Cerracten
Caraman
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könig von Sicilien ernannt und starb 1789 in Palermo . — Francisco Ca-raccioli (o), Bruder des Herzogs von Roecaromana, ein verdienstvoller »eapolit.Admiral, gab 1793 bei Toulon , als Befehlshaber der neapolit. Schiffe, Beweisevon Unerschrockenheit und Erfahrung ; 1798 führte er die neapolita». Kriegsschiffenach Palermo , wahrend derzeitig sich auf cngl. Schiffen durch Nelson dahin fuh-ren liest. Der Hof behandelte den braven, talentvollen §. mit Verachtung und gabihm zu verstehen, er mochte nach Neapel zurückgehen. Dies that er und dienteder partheuopeischen Republik, indem er mir wenig Schiffen einen Landungsvei suchder sieilisch-engl. Flotte abschlug. Als Ruffo Neapel 1799 einnahm, ward C.capitulationswidrig verhaftet und von der Junta, der Speziale (f. d.) vorstand,zum Tode verurrheilt, an den Mastbaum seiner Fregatte gehangen und ins Meergeworfen. Sei» Tod ist ein Flecken in Nelson'S Ruhm.
Caractcn, Masken, die nicht im Domino, sondern in nachgeahmter ge-wöhnlicher Kleidung gewisser Stande erscheinen. Zu der Conversation werten siehäufig Charaktermasken genannt.
Carafa oder Caraffa (Michael), einer der beliebtesten feststehenden ital.Tonsester, geb. 1787 zu Neapel , von bürgerst. Herkunft, studirte unter Fenaroliam neapol. Conservatorium und benutzteCherubini bei seinem Aufenthalte in Paris .Er hat angenehme und eigne Melodie, ist aber, leider, in die Nachahmung Ros-siui's verfallen. Unter seinen Opern hat die (>,,<in „6-il,viele ,le Vc> ^" ammeisten Beifall gefunden. Mir Barbaja war er auch in Wien 1823 und führtedort seinen „,1l>»l,.," auf. Er ist ei» vortrefflicher Lietercomponist.
Caraffa, ein großes neapolira». Haus, das viele Sraatsmänncruud Feld-herren zählt. Der k. k. ostrcich. Feldmarschall AntonC. ward den Ungarn verhaßtdurch seine Grausamkeit, als Vorstand des Blmgerichts zu Epcries 1687. (E. T ö-köly.) Er eroberte Munkacs und Belgrad und starb zu Wien 6. März 1693.
Caraibische Inseln, so heißen die kleinen Antillen von ihren Urbe-wohnern, denCaraibcn, dieausiVordamerika, in der Nähe von Florida , durchinnerliche Kriege vertrieben, auf diese Inseln und auch nach Guiana in Südamerika wanderten, wo sie, durch stüchtige Negersklaven verstärkt, noch inFreiheit und öf-ters iiii Kriege mit den curop. Colonisten leben. Von den Inseln wurden sie im18. Jahrh, meistens verdrängtz nur auf St. - Vincent fand nian vor wenig Jahrennoch 100 und aufDominieo 30 Familien von rothen Caraibcn ; ihre Farbe ist oli-venbraun; sie bemale» sich aber mit Orlean, nm sich gegen Insektenstiche zu sichern.Sie sind tapfer und leben ohne Verfassung. 'Auf der Insel St.-Dineent sind auchschwarze Caraiben(oderZambosgenannt, ungefähr 1000 Familien) auöeiner Ver-mischung von Negersklaven mit caraibische» Weibern entstanden. Sie sind braun-schwarz und haben sich, aller Anstrengung der Engländer ungeachtet, mit Gewaltder Waffe» im freien Besitz ihres Antheils an der Insel erhalten, Das caraibischeMeer grenzt im 9). und O. an die Antillen, in S. an das feste Land von Amerika ,wo der Golf von Venezuela ist.
Caraiten oder Caräer, s. Karaiten.
Caraman (Victor Riquet, Graf v.), Chef dieser alten und durch ihre»Antheil an dem Bau des languedoker Canals berühmte» Familie, emigrirte 1791und wurde schon damals von den franz. Prinzen zu diplomatischen Missionen ge-braucht. Nach der Restauration wurde er im Sept. 1814 als Ambaffadeur anden berliner Hof gesandt und nach der zweiten Restauration von Ludwig XVIII.zum Pair ernannt. Im Juni 1816 ging er mit gleichein Range an den kaiserl.bstr. Hof, nachdem der König von Ppeußen ihn» noch den rothen Adlerorden ersterClasse überschickt hatte. — Sein zweiter Bruder, Franeois Joseph, geb.1771, hat als Erbe seiner! Onkels, des Prinzen v. Chimay, diesen Titel nachdessen Tode angenommen. Vor drr Revolution war er Ofsicier im Regiment