Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Cäsar

von dem glücklichen Gedächtniß und dem treffenden Urtheil dieses ProteuS, dessenKraft freilich in dem vielbewegten Leben der Welt einheimischer war als in der Lite-ratur. Sie sind jedoch geistvoll-originell wie der Mann selbst, der sie schrieb.Zu den bekanntem gehören: 1) „donkliiarione ilelig zioilu ckcl ^ol>cr»c> vs-netu <1 Vmelvt cke la Ilouüsaie, lliviza in Ire pari," (Amsterdam 1169);2) „Iklttiia llell« lurbulenre clella Loloilia »lull» «»orte cli blliz.ibel?clro-v».Tüuc> slia paae lia I» kusui» e I,i pnrla oltomarw, in eni si Iinvano tnltixli aveninienti cngioni ckells >ivnlu/.ianc <1i gncl ro^no" (Gräh 1114, 3Thle).Die übrigen ITHle. von diesem Werke sind, obgleich ausgearbeitet, nicht gedrucktworden. Das Manuscript aber scheint verloren. 3) „Dell'11!»<le «ti Omero,Ira,I»lte in oU»,e rime" (Venedig 1118, 4 Bde., 4.); 4) „Uistoire clo msknile <Ic? l'ri.-roiis <le la lepubligue cke Vcnise, gu'on szipelle lcn plombr"(Prag 1188); 5) „loozamcroii, ou I>i5lnirc cl'tlckou.irck et ll'Llizabelli, <^uipasscreut gu.itrc-vingt aus clicr les biegnmeiclie.«;, I>nl>it,nn5 .nl>n, igi»e<; cke?rol»<u>,ine clan5 l'inlcrieur <Io »vlie globe" (Prag 1188—1800, 5 Bde.);6) ,,8olutiv» clu proleme clelisgne cieiniiiiliee" (Dresd . 1190, 4.); 1) „(1a-lollsirc ä I» ilupliention <le l'llexaeüie üonne ä Oux en 8oln me" (ebendas.1190, ^Bgn.). Zu diesen kommen noch Streitschriften, welche durch die Fehdenmit Snethlage in Göttingen über Gegenstände der Sprache veranlaßt worden sind.Unter C.'ö Manuskripten, die der Herausgeber des C.-Lep. besitzt, finden sich auch„L^nir <ie pliilv^npliie et cle critigue". Seine „Memoiren" selbst, auf die derFürst Karl v. Ligne zuerst aufmerksam machte, sind ein großer Spiegel der Sittenjener Zeit, in welcher Frivolität oft sich paarte mit Kraft und Verstand. Das Lebenin Italien und das bunte Treiben in den großen Städten Europas , wie es war vorder franz. Revolution, erblickt man wol nirgends so lebendig und treu, oft nackt,dargestellt, als in diesen Selbstbekenntnissen eines gescheidten Epikuräers.

Cäsar (CajuS Julius), groß als Feldherr, Staatsmann und Geschicht-schreiber, geb. den 10. Juli (O.uinctilis) 100 v. Chr., war der Sohn des PrätorsC. Julius Cäsar und der Aurelia, einer Tochter des Aurelius Cotta . Schon alsKnabe zeigte er außerordentliche Talente. Er hakte eine» durchdringenden Verstand,ein ungewöhnlich starkes Gedächtniß und eine lebhafte Einbildungskraft, war in Ge-schäften unermüdet, und konnte, nach des ältern PliniuS Zeugniß, zugleich schrei-ben, lesen, hören, dictiren, und zwar 4 — 1 verschiedene Briefe. Als MariuS'SPartei in Rom die Oberhand gewann, verheirathete Cinna seine Tochter Corneliaa» C., weil er sich dadurch in seiner Gewalt desto fester zu setzen hoffte. Alsaber Sylla nach Rom kam, suchte ihn dieser zu bereden, sich von der Cornelia zutrennen. Seine Weigerung reizte Sylla's Zorn, der nur auf die Bitten seinerFreunde davon abstand, ihn in die Acht zu erklären. Sylla's Äußerung: daß erin diesem Jünglinge einen künftigen MariuS erblicke, bewog C., Rom zu verlas-sen. Er reiste in Sabinum umher, wurde von Sylla's Soldaten gefangen undmußte sich mit 2 Talenten lösen. Darauf begab er sich an den Hof des KönigsNikomedes von Birhynien. Von da ging er zum M. Minuciuü Thermus, Prä-tor in Asien , welcher ihm die Anführung der Flotte übertrug, womit Mitylene be-lagert ir-erden sollte. C. that sich dabei sehr hervor, ungeachtet er noch nicht 22Jahre a war. Hierauf ging er nach Rhodus, um sich unter des ApolloniuS An-leitung der gerichtlichen Beredtsamkeit zu widmen. Unterwegs wurde er vonSeeräubern gefangen und mußte sich mit 50 Talenten loskaufen. Sich dafür zurächen, rüstete er in Milet einige Schiffe aus, überfiel die Seeräuber, nahm siegrößtentheils gefangen und ließ sie vor PergamuS kreuzigen. Nun kehrte er nachRom zurück »nd ward Legivntribun, O.uästor und Ädil. Zugleich wußte er sichdurch Freundlichkeit, prächtige Gastmäler und Spiele die Liebe des Volks zu er-werben, und im Vertrauen auf diese Gunst wagte er es, die Bildsäulen und Sie-

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