Cariati
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Carga
Menschen), oder sie wird als die Vereinigung der drei erstem angesehen. Übrigensscheint diese Eintheilung schon den altern Pyrbagoräern eigen zu sein. Aristoteles theilte dieselben noch weiter ein. Auch die Stoiker behandelten ihre Moral nach die-ser Eintheilung, und Cicero führt in seinen Pflichten dieselben aus. Plotin und mehreNeuplaioniker theilten die Tugenden m 4 Classen: bürgerliche oder politische, philoso-phische oder reinigende, religiöse, und endlich göttliche oder Mustertugendcn, welcheEmrheilung mir seiner übrigen Philosoph. 'Ansicht zusammenhängt. Jene I Cardi-naltugenden nun gingen, zufolge ter Autorüät jener allen Philosophen, auch in diechristl. Moral über. Einige fügten ihnen noch die 3 sogenannte» christl. Tugenden:Glaube, Liebe und Hoffnung, dei, und nannte» jene die philosopbischen. BildendeKünstler suchten sie zu versinnlichen, und die alten deutschen Dichter sangen:
Vier find der Angel Tiigeut,
Damit geziert wird die Jugend.
In den neuern Zeiten hat man diese Eimheilung zur Behandlung der speciellen Tu-gendlehre unbrauchbar gefunden, und um sie richtig zu beurtheilen, muß man sich anden Begriff halten, welchen die 'Alten mit den Worten oder vi, ,>>>, verbanden.
Carga, das Verzeichnis; der Kaufmannsgüter, die in ein Schiff geladenwerden, auch zuweilen die Ladung selbst.— Cargador, ein Mäkler, der für einenSchiffer Ladung sucht, ihm auch die Ankunft geladener Waaren anzeigt. — Cargo,der Geschäftsmann, welcher von den Eigenthümern der Ladung angenommen wird,um die Leitung des Verkaufs der ursprünglichen Ladung und die Einnehiiiung derneuen Ladung am Orte der Bestimmung des Schiffes zu führen; daher Super-cargo, Untercargo.— Carzaisou, eine Schiffsladung, die ein Kaufmannin fremde Länder schickt, um sie zu verkaufen.
Cariati , Prinz, ein neapolitanischer Diplomat, stammt aus dem altenneapolitanischen Geschlechte der Fuscaldo und begann unter Joseph und Joachimin der neapolitanischen Marine seinen Staatsdienst. Joachim ernannte ihn zumObersten und Generaladjukanten, stellte ihn hernach beim Hofstaat als Ceremo-nienmeister und in der Armee als Markchal de Camp an. Mit dem Herzog vonCampochiaro negocnrte er im März 1815 beim wiener Congreffe die Anerkennungdes KönigS Joachim, bis die Kriegserklärung des Generals Filangicri an denöstreich. Feldmarschall Dellegarde Veranlassung wurde, daß der Prinz CariatiWien verlasse» mußte. Ehe dieser über Ancona , wo er anlandete, zu Joachimgelangen konnte, war Murat'S Regierung schon durch die Siege der Östreieheraufgelöst worden, und der Prinz, der in Wien für seinen Souverän; eine Vergröße-rung seiner Staaten negociirt hatte, unterhandelte sofort nach seiner Rückkebr beidem Commodore Campbell für Murat'S Gemahlin eine sichere Überfahrt aus Nea-pel nach Trief! und für Neapal eine schnelle Besitznahme durch die östreich. Truppen,um die Lazzaroni von derPlünderung abzuhalten. König Ferdinand ließ 1815 demPrinzen den Grad eines Markchal deCanip. Im Monat Juli 1820 übertrug ibmdie Regierung, unter deni Befehl des Kriegsministers, General Nugent, dasCom-mando der wider die Aufrührer in die Provinz Avellino gesandten Truppen. Gen.Nugent wagte aber nicht mehr denAngriff auf die Insurgenten, welche er zu starkfand, sondern wollte erst eine Verstärkung ansichziehen und des Königs letzte Befehleerwarten. Als er zurückkehrte, fand er schon die ganze Provinz im Aufruhr, und dieRevolution war damals entschieden. Ungern nahm Prinz Cariati die Mission nachParis an. umdortNamenS seinesKönigS diplomatisch zu erklären, daß derselbe diespanische Constitution freiwillig angenommen habe. Eine zweite Sendung ertheilteihm sein Hof an den Congreß zu Laibach. Ehe er dahin gelangte, erlangte er nur eineAudienz beim Fürsten Metternich, der ihm erklärte, daß sein Hof, wie später ein öst-reick.diploniat.Circular näher kund that, die Revolution in Neapel nicht anerkennenwerde. Er kehrte nun in s.Vaterland zurück und hat sich seitdem nach England begeben.