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CalixtuS (Georgl
»nd mit großem Gepränge rn Rom ein, nahm mit Hülfe der Normänner 1121Sutri, wo Gregor 1III. sich noch hielt, und diesen selbst gefangen, schändeteaber auch feinen Sieg über den Gegenpopst durch die schimpflichste Behandlungdesselben. Den bedrängten Kaiser nöthigte er 1122 zur Annahme des wormserConcordatS, das den Investiturstreit zum Vortheile der Kirche endigte (s. Inve-stitur und Concordat), und sprach ihn dann erst vom Banne los. Nacheiner fünfjährigen Regierung starb er den 12. Dec. 1124. — CalixtuS III.nannte sich der Cardinalbilchof von TuSculum, Johann Unghieri, der 1168 inRom zum Gegenpapste PaschaliS UI. gewählt und von dem Kaiser Friedrich l. be-stätigt ward, aber neben dem außer Deutschland und Italien überall geltendenPapste 'Alexander I I I. nicht aufkommen konnte und, da der Kaiser Alerandern nach-gab, 1178 sich ebenfalls diesem Papste unterwerfen mußte »nd von ihm die Würdeeines Statthalters in Benevenl erhielt. Weiler nicht unter die rechtmäßigen Päpstegehört, wird in deren Reihe ein späterer CalixtuS der dritte genannt. Die-ser war ein spanischerEdelmann, NamensAlsonsBorgia, vorherBilchofvonVa-lencia und lange Rath des Königs AlfonS von Aragonien und beiden Sicilien, fürden er Fried-msverträge mit Castilien und dem Papste Eugen I V. schloß und da-durch Cardinal ward. Sonst schlauer Unterhändler und geschickter Jurist, spielt«er, im kohen Alter 1155 zum Papst erhoben, den Beherrscher der Kirche mit denAnmaßungen und Künsten seiner unternehmendsten Vorgänger. Uni die nachden Concilien zu Konstanz und Basel der Papstgewalt ungünstiger gewordeneStimmung der Fürsten und Völker zu beschwichtigen, riefer sie zu einem Kreuzzugegegen die Türken auf, den er gleich nach dem Antritte seiner Regierung durch starkeRüstung?» zur See »nd PülfSgelder an Scanderbeg thätig begann. Aber seineAbsicht vereitelte in Deutschland die Unzufriedenheit der Reichsstände über das vonAneas Sylvius erschlichene wiener Concordat , die Wiederholung ibrer Beschwer-den über die Fortdauer alter päpstlicher Mißbräuche und die Unthätigkeit des ihmsonst sehr ergebenen Kaisers Friedrich I II., in Frankreich der Widerwille wegen Er-hebung des Zehnten zum Türkenkriege, gegen welche die Universitäten zu Paris und Toulouse förmlich appellirten. und seinen Woblkhäter, den König AlfonS, be-leidigte er sogar dadurch, daß er ihm sowol die Belebnung mit Benevent und Ter-racina als auch die Legitimation und Anerkennung seines Bastards, Ferdinand, alsKönig von Neapel verweigerte. DicseKrone hatteerseinem Neffen, PeterBorgia,zugedacht, den er zum Herzog von Spoleto und Gouverneur von Rom erbob, wiedessen Bruder zu Cardinälen. Da diese Neffen schlechte Menschen waren, so er-regte sei» Nepotismus auch das Mißfallen der Römer. Seine Galeeren gewannenden Türken drei kleine Inseln ab, aber da Niemand ihm beistand, blieb sein Tür-kenkrieg übrigens fruchtlos. Wie sehr es ihm damit Ernst war, zeigte der nach sei-nem 1158 erfolgten Tode gefundene Vorrath von 115,000 Dukaten. Eine merk-würdige Probe päpstlicher Gewissenhaftigkeit gab er gegen den Kurfürsten vonBrandenburg , dessen Rath, IX Knorr, erdurch denCardinal ÄneasSylviuS provi-sorisch des Eides der Treue gegen seinen Herrn entbinden ließ, um ihm Gefälligkei-ten abzugewinnen, die der deutsche Jurist mit seiner Dienstpflicht unverträglichfand. 'Bneue 8vlvü I'ffBto!:,,' eil. dinriinb. 1496, 4., ep. 364.) 31.
Calixtus (eigentlich Callisen, Georg ), der geistvollste und aufgeklärtesteTheolog der lutherischen Kirche IN 1 17. Jahrh. Geb. d. 14. Dec. 1586 zu Meelbyini Holsteinischen, zu Flensburg und Helmstädt gebildet, 1605 aufdieser UniversitätPrivatdocent der Philosophie, wendete er sich 1607 zur Theologie, besuchte 1609die süddeutschen Universitäten, trat 1611 zu Helmstädtmitpolemischen Disputatio-nen über die kirchlichen Dogmen auf, die ihn als einen originellen Kopf und wüthi-gen Bestreiter herrschender Norurtheile ankündigten, unternahm kurz darauf inBegleitung eines reichen Niederländers eine größere Reise, auf der er erst in Köln ,