Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Catalani

derselben durch Präpositionen (Vorwörter) bezeichnet werden, so isi die Zchl derCasus in verschiedenen Sprachen verschieden. Die gewöhnlichsten Casus (Beuge-fälle) sind: der Nominativ, der Genitiv, der Dativ, der Accusativ, der Vocativund der Ablativ. — 0.i5N5 ioeclvri;, der Fall, in welchem die Erfüllungeiner Vertragsleistung eintritt.

Catalani (Angelica), verehel. Valabrögue, Sängerin, ist nach,ihrereignen Erklärung 1784 zu Sinigaglia im Kirchenstaate geboren, wo ihre Alternnoch 1819 lebten (nach Andern zu Monsoldo bei Sinigaglia), und in dem St.-Lu-cienkloster bei Rom erzogen. Musik ist eine der Hauptbeschäftigungen in diesenErziehungsanstalten. Angelica entwickelte schon in ihrem 7. Jahre ein so aus-gezeichnetes Talent für den Gesang, daß selbst von fern die Menschen herbei-strömten, um sie zu hören, und endlich die -Obrigkeit dem Kloster untersagte, dasWundermätchen ferner singen zu lassen. Aber die Achtung eines Cardinals unddie Liebe des berühmten Dosello erhielten und erzogen sie der Kunst. Im 14. I.verließ sie dieses Kloster. In ihrem 15. I. erschien sie zu Venedig auf dem Theaterund trat von nun an auf den Theatern von Mailand, Florenz, Rom, Triest rc.meistens in den großen Sopranpartien auf. Ein vorrheilhafter Ruf zog sie nachLissabon , wo sie neben Crescentini und der berühmten Gafforini 5 Jahre lang dieZierde der italien . Oper war und endlich 1806, mit Geschenken und Empfehlungenbegleitet, über Madrid und Paris nach London ging. In Madrid brachte ihr daserste Concert über 15,000 Thaler ein, und ihr Ruhm verbreitete sich über ganzEuropa, als sie in Paris durch eine Reihe von Concerten Alles in Erstaunen sehte.In London hatte sie im ersten Jahre einen festen Gehalt von 72,000 und in denfolg. I. von 96,000 Francs, nebst 2 Concerten, jedes von 30,000 Fr., und er-warb nebenbei, während der 8 I. ihres dortigen Aufenthalts, durch Reisen in denProvinzen ungeheure Summen. 1814 kehrte sie nach Paris zurück und übernahmdie Direction der Italien . Oper mit einem bedeutenden Zuschuß, welche sie jedoch1815 bis zu Bonaparte'S zweitem Sturze wieder verlassen mußte, während wel-cher Zeit sie Belgien bereiste. Mit der Rückkehr des Königs übernahm sie die ital .Oper wieder. 1816 besuchte sie Hanover, Hamburg, Berlin, Leipzig, Frank-furt, München, Wien, Stuttgart, Karlsruhe und Italien , und wurde zum erstenMal nicht bloß angestaunt, sondern auch gründlich beurtheilt. Se erhielt einenPlatz unter den bedeutendsten Sängerinnen ihrer Zeit angewiesen, da eine Ersteund Einzige kaum denkbar ist, und sie an einzelnen bedeutenden Eigenschaften undErfodernissen des Gesanges mancher frühern und noch lebenden Künstlerin nach-steht. (Vgl. den bekannten Aufsatz der leipz. „Musik. Zeit.", Iahrg. 1816, von Ä.Wendt.) Ihren Ruhm verdankt sie einem angenehmen Äußern, einem lebhaftenSpiel, der außergewöhnlichen Klangkraft und einer herrlichen Beweglichkeit ihrerStimme, einem seltenen reinen Triller, einem ausnehmenden Reichthume schwie-riger , ausfallender, mehr glänzender als schöner Figuren und Verzierungen , be-sonders in der chromatischen Tonleiter, und einer ganz eignen wundersamen Ver-bindung dieser Vorzüge zu einem fremdartigen Ganzen, welches mehr geeignet ist,Staunen und Bewunderung zu erregen, als zu dem Herzen zu sprechen. Da dieRegierung nach ihrer Zurückkunft fortwährend bei der ital. Oper in Paris bedeu-tend zuschießen mußte, sie selbst aber in der Wahl der Stücke und der Schauspielersich nicht dem Wunsche des Publicums fügte und Sängerinnen eifersüchtig ent-fernte, welche ihrem Gesänge auch nur in einzelnen Eigenschaften gleich oder über-legen schienen, so hob jene endlich das Privilegium auf, und Mad. C. ging »wederaufReisen. Sie besuchte 1818 München, Wien, Dresden, Weimar, Karlsbad undAachen, später Petersburg und Warschau. 1822 hielt sie sich in London auf,wo sie mit großem Beifall sehr besuchte Concerte veranstaltete. 1825 war sie wie-der in Italien und ging von Rym im Sept. 1826 nach Stuttgart , ftäter