Cariner
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Hauptstamm machen die beschuheten Observanten nach der im 15. Jahrh, aufsneue gemilderten Regel aus, zu denen die von der strengen Observanz in Frank-reich und Italien , und die 1402 von dem General Serekh gestiftete» Caiinelire-rinnen gehören. Sie hatte» ini 18. Jahrh. 38 Provinzen in der kath. Christen-heit und nach ihrer eignen sehr übertriebenen Angabe 5050 Klöster mit 180,000Religiösen beiderlei Geschlechts. 2) Die 1133 von den Observanten geschiedeneund durch weifie und runde Hure ausgezeichnete Congreganon von Mantua mit45 Mönchs- und wenigen Frauenklöstern. 3) Die Barfüßer und Barfüßerinnenoder Theresianerinnen in Spanien , welche, 1502 von der b. Theresia gestiftet,1503 von den Observanten unabhängig wurden und im 18. Jahrh, zu 6 Provin-zen mit über 2000 , meist weiblichen, Religiösen angewachsen waren. 4) DieBarfüßer in Italien , welche sich 1000 von den spanischen trennten und im 18.Jahrh. 15 Provinzen in Italien, Frankreich, Deutschland, Flandern, Polen undAsien mit 8000 Mönchen und Nonnen hatten. Ihnen gehörte die h. MariaMagdalena von Pazzi an. Diese beiden Barfüßercongregationen folgen derältesten strengen Regel mit neuen Verschärfungen, z. B. Fasten, stillschweigen,lind unterhalten in jeder Provinz eine Einsiedelei zur Übung in der vollkommener»Ereniitenheiligkeit. Fast in keinem Orden wurden die «Lelbstpeinigungcn undunerhörteil Proben des blinden Gehorsams gegen die Obern weiter getrieben alsbei kiesen Barfüßern, welche darum auch die AuSerwählten unter den Carmeliternzu sei» glauben. Jede dieser 4 Körperschaften hat ihren eignen, unmittelbarvom Papste abhängigen General. Nur einige Klöster der Cameliterümen stehenunter den Bischöfen. Die Barfüßerinnen in Frankreich hatten seit 1061 ihre»eignen selbst erwählten Obern. Die Vorrechte der Bettelorden und den 1285eingeführten Gebrauch des ScapulierS II. L. Fr., welches 6 Zoll breit über Brustund Rucken herabhängt und von grauer Wolle zu sein pflegt, haben alle Carme-liter mit einander gemein. Sie schreibe» diesem Scapulier wundervolle, beseligendeKräfte zu, und errichteten ihm zu Ehren eine Scapulierbrüderschaft, der diejenigenLaien angehören, die es tragen und den Orden vor andern begünstigen. Im glei-che» Verhältnisse zu den Carmelitern steht die Erzbrüderschaft II. L. Fr. von» BergeCarmcl Zu Rom . Am engsten ist ihnen ihr dritter Orden verbunden, der 1456entstand und sehr leichte Regeln beobachtet. Die Glieder desselben sind, wie dieTertiarier andrer Orden, zu gewissen Fasten, Gebeten und zum Gehorsam gegenden General der Congregatio» verbunden, zu der sie sich halten. Der von Hein-rich I V. in Frankreich errichtete Ritterorden U. L. Fr. vom Berge Carmel und desheil. Lazarus hing mit den Carmelitern nur durch den Namen zusammen. Da dieLebensart dieser Letzter» jede gemeinnützige Thätigkeit ausschloß, so wurde ihnen beiden Maßregeln der Regierungen gegen die müßigen Orden die Annahme von No-vizen untersagt, und nur in Spanien, Portugal, Sicilien und Amerika haben sie sichbis jetzt unverändert erhalten. In Paris , wo die vornehmen Damen ihre Buß-übungen sonst am liebsten bei den Carmeliterinnen anstellten, besteht seit 1815 wie-der ein Frauenklostcr dieses Ordens unter höchstem Schuhe. Das gegenwärtigeSchicksal der Mission in Persien , welche die italienischen Barfüßer unternommenhatten, ist unbekannt. b>
Ca rmer (Johann Heinrich Kasimir, Gras voss, k. preuß. Großkanzler,Iustizminister, k. Commissair bei der pommerschen, ofl- und wesipreuß. Land-schaft in Berlin , Ritter des schwarzen Adlerordens :c., hat sich durch seine Ver-dienste um die preuß. Rechtsverfassung unsterblich gemacht. Er ward d. 29. Der.1521 in der Grafschaft Sponheim geboren, trat nach vollendeten Studien in preuß.Staatsdienste, ward bald von Friedrich dem Großen bemerkt und bis zum Groß-kanzler und WtaatS- und Iustizminister erhoben. Thätigkeit, Festigkeit, Umsichtin den Geschäften und ein hoher Gerechtigkeitssinn bezeichneten seine AmtSverwal-