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Caluinet
zwar unvollkommenen, in den Umrissen aber doch ganz genauen Abdruck, dessenÜbertragung auf die Platte nach der obenerwähnten Methode nun keiner web.tern Schwierigkeiten mehr unterworfen ich
Calumet, bei den nordamerikanischen Wilden eine große, geschmückte Ta-backüpfeife, welche sie als Sinnbild des Friedens überreichen: Friedenspfeife.
Calvarienberg, Golgatha, die Schädelstätte, derRichtplatz der altenJuden. Dieser in der evangelischen Geschichte berühmte Berg, der ehemals au-ßerhalb der Stadt Jerusalem gelegen war, ist jetzt in deren Ringmauer eingefchlosisen. Auf demselben steht die größte und vornehmste Kirche in Palästina, welchedie heilige Helene, Kaiser Konstantin'S Mutter, im 4. Jahrh, zu bauen angeordnethat. In katholischen Ländern heißt jede Erhöhung, jede Capelle, wo man einKreuz aufgepflanzt hak und wohin man in der Fastenzeit, zur Feier und Darstel-lung des Leidens Christi , wallfahrtet, Calvarienberg. Es sind oft wirkliche Berge,zu deren Spitze ein Pfad führt, der von stelle zu Stelle mit Bildern oder Figuren,kleinen Capellen. Inschriften w. besetzt ist, welche die Hauptbegebenhcüen desLeben« Jesu darstellen bis zur Kreuzigung, die oben durch drei wirkliche Kreuze,mit dem Heilande und den zwei Schachern, zuweilen auch mit den dazu gehö-rigen Gruppen, versinnlicht wird.
Calvaert (Dionys), Maler, geb. zu Antwerpen 1555, kam als Land-schaftsmaler sehr jung nach Italien , wo er, um Figuren zeichnen zu lernen, dieSchule Fontana'S und Sabbatini's in Bologna besuchte, mit welchem Letzter« ernach Rom reiste. Nachdem er einige Zeit nach Rafael gezeichnet halle, eröffnete ereine Schule zu Bologna , aus der 187 Meister, und unter diesen Albano, Guido undDomenichino,hervorgingen . DieBologneser betrachten ihn als einender Wieter-hersteller ihrer Schule, besonders in Hinsicht des ColorikS. C. verstand Perspec-tive, Anatomie und Architektur, aber seine Figuren sind zuweilen unedel und zukühn gestellt. Er starb 1619 zu Bologna ; dort sind auch seine besten Gemälde.Agostino Caracci und Sadeler haben einen Theil seiner Werke gestochen.
Calvin (Johann), Chauvin, der zweite große Reformator des 16, Jahrh.,geb. Zu Noyon in der Picartie den 10. Juli 1509. Sein Vater, Gerard Calvin,ein Böttcher, widmete ihn früh dem geistlichen Stande. C. sagt in einem Briefean Tlaude d'Hangest, Abt von St.-Eloi zu Novon, daß er der Familie dieses Prä-laten seinen ersten Unterricht und eine anständige Erziehung verdanke. Kaum12 I. alt, erhielt er eine Pfründe bei dem Dom seiner Vaterstadt. Sechs Jahredarauf wurde er zu einer Pfarre berufen, die er bald mit einer ander» vertauschte.So hatte C. durch seine Gönner schon vor seinem 20. I. mehre Pfründen undselbst den Titel und die Einkünfte einer Pfarre, während er noch in Paris seineStudien fortsetzte. Hier machte er die Bekanntschaft seines uni einige Jahre äl-tern Landsmannes Pierre Robert ^dlivetan, von dem er die ersten Keime der neuenLehre empfing, welche sich in Frankreich zu verbreiten begann. Er fand sich da-durch veranlaßt, der Theologie zu entsagen, um zu OrleanS und späterhin zu Bourges die Rechte zu studiren. Er machte schnelle Fortschritte darin und lernte zugleichdie griech. Sprache unter Melchior Volmar, einem Deutschen , derdievonDlivetanin ihm geweckte Neigung zu Neuerungen verstärkte. 1532 kam er nach Paris zurück und legte seine Pfründen nieder. Er gab in demselben Jahre einen latein.Commentar über die beiden Bücher des Sencca „Ilo clc,nk-nt'n>" heraus, auf wel-chem er sich lateinisirt Johannes CalvinuS nannte, und mußte 1533 aus Paris flüchten, da sein Freund Michael Cop, Rcetor der Universität, wegen einer über dieneue Lehre gehaltenen Rede in Untersuchung verfiel, und er sich der Theilnahme daranverdächtig gemacht hatte. C. begab sich zu Du Tillet, KanonicuS zu Angoul> ine,bei welchem er ruhig seine Studien fortsetzte und die Materialien zu seiner 2 Jahrenachher erschienenen „Christi . Unterweisung" zu sammeln anfing. Von da ging