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Camewlwifsmschaften
geringer Mühe darauf ahzeicbnen , während die Umstehenden nur seine Zeichnungauf dem Papiere entstehen sehen. —- tOiner-, e>I> ^c»r.i (finstere Kamnier)nennt man entweder ein ganz verschlossene?Zimmer, in welches da? Lichtmirdm cheine kleine runde Öffnung fallen kann , oder einen nach den Regeln der Lichtlehreeingerichteten Kasten, in welchem sich die änscrn Gegenstände verkleinert abbilden.Eine solche tA,»er,, nli^oui a dient theil? zur Unterhaltung, theils kann man sich, ihrer auch zum Nachzeichnen von Landschaften und Gegenden bedienen, wiewol da-bei am Colorit, welche? zwar treu, dock matter ist, eingebüßt wird, was man anSchnelligkeit und Leichtigkeit gewinnt. Über die Theorie dtrseS Instruments s. dieLehrb. der Phvstk u. Optik und Brander'S (eines augsb. Künstlers) „Beschr. einerganz neuen Art von keiner-, c>I>-un,,a" (Augsb. 176'); Zilsätzedazu, Ebend. 177,7.
§ a m e r a l w i ss e n s ch a f t e n, von oder Kam in er (s. d.),
dem Orte, wo die Finanzen eines Landes verwaltet wurden ; auch führte das Collegi-uni, welchem diese Verwaltung oblag, diesen Namen; dabei wurde den Kammercolle-gien auch die Veiwalnmg der Poluei, das Juten, aukunursen des MstttamSandre adniinistiative Geschäfte des StaatS aufgetragen. In Preußen wurdendagegen diese Collegien KriegS-und D om ainen kamni er» genannt, weilIntendanuir-, Einquartierung?-und Serviswefin und die Verwaltung der Do-tnainen als ihr Hauptgeschäft betrachtet wurde. Auch gehört die Regulirung desSteuerwesens, die Erhebung der Abgaben und deren Verrechnung zu ihrem Ge-schäfte. Die Kenntnisse, welche zur Verwaltung der Kammerämter gehörten,nannte man die Cameralwissenschafien, und wer sich denselben widmete,einen Cameralisten. Da die Haupteinnahme in den meisten deutschen Staa-ten aus den Domainengütern, deren Administration oder Verpachtung gezogenwurde, so wurden diejenigen Kenntnisse, welche zu einer guten Benutzung derDomainen gehörten, als die Haupterfodernisse eines guten Cameralisten ange-sehen. Zum Steuer-und Serviswesen wurden wissenschaftliche Kenntnisse ebennicht für nöthig gehalten. Aber Ökonomie, d. i. Kunst, Pachtanschläge zu ma-chen, den Ertrag der Güter gehörig zu tapiren, dazu schien ein besonderes Studiumnöthig zu sein. Und dieser Umstand war auch wol die Haupttnebseder, wodurchdie preuß. Regenten zuerst bewogen wurden, eine Professur der Cameralwissen-fchasten auf ihren Universitäten einzurichten. Die ersten Professoren der Canie-ralwissenschaften beschäftigten siel mit Nichts als mit Vortragen über die Öko-nomie, die Donia inenan schläge— und über die Polizei, wobei hauptsäch-lich die polizeiliche Stadtverwaltung beachtet ward, kurz, mit Dem, was ihnen füreinen höher» Caineralbeamteu nöthig zu sein schien. Indessen fand sich bald dasBedürfniß mannigfaltigerer Wissenschaften für die Kamme, beamtc» ein. Da dieBedürfnisse des SiaatS immer größer wurden, so mußte man auch aufErweite-rung der Staatseinkünfte bedacht sein, und man ward bald ume, daß sich diesesauf dein bisher betretenen Wege, durch bloße Erhöhung oder beliebige Vermannig-falrigung und Vermehrung der Abgaben, nicht bewirken lasse. Alan wurde inne,daß Einsicht in die Natur des Nationalreichthums der verschiedenen Gewerbe noth-wendig sei, um zu erkennen, wo und wieviel man nehmen könne, um die Quellen,woraus die Abgaben genommen werden sollen, nicht gänzlich zu erschöpfen und denganzen Staat zu verderben. Man bemerkte, daß selbst das Domainen - und Re-galienwesen einer höher» Kritik bedürfe, und es zu untersuchen nothwendig sei, obnicht diese Quellen vielleicht auf andre Weise viel besser benutzt werde» konnten.Man sah ein, daß der bessern Einrichtung des Staats und insonderheit der Finan-zen viele alte Statute» und Gesetze im Wege standen, und es trac das Problemhervor: ob es nicht besser sei, viele dieser Institutionen ganz abnsschaffen und neueGesetze einzuführen? Alle diese Probleme aber erwarteten ihre praktische Auslo-sung von den administrativen Staatsbeamte» in den Provinzial-oder Landes-