Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Calcnne

Calmarische Union

gegenübergelegen, mir 5000 Einw., auf der Insel O.uarnhokm. Sie hat einenkleinen, aber guten Hafen und treibt beträchtlichen Seehandel mitBretern, Alaunund Theer. Auch hat sie Wollenzeuchnianufactiireu und ist der Sitz eines Bischofsund des Landeshauptmanns. Das wohlbefestigte Schloß Calmar liegt außer derStadt im ölandschen Sunde .

Calmarische Union, 1397, s. Margaretha.

C a l m e r (?lugustin), ein als exegetischer und historischer Schriftsteller be-rühmter Benedictiner von der Congregation des heil. Vannus, geb. d. 28. Febr.1672 zu Mesnil la Horgue bei Comniercy in derDlöces von Toul , trat 1888 zuTvul in den Orden und studirte in den Klöstern desselben, besonders unter Hya«cinth Allict in der ?lbtei Mozen-Montier, nachdem er die hebräische Sprache ohneLehrer erlernt hatte. In dieser Abtei lehrte er seit 1898 Philosophie und Theolo-gie, kam 1704 als Subprior und Vorsteher einer gelehrten Mönchsgesellschaft in dieAbtei Munster im Elsaß , ging wegen der Herausgabe seines Commentars überdie heilige Schifft 1706 nach Paris, dann 1709 in die Abtei St.-Mihiel , vonder er 1715 als Prior nach Lay, 1718 als Abt nach St.-Leopold in Nancy ver-setzt und 1719 zum Disitator seiner Congregation erhoben wurde. Endlich er-hielt er 1728 die Abtei Wenones in Lothringen , schlug die Würde eines Bischofsin pmtibus aus und starb d. 20. Oct. 1757 zu Paris . Er erwarb sich großeVerdienste um die Wissenschaften in s. bändereichen Werken hauptsächlich durchfleißiges Zusammenstellen, Sichten und gemeinnütziges Verbreiten des früher Ge-leisteten. Wein „Oniiiiii'ntairu 8UI I»U8 Ics livics ÜL l'aiio. et (In »ouv tust."(Paris 1707 —16, 23Thle., 4.) entwickelt den Wortverstand meist richtig, mitVermeidung mystischer und allegorischer Erklärungen und mit mehr Unbefangen-heit, als man sonst von Katholiken gewohnt war. Er enthält auch eigne For-schungen und schätzbare Abhandlungen zur biblischen Alterthumskunde, verräthaber Mangel an tiefer Kenntniß der orientalischen Sprachen. Sein „Diotic»,,,.,,,«Inst. ei mit. <lu I> 1!il,Ie" (Paris 1722 — 28, 4 Tkle., Fol.), ein zu seiner Zeitsehr brauchbares biblisches Realwörterbucb, ist in das Englische, Holländische undDeutsche übersetzt, wie der Comme "ar oft aufgelegt und auch von Protestantenfleißig benutzt worden. Weniger schätzt man s. „Geschichte des Alten und NeuenTestaments oder des jüdischen Volkes" und s. Weltgeschichte („llist. uiiivms. sa-M'öe ct proläue", Strasb. 1735 — 71, 17 Thle., 4.), Beides nur Compilationen.Dagegen erscheint er als selbständiger Forscher und Entdecker »euer Duellen ins. „11>8lc>>,'i> e'rul. ct civile >le I.oiruinc" (Nancy 1728, 4 Thle., Fol.; 1745— 47, 6 Thle., Fol.), dem ersten wohlgeordneten Werke über die GeschichteLothringens , das genau, treu und zuverlässig, aber auch sehr weitschweifig ge-schrieben ist. Gegenstück ist die viel nachlässiger gearbeitete „lünliotlicgui; Inr-> nur" als Literargeschichtc. Tief eindringende Kritik und Geschmack in der Dar-stellung geht allen seinen Werken ab, sie haben daher in Frankreich noch mehrTadel eissahren als in Deutschland . - 31.

Calmoucks, ein zuerst in England, vorzüglich in Leeds verfertigte-, lockergewebtes, dickes, sehr langhaariges Zeuch, dem die Engländer einen sehr schönenGlanz zu geben wissen, und das zu Winterüberrdcken gebraucht wird. Es wird inden niederländischen, mecklenburgischen, sächsischen und schlesischen Manufakturengut nachgemacht.

Calonne (Charles Alexandre de), geb. d. 30. Jan. 1734 zu Douai , wo seinVater erster Parlament-präsident war, studirte zu Paris , widmete sich dein Advo-catenstande zu Artois, trat als Generalprocureur in das Parlament von Deuai,und ward 1763 zum älaitro ,l,!8 regne,1768 zum Intendanten von Metzund in der Folge von Litte ernannt. Dies war seine Lage, als Ludwig X V. starb.Der aus einer langen Verweisung zurückberufene Minister Maurepas hatte nach