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mit dem Grafen Aurlo gemeinschaftlich contrasignirk hatte, vors Parlament gcfo-dei t, das ihn jedoch freisprach. Jetzt lebt er von allen Geschäften zurückgezogen.
E a m p o - F o r m i o, Eastell bei (vielmehrVorstadtvon) Udine inFriaul,einer Provinz des östr. GuberniumS Venedig , merkwürdig durch den in der sssachtvom il.gusden 18. Oet. 1197 zwischen Ostreich und Frankreich , und zwar vonSeile» Östreichs von den Gesandten Cobenzl, Meerveldt, Degelmann und Mar-cbese di Gallo, von Seiten Frankreichs vom General Bonaparte unterzeichnetenFrieden. Die Unterhandlungen hatten zu Udine den 19. Mai begonnen undwurden abwechselnd hier und in dem Schlaffe Pafferiano , welches Donaparte be-wohnte, fortgesetzt. Östreich entschlaf; sich erst, als Bonaparte mit der Erneuerungdes Krieges drohte, zur Abtretung Mantuas. Hierauf ward der Friede an beidenOrten unterzeichnet, man datirte ihn aber von Campo -Formio, ,ohue sich dahinzu begeben, weil dieser Ort zwischen Udme und Pafferiano lag. Ostreich entsagteden Niederlanden, Mailand und Mankua. Die cisalpinische Republik ward ausMailand, Mamua, Modena, Bologna, Ferrara, Romagna und der venetiani-schen Terra strma am rechten User der Etsch gebildet. Die Republik Venedig ward getheilt. Ostreich erhielt Venedig, Istrien , Dalmaiien, die Mündungendes Caltaro und die Terra sirma des linke» Ufers der Etsch; Frankreich : die vene-lianischen ionischen Inseln und die venetianischen Besitzungen in Albanien . Wegendes Friedens mit dem deutschen Reiche sollte ein Congreß zu Rastadt gehalten wer-den. Durch geheime Artikel willigte der Kaiser in die theilweise oder gänzliche Ab-tretung des linken Rheinusers an Frankreich , wofür Ostreich -r^aftburg und einenTheil von Ba-ern am Inn bekommen sollte. Dem Herzog von Modena und andernFürsten, die Länderverlust erlitten, wurden Entschädigungen in Deutschland zu-gesichert. Bonaparte hatte diesen Frieden eigenmächtig abgeschlossen. Merkwür-dig ist seine Erklärung hierüber in s. „>lämoir,^ (Bd. 4) Ulm«: u» ,'»>>,!>> ,Ie,»>>„-iliolin," (London 1824, S. 242 fg.). Das Directorium war mit dem Tractateunzufrieden; spätere Ereigniss veranlaßten die zweite Eoalition gegen Frankreich 1798; darauf erklärte Frankreich an den König von Ungarn und Böhmen und anden Groscherzog von Toscana den Krieg, am 12. Mär; 1799. (L). Rastadt ,Luneville , Frieden zu, und Schöll'S,/l'ruitä,, <>e pulx", Bd. 5,).
C a m p o m a n e s (D. Pedro Rodriguez, Graf v.), Minister, Directorder von Philipp V. 1738 gestifk. königl. ?lkadcmie und Großkreuz des OrdensKarls III., geb. in Asiurien den 1. Juli 1723, nützte seinem Vaterlanke durchseine Talente und seine Gelebrsamkeit, durch seineerhabencnAnsichtenvoN'LtaatS-vci walrung und Politik, während seine Schriften durch ganz Europa seinen Rufverbreiteten und ihn unter die vorzüglichsten Schriftsteller seiner Nation stellten.Die Akademie der schönen Wissenschaften zu Paris ernannte ihn zu ihrem Eorre-spondenten, sowie die philosophische Gesellschaft zu Philadelphia, auf Franklin'SEmpfehlung, zu ihrem Mikgliede. Die spanischen -Lchriststeller erheben seineTalente, seine Rechtschaffenheit und seine Woblihätigkeit. C. hatte sich den Rufdes geschicktesten und uneigennützigsten RcchtSgelehrten von ganz Spanien er-worben, als Karl III. ihn 176,7 zum Fiscal des königl. und hohen Raths vonEastilien ernannte, auf dessen Befehl er „Oiseor^o solno <?l l»»>enlv da laindn.-Urü, pvzmlnr" (1774) und „Oi>iL>ni,n !U>l>rc! b> eclnoucüoii >ioz>ulur llc lo.-i.Irii^,,,,'-; V INI lnnwnto" (1775,i herausgab, worin er Alles abhandelt, was innerePolizei, Abgaben, Ackerbau, Manufaen reu und Handel betrifft. Den GrafenAranda unterstützte er bei dem schwierigen Unternehmen, die Jesuiten aus Spanien zu vertreiben. Auch harre er durch eine Abhandlung die Freigebung des Gerreide-handels bewirkt. Er suchte das Gauner - unk Bettlerwesen zu vernichten indemer über die Zigeuner schrieb und überhaupt Mittel an die Hand gab , wie man dieheimathlosen Müßiggänger nützlich gebrauchen könne. Bei dem Regierungsantritte