen Tag ausmachte, und schaltete diesenzwischen dem 23. und 24. Febr. ein. Dieser Tag wurde Schalttag, und das 4.Jahr, wo er eingeschaltet wurde, Schaltjahr genannt. Dieser Calender ist beiden Römern bis zum Untergänge ihres Reichs und in der christl. Kirchenverfassungaller Länder bis 1582 n. Chr. üblich gewesen. Zn der letztern waren die Festemit dieser Zeitrechnung verwebt. Aber hier mußte um des Osterfestes willen aufden Lauf des Mondes Rücksicht genommen werden. Die Juden feierten ihr Oster-fest (Pascha) den 14. Nisan (März); die Christen in demselben Monate, nur be-stimmten sie einen Sonntag dafür. Da nun aber das Osterfest der Christen mitdem Pascha der Juden bisweilen zusammenfiel, und man es nicht für christlichhielt, dieses wichtige Fest mit den Juden zugleich zu feiern, so wurde auf der Kir-chenversammlung zu Nicäa , 325 n. Chr., festgesetzt, daß das Osterfest alle Mal denSonntag nach dem ersten Vollmonde nach der Frühlingsnachtgleiche gefeiert wer-den sollte, die man damals auf den 21. März fallend annahm. Weil sich alsohiernach die Berechnung des Osterfestes auf den Lauf des Mondes gründet, so hatteman dazu den 19jähr. Monkcvclus des Meton angenommen, nach welchem dasJahr 365^ Tage enthielt, und die Neumonde nach 19 Jahren alle Mal wieder aufdenselben Tag fallen mußten. Die Unrichtigkeit dieses, solchergestalt mit demMondcycluS verbundenen, Iulianischen Jahres mußte sich aber, bei Vergleichungmit dem wirklichen Eintritte der Nachtgleichen, bald veroffenbaren, da seine ange-nommene Länge von 365^ Tagen die wahre um 1 1 Minuten übertrifft. Um diese11 Minuten rückte also die Zeit der Nachtgleichen gegen jedes solches IulianischeJahr zurück, und im 16. Jahrh, war demzufolge die Frühlingsnachtgleiche vondem 21. März auf den 10. gekommen (d. h. sie trat wirklich bereits am 10. stattam 21. ein, wohin sie der Calender setzte). Aloys Lili, ein Arzt zu Verona , ent-warf daher einen Plan zur Verbesserung, und nach seinem Tode überreichte ihn seinBruder dem Papst Gregor XIII . Zur Ausführung desselben berief dieser eineAnzahl Prälaten und Gelehrte zusammen; 1577 nahmen alle katholische Regen-ten den Vorschlag an, und 1582 schaffte Gregor durch ein Breve den Zulianischen