Camee
Oamera elara
403
die Gemüther von ihm entfernt. Ein Magier benutzte dies Mißvergnügen und be-mächtigte sich unter dem Namen deSSmerdiö, dessen Tod man verheimlicht hatte,des Throns. C. war entschlossen, nach Susa zu gehen, um ihn zu bestrafen, als ersich beim Aufsteigen auf sein Pferd mit seinem Säbel in die Hüfte verwundete. Erstarb an dieser Wunde bald darauf 522 zu Ekbatana in Assyrien , ohne Kinder zuhinterlassen. 2) Ein Perser von niederer Abkunft, der Großvater des Vorigen, dender König Astyages feiner Tochter Mandane zum Gemahl gab, um der Erfüllungeinen Traums, nach welchem er durch feinen Tochtcrfohn die Krone verlieren sollte,vorzubeugen, indem er sich mit der Hoffnung schmeichelte, daß seine Enkel stets derihrem Vater erzeigten Wohlthat eingedenk sein würden. Er entging aber dennochseinem Schicksale nicht, denn CyruS, der Mandane Sohn, entthronte ihn.
Came e, eigentlich ein erhaben geschnittener Stein. Weil bei den Altengemeiniglich -Onyxe dazu genommen wurden, so werden vornehmlich erhaben ge-schnittene Onyxe, dann auch alle erhaben geschnittene, kostbare steineCameengenannt. Lie wurden besonders fchichtenförmig geschnitten, fodaß der Grundeine andre Farbe als die erhaben geschnittene Figur erhielt. Eine der berühmte-sten ist die zu Paris befindliebe Onyxcamee unter dem Namen: „Apotheose desAugust" (1 Fuß hoch und 10 Zoll breit), auch durch die besondern Schicksale,welche dieser Onyx gehabt hat, merkwürdig. Vgl. Steinschneidekunst.)
Camenen (oder Eamöncn) werden auch die Musen genannt. Eigentlichwar Camena gleichbedeutend mit Carmenta, einer prophetischen Gottheit, welche dieälteste in Latium einwandernde Colonie unter Evander mit aus Arkadien brachte;daher die Sage sie seine Mutter nennt. Andre nennen 2 (r-iruientt-!,), als indie Vergangenheit und Zukunft blickende, siegende Schicksalsgöttinnen, welchenachher auch zu Göttinnen der Geburt wurden. — Numa weihete den Cameneneinen Buell und Hain, und ebendaher wei den sie mit den Musen verwechselt.
E ä m e n t a t i o n, ein chemisches Verfahren, wodurch ein Metall (oftauchandre Körper) mit Substanzen, welche darauf wirken sollen, oft schichtweise (^tra-tuni 5liprr-itt-ttnm) in verschlossenen Gefäßen in Verbindung gesetzt werden, da-mit nach Verschiedenheit des beabsichtigten Zwecks in einer erhöhcten Temperaturersteres von Beimischungen getrennt oder verändert (oft auch oxydirt) werde. DasGefäß heißt die Cämentirbüchfe (Schnielztiegcl); die Substanz, womit die Metalleoder andre Körper umgeben werden, das Eäment oder Cämenkpulver. So wirdGold mit einem Gemenge von Ziegelmehk, Calcothar und Kochsalz, Eisen mitKohlenstaub und andern Substanzen cämentirt und dadurch in Stahl verwan-delt; Glas dagegen durch Cämentation mit GypS in R auniur'sches Porzellan.Kupfer entsteht durch Cämentation aus Eisen, das man in schwefelsaure Kupfer-auflösung legt, durch Entziehung des Sauerstoffs und der Säure rc.
!> L r I,, (lanierari,,-,. s. Kammer.
0 n I» er-, Ll !> r a (helle Kamnier), ein vom Opkicus Reinthalererfunde-neS optisches Instrument, welches den Mangeln der 0->,»<->,> ob-imn-, abhilft undden Vortheil hat, daß der abzubildende Gegenstand nicht von der Sonne beschienenzu werden braucht. Alle Gegenstände bilden sich darin mit großer Bestnnmtbeirund Schärfeab, undsieistbei Hellem und trübem Wetter, beiSonnen-und Mond-schein gleich vortheilhaft zu gebrauchen. — täu>n>;r-, l »<:!<!-> ist die etwasunpassende Benennung eines in England erfundenen Instruments, welches mitder ('.-«„lern nlinen ,(s. unken) nur insofern Ähnlichkeit hat, daß es die aeaen-überstehenden Gegenstände ganz der Natur getreu und in sehr verjüngtem Maß-stabe darstelt. Der Hauptbestandtheil ist ein Prisma. Wenn der Beschauersich diesem, nachdem es gehörig aufgestellt ist, mit dem Auge nähert, so erblickt erdas Bild des davor befindlichen Gegenstandes in größter Klarheit und vollkommenerSchärfe der Umrisse auf dem untergelegten Papierbogcn, und kann denselben mit
26 *