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CasaS (Bartolomeo de las)
EalenderS (s. d.) vor. Während dieser friedlichen Beschäftigung hatten dieSöhne des Pompejus in Spanien neue Kräfte gesammelt, sodaß T. selbst gegen sieins Feld zog. Eorduba wurde nach der kartnäckigsten Gegenwehr erobert, daraufkani es bei Munda zu einer allgemeinen Schlacht, deren AuSgang ein Zufall für§. entschied, nachdem das Gluck den ganzen Tag über zweifelkaft gewesen. In 7Monaten war Spanien erobert, und E. zog triumphirend in Rom ein. Man er-nannte ihn jetzt zum Dictator auf Lebenszeit und gab ihm den Titel Imperator imvollen Sinne der Souverainetät. §. fuhr indeß fort, seine Feinde durch Milde zuversöhnen und seine Freunde durch Ehrenstellen zu belohnen; die Zahl der Senato-ren erhöhte er von 30V auf 900. Aber diese Herabwürdigung des Senats belei-digte die Römer; noch mehr der Stolz, mit dem er sich gegen diesen selbstgeschaffe-nen Senat betrug. Als er einst auf einem goldenen Stuhle auf den Rostris saß,überreichte ihm Marc. Antonius ein königliches Diadem; er aber schlug es aus,und das Volk belohnte ihn dafür mit lautem Beifalle. Am folgenden Morgen warseine Bildsäule mit Diademen geschmückt. Die DolkStribunen, welche sie Herab-reißen und die Urheber ins Gefängniß setzen ließen, wurden von E. abgesetzt. Hier-durch entstand eine Erbitterung, welche mit einer Verschwörung endigte, deren Ur-heber E. EassiuS war. §., die ihm drohende Gefahr nicht ahnend, entwarf neuePlane. Er wollte die Parther bekriegen, dann über den Kaukasus ganz Scythienbis an Germanien und Gallien erobern. C.'S Freunde gaben vor, daß nach densibyllinischen Büchern die Parther nur durch einen König besiegt werden könnten,und wollten demnach darauf antragen, §. in Rücksicht Italiens mit dem NamenDictator, in allen eroberten Ländern aber mit dem Titel eines Königs zu begrüßen.Zudem Ende wurde eine Senatsversammlung auf den 15. März festgesetzt; aberdiesen Tag bestimmten auch die Verschworenen zur Ausführung ihres Vorhabens.Ein Wahrsager warnte den C., und seine Gemahlin, durch unglückliche Träumebeängstigt, beschwor ihn, nicht in den Senat zu gehen. Aber Decius Brutus, einerder Verschworenen, zerstreute alle Bedenklichkeitcn und führte ihn aufs Eapitol.Unterwegs ward ihm ein Billet übergeben, in welchem ihm die Verschwörung an-gezeigt war; aber C. steckte es im Gedränge angelesen zu sich. Die Verschwore-nen hatten verabredet, daß MetelluS Eimber ihn um Gnade für seinen Bruder bit-ten, und wenn T. das Gesuch verweigere, ihm das Gewand von den Schulternreißen solle, auf welches Zeichen sie mit ihren Dolchen ihn durchbohren würden.Dies geschah. Easca's Dolch traf ihn zuerst und verwundete ihn am Halse. Kaumaber hatte sich C. umgewandt und die Worte gesprochen: „Verfluchter Casca, wasmachst du?" als die Verschworenen von allen Seiten auf ihn eindrangen. Den-noch vertheidigte er sich unverzagt. Als er aber auch Brutus unter den Verschwo-renen sah, verhüllte er mit den Worten: „Auch du, mein Sohn?" sein Gesicht undsank, mit 23 Wunden bedeckt, an der Bildsäule des Pompejus hin. So starb die-ser außerordentliche Mann, der würdigste, der je in Rom nach der Alleinherrschaftgestrebt, der 500 Schlachten gewonnen und 1000 Städte erobert hatte, 44 v. Ehr.,am 15. März, im 56. Jahre seines Alters. Noch haben wir von ihm die Beschrei-bung seiner Kriege mit den Galliern und mit Pompejus in einem einfach edelnStyle. Die geschätztesten AuSg. sind von Elarke (Lond. 1712, Fvl.), Grävius (Leyden 1713, 2 Bde.) und Oudendorp (Leyden 1737, 2 Bde., 4.).,, Eine der be-sten neuern Handausgaben die von Oberlin (Lpz. 1805). Deutsche Übe! setz. habenwir von Haus undeWagner. Von A.G. Meißner, und nach dessen Tode vollendetvon I. E. L. Haken, erschien (1799—1812) das „Leben des §. Julius Cäsar "(4 Bde.). Aus den Quellen hat ihn dargestellt D.Soltl (Berl. 1826). Die einemIul. Eelsus beigelegte „lli-Uvi ia.Uili! (ä-ienariü" ist vom Pros Schneider in BreS-lau, als ein Werk von Franz Petrarca verfaßt (Leipz. 1827), herausgegeben worden.