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Inseln besetzten, stand sein Vater, Anton Maria v. C., an der Spitze der Abgeordne-ten, welche in Konstaiitinopel an den Unterhandlungen über den Vertrag von« 20.März 1800 Theil nahmen. Hierauf war er Vorstand der Regierung; der jungeGraf ordnete die Verwaltung auf einigen Inseln und wurde 26 I. alt Staarsse-cretair der Republik . Nachdem die Inseln, in Folge des tilsiter Friedens, 1807 vonFrankreich wieder abhängig geworden waren, trat der Vater in russ. Dienste, kehrte1811 nach Corfti zurück, wurde daselbst Senator und starb d. 17. April 1821, 80I. alt. Der Sohn war anfangs in den Bureaus des Grafen Rumjänzoff und hier-auf bei der russ. Gesandtschaft in Wien angestellt. 1813 führte er die diplomat. Ge-schäfte bei der Donauarmee, deren Oberbefehl Admiral Tschitschagoff übernahm.Als sich dieses Heer, nach dem Rückzüge der Franzosen , mit der großen russ. Armeevereinigte, verwaltete C. im Hauptquartiere unter den Augen des Kaisers dieselbenCorrespondenzgeschäfte und erwarb sich das Vertrauen seines Monarchen in einemsolchen Grade, daß er zu den wichtigsten Staatsverhandlungen gezogen und zumStaatslecretair in dem Deport, der auSwärt. Angelegenheiten ernannt wurde. Erward Großkreuz des Wladimir-, Ritter deü St.-Annen-, Großkreuz des k. östreich.Leopold - und des k. preuß. rothen AdlervrdenS. 1813 war er russ. Gesandter bei derSchweiz , unterhandelte mit dem ostr. Gesandten über die neuen Verhältnisse dieserRepublik und verfügte sich im Wept. 1814 als russ. Bevollmächtigter zum Congreßnach Wien, von wo ihn Napoleons Einfall 1815 inS Hauptquartier der Verbünde-ten nach Frankreich rief. Er unterzeichnete als k. russ. Bevollmächtigter den pariserVertrag vom 20.Nov. 1815 und kehrte mit seinem Monarchen nach Petersburg zu-rück, wo er von 1816—22 an den Geschäften des StaatSraths thätig Antheil nahm.Bekannt sind seine Bemühungen für die Wiederherstellung der Republik der ionischenInseln, für die Aufrechterhaltung der S taatSreligion in Rußland gegen die UmtriebederIesuiwn und für die Befreiung der Griechen von dem türkischen Joche. Als aberRußland den Aufstand der Griechen mißbilligte, und Stroganoff (s. d.) vonseinem Gesandtschaftsposten in Konstantinopel abging, trat auch Graf T. 1822 vonden Geschäften zurück und privatisiere in Deutschland und der Schweiz , meistens zuGenf . Er ließ junge Griechen erziehen und unterstützte die Sache der Griechen aufdas Edelste, indem er sich selbst die größte Sparsamkeit auflegte. 1827 ernanntenihn die Griechen zum Präsidenten ihrerRegierung, worauferden 12. Juli seine Ent-lassung aus russ. Diensten erhielt und d. 22. Jan. 1828 sein hohes Amt in Ägina antrat. (W. Griechenaufstand.)
C a p o n n i >- r e, in den Festungen ein gegen das feindliche Feuer von der Seiteoder auch von oben gedeckter, zu Verbindung zweier Werke oder zu Festhaltung ei-nes wichtige» Punktes dienender Platz; besonders 1) ein durch zwei glacisähnlicheBrustwehren geschützter Gang, der durch den trockenen Graben von einem Festungs-werke zum andern, z. B. vom Hauptwalle zum Ravelin führt; ist nur von einerSeite Gefahr m besorge» und daher nur Eine Brustwehr da, so ist diese eine halbeCaponnüre; ist oben eine Bedeckung vonFaschinen oder Holz vorhanden, ein Cossre,doch wird der letztere Begriffmit der Caponniöre häufig verwechselt; 2) kleine Block-häuser >m bedeckten Wege, sehr geschickt zu dessen Vertheidigung. Coehorn legteähnliche, jedoch minder zweckmäßige Einrichtungen unter dem GlaciS an, undScharnhorst will dergleichen unter dem Namen Feldcaponnieren auch in denauSspringenden Winkeln der Feldschanze anbringen. 32.
Capri, kleine Insel am Eingänge des Golfs von Neapel, besteht aus 2 Kalk-bergcn und einem gut angebauten Thale . Öl- u. Weinbau, Wachtelfang «.Fische-rei beschäftigen die 3000 E. derselben. In der Stadt Capri ist eine SchifffahrtS-schule. Der Ertrag des Wachtelfangs gehört dem Bischof von C. Durch eine Fel-senwand ist von C. getrennt An acapri, 1600F. hoch <mit3500E.), wohin nianauf einer Felsentreppe von 522 Stufen von dem untern Theile der Insel gelangt.
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