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Zweiter Band. Bo bis C.
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454 CaraScosa Caravaggio

NoailleS Dragoner. 1815 wurde er vom Deport, der Ardennen in die Kammerder Deputirten ernannt, wo er mit der Opposition stimmte. 1805 heirathete erdie ehemalige Mad. Tallien. (S.CHimav, Prinzessin von.)

CaraScosa (Michele, Baron). Dieser in der neuern Geschichte Neapels merkwürdig gewordene General, geb. i» Wicilien, dankte seine Erhebung sich selbst.Er hielt sich zur republik. Partei, als K. Ferdinand wegen des Vordringens derfranz. Heere sich nach Ticilien begab, und nach des Generals Mack Niederlage(1598) in Neapel die sogen, parthenopeische Republik proclamirt wurde. Bald ge-lang es den Royalisten, die Cardinal Ruffo anführte, sich der Hauptstadt wieder zubemächtigen, und C. entging der fast allgemeinen Achtung aller im Castell d'Uovocapitulirendcn Anhänger und Beamten der damaligen republik . Regierung. Als dieFranzosen 1806 wiederum in Neapel einrückten, wurde C. BaraillonSchef im er-sten Linien-Infanterieregimente, das Joseph Bonaparte errichtete, unter dessenFahnen er in Spanien sich auszeichnete. Nach seiner Rückkebr erhob ihn Joachim (Murat) von einem Milikairgrate zum andern: 181t befehligte er eine Truppeii-division, die mit den Östreichern gegen die Franzosen im Felde stand. Gegen dieDstreicher führte er 1815 eine Division des neapolit. Heeres und unterzeichnete mitandern neapol. Generalen die Militairconvemion von Casalanza, vermöge derendie neapol. Armee die Waffen niederlegte. Als die Militairinsurrection in einemTheile des Heeres von Neapel im Juli 1820 ausbrach, befehligte er als Kriegs-minister denjenigen Tyeil der Truppen, der zur Dämpfung der Insurrection be-stimmt war, und rückte damit bis an die Grenze der Terra di Lavoro vor. Weiler aber mit den vom Könige noch nicht abgefallenen Truppen den Gegner anzugrei-fen Zögerte, brach auch unter seinen Truppen die Insurrection aus. Später nahmer an der Revolution Antheil, als der Konig die neuen consiitutionnellen Grund-sätze gebilligt zu haben schien. Bei der Invasion der östr. Armee erhielt C. ein be-deutendes Commando und sollte damit die Straße von Terracina auf Neapel decken. (W. Abruzzen, Neapol. Revolution, und Pepe.) Allein dieüber Sulmona vordringenden östreicher hatten ihn umgangen, und sein Heer zer-streute sich. Er sollte als einer der Hauptbegünstiger der neapol. Revolution ver-haftet werden, als er sich nach Barcelona flüchtete. Er lebt jetzt in England alsVerbannter und schrieb: „>l,-n>. bist., z>»!ii. <-t ,n!l,t. *»> si> rövolut. cku >ov.cke A.iples en 1820" (Lond. 1823), die histor. militair. Werth haben.

Caravaggio (Michel Angelo Amerighi oder Morigi, genannt MichelAngelo da), ein berühmter Maler, geb. zu Caravaggio im Mailändifchen 1569,war anfänglich Maurergeselle, legte sich auf das Studium der Malerei, studirte inMailand und Venedig und ging dann nach Rom , wo er Aufsehen erregte. Mankann ihn als den Erfinder einer Manier ansehen, die eine Menge Nachahmer fand.Mit der Kraft und Wahrheit des Halbdunkels verbindet er die des Colorics, unddies charakterisier ihn. Um die Wirkung hervorzubringen, beleuchtete er die Ge-genstände gern von oben mit geraden Lichtern. Er gab der Natur, welche er nach-ahmte, breite und kräftige Schattenmasscn, wodurch das Licht sehr gehoben undeine große Wirkung hervorgebracht wird. Zu diesem Behufe ließ er das Licht vonoben in seine Werkstatt fallen und die Mauern derselben schwarz anstreichen. ImNackten war er Meister. Weine Fehler sind nicht zu verkennen. Einseitige undsklavische Nachahmung der Natur war sein höchstes Ziel. Er ahnete nicht, wel-chen Ruhm ein Meister erwirbt, der mit Nachahmung der Natur Hoheit der Ideenund eine verständige Anordnung zu verbinden weiß. Hannibal Caracci und Do-menichino glänzten vielleicht bei ihren Lebzeiten weniger als C., aber »ach ihren»Tode erhielten sie einen ausgezeichneter!» Platz, weil sie, ohne das Colvrit und dasStudium der Natur zu vernachlässigen, nach Richtigkeit der Zeichnung und Erha-benheit der Gedanken strebten. Er war ein sehr leidenschaftlicher Mensch und starb