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Zweiter Band. Bo bis C.
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Carbonari

Caravaggio

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schon 1609. Die Maler, die ihm am meisten nachgeahmt haben, sind Manfredi,Valennn und Ribewa mit dem Beinamen Espagnoler.

Caravaggio , s. Taldara.

C a r a v a n e » (ein persisches Wort), große Reisegesellschaften in der Levante und in Afrika , die sich, um vor Räuber» gesichert zu sei», zusammenbegeben undHaupts,chlich die Handlung oder Pilze,fahrten zur Absicht haben. Line solche Ge-sellschaft hat oft mehr als lOOOKameele bei sich, welche das Gepäck und die Waa-ren tragen und welche einzeln hinter einander gehen, sotaß ein solcher Zug biswei-len eine Meile lang ist. Sie reisen der Hitze wegen meist sehr früh. Da jederMohammedaner in seinem Leben wenigstens ein Mal das Grab Mohammed s be-suchen muß, so gehe» jährlich von mehren Sammelplätzen Caravanen nach Mekka .Der Aiisilkrer einer solchen Mekkacaravane, der einiges Geschütz zur Bedeckungmit sich fuhrt, wird Emir Adge genannt. HandlungScaravanen erwählen sichaus ihrer Mute einen Oberbefehlshaber, welchen sie Caravan-Baschi nennen. —Caravanenthee, s. Thee.

E a ia v a » se r a i s, im Orient, eine Art von Gasthäusern, welche aufallen Landstraßen und in Gegenden, wo in einer beträchtlichen Strecke keine Städteund Dörfer gefunden werden, angelegt sind, um den Reisenden ein Obdach zu ge-währen. Sie sind zum Theil prachtvoll erbaut, enthalten aber gewöhnlich keinHauSgeräth, daher der Reisende Bett und Teppich mitbringen muß. In vielengeschieht die Aufnahme unentgeltlich.

Carbonari (.Köhler), der Name einer politischen, weit ausgebreiteten,geheimen Gesellschaft in Italien . Nach den „älemoiis nk tlw »ecieu .«woielwL

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jftu.,1 „wiiu-i.'i ipt" (Lond. 1821) ist die Carbonaria 1818 aus ihrer frühern Ver-borgenheit hervorgetreten. Sie hat Instruktionen, Katechismen der verschiedenenGrade, Statuten, Rituale u. dgl. drucken lassen, welche aber nur die eine Seiteder -Lache, nicht das geheime Spiel der Obern und den eigentlichen Geist des Gan-zen darstellen. Lie haben eine märchenhafte Tradition, nach welcher sie vom Kö-nig Franz I. von Frankreich gestiftet wären, weshalb sie bei ihren Festen auch dessenGesundheit trinken. Sie mit den Unruhen, welche zu Anfang des 16. Jahrh,unter den deutschen Bauern ausbrachen, oder gar mit den berüchtigten Forst-ordnungen der normannischen Könige Englands in Zusammenhang zu bringen, istfreilich sehr gewagt; wenn man aber, da sich Loch ihr Alter nicht bestreiken laßt, an-nehmen konnte, daß sie ei» Zweig der Waldenser wären, so würde sich ihr religiöserCharakter, welcher auf evangelische Reinheit der christlichen Lehre und Verwerfungder Tradition gerichtet sein soll, sehr wohl erklären lassen. Nach Botta'S „UG.ck'Ii-ilie" ßüchteten sich unter Joachims Herrschaft die Republikaner in die unzu-gänglichen Schluchten der Abruzzen, von gleichem Hasse gegen die Franzosen wiegegen Ferdinand erfüllt. Sie schlössen einen geheimen Bund und nannten sichKöhler. Ihr Haupt, Capobianco, besaß große Rednergaben. Ihren Zweckdrückten sie aus durch den Ruf: „Rache des durch den Wolf erdrückten Lammes!"Ferdinand und Karoline suchten ihren Beistand gegen die Franzose». Prinz Mo-literni, im Herzen selbst Republikaner, ward deßhalb an sie gesandt. Auch GrafOrloff schreibt (in s. Werke über Neapel ) die Ltiftung oder neue Belebung derCarbonari der Königin Karoline von Sicilien zu; Andre behaupten, der vorma-lige Polize minister Maghella habe dieser Verbindung ihre jetzige Bedeutung gege-ben. Mcg Hella, ein geborener Genueser, wurde zur Zeit der ligurischen Re-publik Polizeiminister, nach ibrer Vereinigung mit Frankreich Director der Ta-backsregie. Als Murat den Thron von Neapel bestieg, wurde er von demselbenin dem Pclizeimjnisierium angestellt und nach Saliceni'S Abgang selbst Minister.Sein ganz'S Streben war aber immer auf die Einheit und Unabhängigkeit des ge-