Carnot
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nahm abei- anfangs nur an den militainschen Angelegenheiten Theil. Auf seinenVorschlag wurden die adeligen Bfficicre verabschiedet und bürgerliche angestellt.Als Mitglied des Convents stimmte er für Ludwigs Tod, ward darauf im Märzzur Nordarmee gesandt, wo er aus dem Schlachtselde den feigen General Gracienabsetzte, sich selbst an die Spitze des Heeres stellte und die Fcmkc.zurücktricb. Beiseiner Rückkehr in den Convent ward er Mitglied des Wohlfahrtsausschusses.Jetzt »ahm C.'S großer Einfluß auf die militairischen Unternehmungen seinen An-fang. Im Besitze aller Plane, welche in den Archiven Ludwigs XIV. niedergelegtwaren, leitete er die stanz. Heere, und es ist nicht zu leugnen, daß seine Anord-nungen zu ihren Siegen beigetragen haben. Er ward nach Robespierre's Sturzmehrmals angeklagt, aber immer ireigesprochen. Bei der Errichtung des Di-recroriuniS, 1195, ward C. Mitglied desselben und erhielt einige Zeit einen ziem-lichen Einfluß; er ließ sich aber von Barras die Leitung des Ki iegsministeriumsnehmen und ward seitdem sei» Gegner. Lei» Plan, Barras zu stui zen, mißlang,und er wurde, nebst Ander», am 18. Fructidor (1. Sept. 1791) zur Deporta-tion verurtheilt. Er floh nach Deukschland und gab eine Rechlserkigungsschriftheraus, die in Paris mit Begierde gelesen wurde und durch die Ansteckung dorSchändlichkeiten seiner ehemaligen College» den Sturz derselben am 50. Prairial(18. Juni 1199) beförderte. Nach dem 18. Brumaire wurde C. zurückberufenund zum Musterinspector (In^mcwur licvueI, und 2 Monate darauf,April 1800, zum Kriegsminister ernannt. Er zog sich zwar bald in den Schoßseiner Familie zurück, ward jedoch den 9. März 1802 zum Tribunat berufen.Dieselbe Unbeugsamkeit der Grundsätze, welche ihn zeither ausgezeichnet, verleug-nete er auch hier nicht; er trat mehre Male den Absichten der Regierung entgegen,stimmte als der Einzige gegen das lebenslängliche Consulat und erhob sich haupt-sächlich gegen den Vorschlag derKaiferwürde. Dennoch blieb er im Tribunat biszu dessen Aufhebung, lebte nachher 1 Jahre als Privatmann und gab mehre ge-haltvolle milirairische Werke heraus. 1811 übertrug ihm Napoleon den Bber-befehl in Antwerpen . Er verband die tapferste Vertheidigung mit der sorgfältigstenSchonung der Stadt, die er hernach, aufBefehl Ludwigs X VI>< , dem englische»Gen. Grabam übergab. Er behielt zwar seine Titel und Würden, konnte aber,als ein bedeutender und strenger Republikaner, die Gunst des Hofes nie erlangen,und zwar »m so weniger, als er in einer Denkschrift an den König das herrschende«Lvstem offen lind heftig tadelte, weshalb er auch bei der neuen Zinrichtiing derAkademie der Wissenschaften Übergängen ward, Als Napoleon 1815 wieder dieZügel der Regierung faßte, machte er C. zum Grasen und Pair des Reichs unddrang ihm das Ministerium des Innern auf. §. verwaltete diesen schwierigen Po-sten Mit seiner gewohnten Rechckichkeit. Nach des Kaisers zweitem iL kurze warder Mitglied der provisorischen Regierung von Frankreich und war hernach der Ein-zige von den Mitglieder» derselben, welche in die Verordnung vom 21. Juli be-griffen wurde». Er ging zuerst nach Cernen, wo er sich mit politischer Schrist-stellerei beschäftigte, dann 1815 Mit seiner Familie nach Warschau , von da abernach Magdeburg , wo er den 3. Aug. 1823 starb. S. die ,,<ä>,r>I>. >l>-1'>>i(>iug,. <ä>,i>r>i. ,»->>>l. w>i 100 jr»ir-i" (Par. 1819) und „Carnot's
Lebew- von Körte. Die Gebrüder Baudouin in Paris , die den Besitz aller Hand-schriften C.'S erworben haben, gaben 1821 „äl<u>i.l>islor. e» inilimire-i >.nr (ä,r-
nnl. > ckäi^ri'8 innnu^ri > i>., enirukp. »nullte et .^05 l ei lii» nie.
;>^r heraus, die man als C.x Memoiren ansehen kann. Unter C.'S
Schrifte» nennen wir s. „bXs.ui -mr !,>> >»nein.ssle-llexinini sur In ine-
wphv.chgue ckei ealeul inlinite-nm.'ipI „dnir la Aeometiie ele poinlloii"; „Ue