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hatten, und trat in den Privatstand zurück. Als aber bald daraufdie Bewohnervon Antiuin Rom angriffen, ward er zum Kriegkiribun ernannt, erhielt von sei-nen Collegen den Oberbefehl und nahm strenge Rache an den Feinden. SeinRuhm reizte die Eifersucht desManlius; der Senat, dadurch beunruhigt, wählteC. nochmals zum Kriegstribun. Manlius unterlag, aber das Volk, das anfangsbei seiner Hinrichtung gejauchzt hatte, fühlte bald Reue. Man beschloß, die Prä-nestürer, Bundesgenossen der Polster, anzugreifen; C. mußte ungeachtet feineshohen Alters den Oberbefehl übernehmen. Es schien ihm nicht thunlich, eineSchlacht zu wag>n ; da aber L. Furius, sein College, ihn drängte, auf den Feindloszugehcn, ließ er diesen eine Schlacht liefern und beschränkte sich auf die Füh-rung eines Rückhalts. Seine Erscheinung rettete den hartbedrängten FuriuS; amfolgenden Tage erfocht er, von diesem rühmlich unterstützt, einen vollständigen Wieg.Die Bewohner von Dusculum, gegen die er sofort aufbrach, unterwarfen sich ohneWiderstand und erlangten Roms verscherzte Freundschaft wieder. Zum viertenMale ward C. zum Dictator ernannt, als die von den DolkStribunen LieiniuS undSextiuS angestifteten Unruhen Besorgnisse erregten; er entsagte jedoch bald einerWürde, die er dies Mal gegen Römer und nicht gegen ihre Feinde anwenden sollte.Er war bereits 80 Jahre alt, als die Erscheinung eines neuen gallischen HeersRom in Schrecken sehte. Er übernahm nochmals dieDictatur, überfiel die Gal-lier, zerstreute sie gänzlich und erhielt die Ehre beS Triumphs. Da neue UnruhenauSgebrochen waren, legte C. seine Würde nicht eher nieder, als bis die Gährunggestillt war. Hierauf ließ er nebe» dem Capitol der Eintracht einen Tempel erbauen,trat von dem öffentlichen Schauplatze ab und starb bald nachher, 365 vor Chr.,von Rom betrauert, an der Pest.
Camisarden, diejenigen Reforinirten Frankreichs in denSevennen(s. d.), die sich zu Auf. des 18. Jahrh, dem gewaltthätig«?» Verfahren der königl.Befehlshaber widersetzten. Die Steuereinnehmer wurden von den Mißvergnügten,welche, um unerkannt zu bleiben, im bloßen Hemde erschienen — daherihrName—,bei Nackt überfallen, aus den Berten geholt und mit den Steuerrollen um den Halsaufgeheult. Die Regierung sandte Truppen, um diese Gewaltthätigkeiten zu be-strafen; aber ein gewisser Jean Cavalier , ein Bauer, den eine Wahrsagerin alsden Befreier Israels bezeichnet hatte, trat an die Spitze der Camisarden und wußtetheils durch sein unbegrenztes Ansehen bei seinen Anhängern, theils durch seine Ta-lente und seinen Muth den Maßregeln alter erfahrener Generale so kräftig zu be-gegnen , daß man den Weg der Unterhandlung vorzog. Der Marschall VillarSschloß einen Bei gleich mit Cavalier, worin die Foderungcn seiner Parkei im Ganzenzugestanden win den, und veiantge dessen Cavalier selbst als Oberster in kenigl.Dienste trat. Spätere Kränkungen bewogen ihn jedoch, Frankreich zu verlassen.Er ging nach England, wo die Königin Anna ihn anstellte. Voltaire, der ihn inLondon kennen lernte, gibt ihm die rühmlichsten Zeugnisse. Cavalier starb als Ge-neral und Gouverneur der Insel Jersey, zu Chelsea im Mai 1140. S. Memoi-ren des Krieges in den Wevennen haben einen R siigiä, Galli, zum Vers.
C a ni o c n s (Luis de), der berühmteste Dichter der Portugiesen, einervon den großen Männern, deren Verdienste erst die Nachwelt feierte, währendihr Zeitalter sie verhungern ließ. Er war zu Lissabon wahrscheinlich 1521 geb.,denn aus einem Verzeichnis der 1560 nach Ostindien schiffenden Personen erhellt,daßCamoens, damals 25 Jahr alt, sich zu dem Feldznge meldete. ^Sein Vater,Simon Vaz de Camoens, war Wchiffscapitain und kam durch Schiffbruch ander Küste von Goa 1556 um. C. siudirte zu Coimbra . In jenen Zeitenschätzte man nur die Nachahmung der Alten. C. war von der Geschichte sei-nes Landes, von den Sitten seiner Zeit begeistert; seine lyrischen Gedichte ge-hören, wie die Werke des Dante, Petrarca, Ariosto und Tasso, der unter Einfluß