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und zwei zusammen und stürzte sie unter Säbelhieben und Dayonnetstichen insLLasser. Die Henker belustigten sich, je einen Jüngling und ein Mädchen zu-sammenzubinden, und gaben diesen d>c>.v->>l«« den Namen republikanische Hoch-zeiten. Außerdem wurden in den Steinbrüchen von Gigan täglich 500 und mehrbefangene erschossen. Länger als einen Monat dauerte dieses Wüthen; manrechnet, daß 15,000 Menschen dadurch umkamen. Die User der Loire waren mitLeichen bedeckt, und das Wasser des Flusses so verdorben, daß man verbot, es zutrinken. Einige Monate vor RobeSpierre'S Sturz ward C. zurückberufen. Der8. Thermidor (27. Juli 1794) traf auch ihn. Er wurde vor das Revolutions-tribunal gestellt, welches ihn am 18. Dec. 1794 zum Tode veruriheilte.
Carro (Giovanni di), ein Arzt aus Mailand, der sich in Wien niederließ,ist berühmt durch seinen Eifer für Verbreitung der Schuhpockenimpfung inDeutschland, Polen, Ungarn und Rußland . Selbst die Dorurtheile der Türkenwußte er zu überwinden, indem er 1800 dem Lord Elgin Impfstoff nach Kon-stantinopel sendete, nebst einem ins Türkische übersehten Auszuge seines Werksüber die Impfung. Alle Versuche der Engländer, in Indien die Impfung zuvollziehen, waren bisher mißglückt, weil minier der Impfstoff auf dem Wegeverdorben war; C.'S Vorsicht wußte dem 1). Harford zu Bagdad Materie vonlombardischen Kühen zu verschaffen, welche ihre ganze Stärke behielt, und diesertLendung verdankt Indien die Wohlthat der Kuhpockenimpfung, welche die Indier,als von der geheiligten Kuh abstammend, unter dem Namen Amurtum (Unsterb-lichkeit) genießen. C.'S „Olixri v:>tl»ux <_-l ience; nur lu x-u-rliunlo,,,
:>vro uuc ,,si>>>>-l><- colorlü,-" (Wien 1801 u. 1802) und seine „Versuche überden Ursprung der Kuhpockenmaterie von Z. I.Loy, aus dem Engl. übers." (Wien 1802) sind geschaht. In der „I!Uckn,tlW<,»<- InlNin, >!>,>,«:" finden sich merkwür-dige Briefe von ihm, vorzüglich der vom 27. Aug. 1803 über die antipestilenziali-sche Kraft der Kuhpockenmaterie.
Carrousel, ein Ritterspiel, das zu Wagen oder zu Pferde, in Wettfah-ren, Ringelrennen ic. angestellt wird und ein Überbleibsel der alten Turniere ist.Dergleichen Spiele werden zuweilen an fürsil. Höfen mit vielem Aufwande gege-ben, und die Sieger dabei von den Damen festlich bekränzt. Auf Reitbahnenwerden von den Schülern ebenfalls Carrousels gehalten. Eine Nachahmung derCarrousels durch mechanische Vorrichtungen findet man häufig in Lustgärten undan öffentlichen Orten. Vgl. Ringelrenne».)
Carstens (Asmus Jakob), ein ausgezeichneter Maler, geb. zu St.-Iür-gen bei Schleswig 1754, starb zu Rom 1798. Seine große Neigung zum Ma-len und Zeichnen ward vermehrt durch die Ansicht der Gemälde von OvenS. Be-gierig, die Werke andrer Meister, welche er nur dem Namen nach kannte, zusehen,verließ er das Haus eines Kaufmanns, wo er die Handlung erlernen sollte, undging nach Kopenhagen . Die Gemälde und Statuen, welche er hier sah, machtenden lebhaftesten Eindruck auf ihn. Sein erstes Bild war der Tod des AschyluS;es verschaffte ihm die Unterstützung des Grafen Moltke. Dennoch sah sich C. ge-nötbigt, Portraits zu malen, um seinen Unterhalt zu gewinnen. Er wurde unterdie Zöglinge der Akademie aufgenommen. 1783 machte er sich nach Rom auf denWeg. Er verweilte zu Mantua und zu Mailand ; allein ohne Schutz und Hülfs-mittel, ebne selbst die Sprache zu verstehen, sah er sich genöthigt, nach Deutsch-land zurückzukehren. Über Zürich , wo er Lavater und Geßner sah, kam er endlichnach Lübeck , wo er fast 5 Jahre vor» Portraitiren lebte. Seine Reise war indeßnicht unnütz gewesen. Er hatte die Schweiz und Werke von Giulio Romans undLeonards da Vinci gesehen, und war mit vielen neuen Ideen bereichert worden.Durch Overbeck ward ein reicher Liebhaber auf ihn aufmerksam gemacht, der ihnin den Stand setzte, sich nach Berlin zu begeben. Hier lebte C. fast unbekannt,