400
Cumbuceres
CEaldulenser
Tamaldulenser, Eremiten und Mönche des vom h. Romuald , ei-nem Benedictiner adeligen Geschlechts ausRavenna, im Thale CamaldolibeiLlrezzoauf den Llpenninen 1012 gestifteten und 1012 vom Papst Alexander III. bestätig-ten Ordens, gab es in Italien, Frankreich, Deutschland und Polen . Dieser an-fangs bloßzum Einsiedlerleben in abgesonderten Klausen bestimmte Orden gingbei zunehmendem Reichthum und AnwachS großenthcilszum gesellschaftlichen Klo-sterleben über und theilte sich in Einsiedler, Observanten und Convenrualen, welchezwar 1513 zu einem Ganzen vereinigt, dem Vorsteher des Stammsitzes Eamaldoliuntergeben und durch Unterdrückung der ausgearteten Eonventualen gereinigt wur-den, aber durch das Streben neuer Stiftungen nach Unabhängigkeit wieder zerfielen.Im 18. Jahrh, bestanden 5 von einander ganz unabhängige, unter eignen Gene-ralen („ust.ne.-,) stehende Brüderschaften der Eamaldulkiiser : 1)die Mutter derübrigen, Camaldoli; 2 Kronenberg bei Perugia; 3 zu Turin ; 4) zu Großboisbei PariS; 5) zu Murano im Denetianischen. Zwölf andre Klöster der Camal-kulenserumen standen unmittelbar unter den Bischöfen ihrer Sprengel. Die weiseKleidung und die verschärfte Benedictinerregel halten Alle mit einander gemein,die Einsiedler überdies noch Bärte und strengere Regeln im Fasten, Schweigen,Geißeln und andern Selbstguälereien. Bei diesem stets nur beschaulichen Lebenkonnte der in der öffentlichen Meinung nie bedeutende Eamaldulensei orden aufkeine Weise gemeinnützig und, nachdem er im Östreichischen unter Joseph II. , inFrankreich während der Revolution, in Italien lind Polen unter dem Einflüsse derFranzosen erloschen war, auch nicht vermißt werden. b.
Camayeu oder Cama'ieu heißt ein einfarbiges Gemälde; tadelnd aucheine eintönige Malerei. Eine der gewöhnlichsten Arten der Malerei mit Einer Farbebeißt Grau m Grau, oder Grisaille, womit man besonder» das Dasreliefnachahmte.Sonst giebt es auch rothe, grüne :c. CamaveuS. Diese Malerei war in Frankreich besonders im Anfange des 18. Iabrh. sehr beliebt. Die Franzosen nennen auch soCameen, welche durch verschiedene Schichten des Steins verschiedene Farben zeigen.
Cambacörö s(Iean IacguesRögis de), Herzog von Parma, Prinzundgewesener Erzkanzler des sranz. Reichs, Mitglied des Instituts ic., geb. am 18.Oct. 1153 zu Montpellier in einer unbegüterten Familie angesehener RechtSgelehr-ten. Sein Eifer und seine Talente erwarben ihm bald einen großen Rufund dasAmt eines Raths an der (ä>ur cle- (-«»»pl----zu Montpellier . ZuAufangderRevo-lution unterzog er sich verschiedenen StaatSgeschäsken, wurde im Sept. 1192 §on-ventSmitgüed, arbeitete in den Ausschüssen und beschäftigte sich besonders mit demGcrichtSfache. Am 12. Dec. 1192 erhielt er den Auftrag, Ludwig XVI. zu fra-gen: wen er sich zu seinem Beistande wählen wolle? und bewirkte den Beschluß,daß die gewählten Raihgeber freien Zutritt zu dem Könige erhielten. Im Jan.1193 erklärte er Ludwig für schuldig , machte aber dem Eonvent das Recht strei-tig, ihn zu richten, und stimmte: einstweiligen Verhaft, und im Fall eines feind-lichen Einfalls, den Tod. Den 24. Jan. ward er zum Secretair ernannt. AlsMitglied des Wohlfahrtsausschusses zeigte er in der Lfttzung vom 28. März dieVerrätherei des Dumouriez an. Ini Aug. und Oct. 1193 legre er seinen erstenPlan zu einem bürgerlichen Gesehbuche vor, in dem sich die demokratischen Ideendes damaligen Zeitgeistes auSsprachen. Man fand in einem aufgefangenen Briefevon Antraigues die Worte: „Ich wundere mich gar nicht, daß C. unter Denenist, welche die Rückkehr des Königthums wünschen; ich kenne ihn :c." E. wiesdie Beschuldigung, welche daraus hätte gegen ihn geführt werden können, zu-rück. Die Versammlung befahl, seine Rede drucken zu lassen; aber sein re-publikanischer Ruf hatte dennoch einen Stoß bekommen, und er ward aus demDireciorium, für das er aufgezeichnet war, zurückgewiesen. Er trat in denRath der Fünfhundert, wo er eine» neuen Plan zu einem bürgerlichen Gesetz-