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Zweiter Band. Bo bis C.
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Calkar

Callico

gen in größerer Vollendung durchziisühren und zlffammenzuarbeiten, als man siein s. zahlreichen, meist schnell entstandenen und zum Theil ohne seine Zustimmungherausgegeb. Schriften findet; dafür bildete er abereine Scyule gelehrter und hell;denkender Theologen, die in seinem Geiste sortarbeiteten und i» den von s. SohneFriedrich Ulrich Calixtus (geb. d. 8. Mär; 1622, st. d. 13.Jan. 1701), Abtzu Königslutter und Pros. der Theologie zu Helmstädt , weiter geführten svnkre-tistischcn Händeln seine Ehre vertheidigten. Er gab der Dogmatik aus den Re-sultaten seiner histor. Forschungen und seiner den Geist der heil. Schrift auffassen-den Exegese neues Licht und eine bessere wissenschaftliche Form, schied von ihr zuerstdie christliche Moral und erhob diese zu einer besondern Wissenschaft, weckte dasStudium der Kirchenvater und der Kirchengeschichte und machte überhaupt zuerstBah» zu den Fortschritten, welche durch Spencr, Thomasius und Seniler zu einervölligen Umgestaltung der theologischen Wissenschaften und religiösen Vorstellun-gen und zu einer wirksamern Ascelik führten. 31.

Calkar (Johann v.), ei» niederländischer Maler aus Ioh.v.Eyk's Schule,geb. um 1600 im Klevischcn zu Calkar, bildete sich zugleich neben v. Eyk's Ge-mälden nach Titian'S Meisterwerke» in Italien , verirrte sich jedoch in seinen ge-nialen Schöpfungen niemals von der Natur. Kaum unterscheidet das geübtesteAuge die Titiane von Calkar's Gemälden. Deutschland besitzt noch von ihm einefür dieKunst vollendete ö>:,ie, >>oI,»u,->-> in derBoisseräe'schen Sammlung, der dasGegenstück, wahrscheinlich ei» IK-c-n ft>i>>><!, zu fehlen scheint. Rubens war einsolcher Verehrer der Calkar'schen Gemälde, daß er stets ein kleines Bild diesesMeisters auf seinen Reisen mir sich führte. Es stellte die Hirten vor, wie sie Josephan der Krippe Jesus empfängt. Das Licht geht hier, wie in Correggio'S Rächt,von dem Kinde aus. Aus Rubens Nachlaß kaufte solches -Landrart, von diesemKaiser Ferdinand Ul. Es ist jetzt in der Galerie von Belvedere. Calkar's Zeich-nungen mit Feder lind Kreide sind von nicht qeringerm Kunstwerth als seine Ge-mälde. Von ihm sind fast alle Bildnisse in Vasari's Lebensbeschreibung der Ma-ler, und gleichfalls die Tafeln zu des Arztes VesaliuS anatomischem Werke. DonVenedig zog er nach Neapel und starb dort 1516.

Calkoen (Jan Frederik van Beet), ein niederländischer Gelehrter undAstronom, geb. 1772 zu Gröningen , gest. 1811, war Mitglied wie auch sehrthätiger Corrcspondent mehrer deutschen gelehrten Gesellschaften. Er besuchte dieUniversitäten Utrecht, Göktingen, Leipzig und Jena , sowie die Sternwarten zuGotha und Berlin , um für seine Lieblingswissenschasten, Astronomie und Theolo-gie, immer mehr Kenntnisse sich zu verschaffen. 1709 wurde er Professor derAstronomie an der Universität zu Lenden, 1805 erhielt er dieselbe Professur zuUtrecht . In der niederländischen Commission der Maße und Gewichte war erso thätig, daß ihn König Ludwig bei der Stiftung des holländischen National-institutS zum Mitgliede desselben ernannte. Denkwürdig bleibt sein Werk: ,,Eu-rnaluS, über das Schöne" (1802) und sein zweites über die Uhrwerke der Alten.Die Tavler'sche Stiftung krönte seine Preisschrift, zur Widerlegung des Werksvon Dupiiis, „Oiipsiuo <lu Iciu.-i !<v <.»!><-!,", in der er gründlich den wahren Ur-sprung des mosaischen und christlichen Gottesdienstes enthüllte. Viele treffliche,halb und ganz vollendete Abhandlungen dieses kenntnißreichen Mannes sindnoch als Manuscript vorhanden.

Callico , ursprünglich ein weißes ostindisches Daumwollenzeuch, das inEngland gebleicht, in Manchester und in London , gleich andern weißen Cattune»,gedruckt wurde, und so in den Handel kam. Im Auslande wurden bald alle eng-lische gedruckte Cattune Callicos genannt. Auch in England nahm man nichtmehr weiße ostindische Callicos, besonders nicht für das Ausland, sondern statt ih-rer in England gewebte weiße Cattune. Da zuerst gemeiniglich diese Cattune mit