Caiidclaber
Canarienvögcl
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tig wütbeten. FünfEanarien sind unbewohnt. Das vorzüglichste Erzcugniß die-ser Eilande ist ein weißer und süßer Wein, der sogenannte E a» a rien sect;jährl. werde» ungefähr -10,000 Hhm ausgeführt, meistens nach Amerika und Eng-land; außerdem Weingeist, rohe Seide, Soda und Flüchte. Der Betrag der Aus-fuhr belauft sich auf 242,000 Piaster. Die canar. Inseln sind das Vaterland der
E a n a r i e n v ö g e l, zum Finkengeschlechte gehörend, ursprünglich mitweißlich - gelbem Gefieder und grünlichen Schwanz- und Schwungfedern, welcheFarbe durch Vermischung mit Stieglitzen, Hänflingen und Zeisigen viele Abände-rungen leidet (brinxilb, (-->».>> >.->, I..). Diese Vogel sind erst seit dem 15. Jahrh,in Europa bekannt, Jetzt werden sie aus Tirol, dem Schwarzwalde u. s. w.durch eigne Träger nach England, Rußland und insbesondere nach Konssanti-nopel gebracht. S. Leop. v. B uch's (s. d.) „Physikal. Beschreibung der ca-narischen Inseln", Berlin 1825, 4.
Eanaster, s. Taback.
§ a n d e l a b e r. Lichter und Kerzen nach unserer Art waren den Alten un-bekannt; ihre Stelle vertraten Fackeln, die zu Homer's Zeit ausschließlich im Ge-brauch gewesen zu sein scheinen, und Lampen, die bald an der Decke der Gemächermit Kettchcn aufgehängt, bald auf eignen leicht beweglichen Lampenrischchenü.) oder Lampenträgern (<'!>,><!«'!!,luu und Uiiixli liibi >) so aufgestelltwurden, daß sie zu den gewöhnlichen Geschäften bequem leuchteten. DieseLampen-träger, ursprünglich von Rohr mit einem oben befestigten Teller und unten einerScheibe, oder mit Füßen zum Feststelle», hießen bei den Griechen Lychnuchen;doch nur sehr uneigemlich entspricht das deutsche Wort Leuchter dem römischenso gebräuchlichen Namen Eankelaber. Griechische Künstler entwickelten in derAusschmückung dieser Lampenträger, deren reichste Form aber geflissentlich an denRohrstab erinnerte, von dem sie ausgegangen war, eine unendliche Mannigfaltig-keit der geschmackvollsten und stets sich überbietenden Verzierungen. Aus dem ein-fachen Robrstabe formte der griechischen Künstler erfindungsreicher Sinn bald säu-lenarkige Schäfte, die durch geschickte Vorkehrung verkürzt oder auscinanderge-schoben werden konnten; bald üppig aufschießende ÄkanthuSstaudcn, mit sich über-legenden Blättern, bald Stämme mit Epheu und Blume» umschlungen, die obenin zierlichen Vasen oder in Glockenblumen endeten (um die Lampe, oft wol nur umdas bloße Rauchwerk aufzunehmen , denen unken, oberhalb des Fußgestells, dasmeist Löwentatzen bilden, eine zierlich ausgearbeitete Scheibe entsprach. Die Bei-spiele zu den erwähnten Mustersormen findet man, außer mehren sehr berühmt ge-wordenen Eandelabern des britischen Museums und der Sammlung im Louvrezu Paris , vorzüglich im Vatican, wo ein eigner Gang ganz mit Eandelabern inMarmor ausgeschmückt ist. Noch größere Schlankheit fieß die Bronze zu, undbewunderungswürdige Überreste der Art, die Schäfte sehr häufig damascenirt,mit Silber eingelegt oder schillernd von der Mischung verschiedenartiger Metalle,sind aus Herculanum zu Tage gekommen. Vorzüglich berühmt in der alten Weltwaren die Eandelaberfabriken von Tarent und Ägina . Die Arbeiten der erster»zeichneten sich, nach PliniuS, durch Zusammensetzung und Proportion der Schäfteaus; die ägiuetischen durch Sauberkeit in der Ausführung des angebrachtenSchmuckes. Schon die Alten benutzten die so gefällige und sinnreiche Form derCandelaber, mit verständiger Berücksichtigung der Umgebung und Bestimmung,zu kolossalen plastischen Werken. Die Ähnlichkeit in Beziehung mit der besonders>»> AskulapSdienste vieldeutigen und geheiligten Fackel gab Denkmälern dieserForm eine noch bedeutsamere Würde. Das größte, das alle überbot, war derPharos am Hafeneingange von Alexandria . — Auf eine sehr geniale Art ward diesealte Form neuerer Zeit im christlichen Sinne ins Leben gerufen. An der Stelle,wo zu Anfange des 8. Jahrh, (um 721) die wahrscheinlich erste Kirche in Thüringen