Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
Seite
509
JPEG-Download
 

Catalonien

Catillna

509

nach Stockholm, Kopenhagen, Hamburg , und 1828 wieder nach England, wosie durch Concerte Arme unterstützte. Sie ist an einen ehemal. franz. Capilain,Valabr,' gue aus Burgund , verheirathet, von dem sie mehre Kinder hat.

Catalonien, die östlichste Provinz in Spanien , mit der HauptstadtBarcelona . (S. Spanien.)

C c> t e l (Charles ^imon), Componist, geb. 1773 zu l'Aigle , kam jungnach Paris, wurde ein Schüler Gossec's (vormals s1810—14^ Pros. der Har-monie am Conservatorium ), Mitgl. des Instituts, hat eine große Menge musikal.Werke in verschiedenen Gattungen herausgegeben, von denen ihm jedoch keines soviel Ruhm erworben als sein „I'i-,ile ü'I>-,i,„c>nie" (1802), welchen das Conser-vatorium zur Grundlage bei dem Unterrichte in der Composition bestimmt hat(deutsch und sranz., Leipzig bei Peters). In diesem Werke geht C. bei der Lehrevon der Harmonie von einer deni Scheine nach neuen Ansicht aus. Er unter-scheidet nämlich 2 Arten von Accorden: die natürlichen und die künstlichen; ersteresollen die natürliche, und letztere, durch verzögertes Eintreten der einen oder derandern >Ltimme, die künstliche Harmonie hervorbringen. Eigentlich aber ist dieseEintheilnng Nichts weiter, als was wir bereits Jahrhunderte lang als Grundsatzdes ContrapunktS anerkannt und in unsern Compositionen ausgeführt haben. Diepraktischen Werke C.'s bestehen, außer einer großen Menge von Compositionen fürBlasinstrumente, besonders Militairmusik, in den Opern: „Nniimnttr", „ttrsbist.iili-r,, „I.'uutter^e >Ie Il.icfuäres" und „ttcs »rtiste-, f>:>i nr<^sin>>". —In Deutschland führten zwei in Berlin lebende auSgezeichneteKünstler den NamenCatel. Der Eine, Louis, ist Architekt und durch mehre architektonische Schrif-ten bekannt; der Andre, Franz, Zeichner.

Catilina (Lucius ScrgiuS) trat in das Jünglingsalter, als Noni derWuth des Marius und Sylla zur Beute geworden. Sprößling einer pakrizischenFamilie, schloß er sich an die Partei des Letztem, hatte einige» Antheil an demSiege und einen größer» an den Ächtungen desselben. Mord, Brand und Raubwaren die ersten Thaten und Vergnügungen seiner Jugend Sein Einfluß aufdie zerrüttete Republik war bedeutend. Im Heere scheint er jedoch mit Auszeich-nung gedient zu haben. Höchst gefährlich ward er, als er zu seinen übrigen Lasernden Betrug gesellte. Während er die Seelen der Jünglinge vergiftete, wußte erdem strengen Catulus Wohlgefallen und 'Achtung abzugewinnen. Gleich ge-schickt, den Tugendhaften zu täuschen, den Schwachen abzuschrecken und seineKühnheit dem Verderbten mitzutheilen, vereitelte er zwei von ClodiuS gegen ihngerichtete Anklagen: einen verbrecherischen Verkehr mir einer Bestattn, und unge-heure Erpressungen, die er als Proconsul in Afrika ausgeübt hatte, betreffend.'Auch kani er in den Verdacht, seine erste Gemahlin und seinen Sohn umgebrachtzu haben. Indessen hatte sich eine Art von Bündniß unter mehren jungen Män-nern von hoher Geburt und verwegenem Muthe gebildet, welche, um aus ihrenungeheuern Schulden zu kommen, kein andres Mittel sahen, als sich der höchstenSlaaksämter zu bemächtigen. C. war das Haupt. Dieses Ansehen verdankte erhauptsächlich seiner Verbindung mir den alten Soldaten Sylla's, durch welche erdie Nachbarstädte von Rom, und Rom selbst, in Schrecken hielt. Zugleich ge-brauchte er nicht Mir die verworfensten und unruhigsten Plebejer, sondern auchPatrizier waren unter seinen Anhängern und Consularcn unter seinen Schmeich-lern. Alles begünstigte seine Verwegenheit. Pompejus verfolgte Triumphe, dieihm Lucull leicht gemacht; dieser war im Senat die schwache Stütze der Gutge-sinnten, die umsonst in ihn drangen, sich an ihre Spitze zu stellen. CrassuS , derItalien von den Gladiatoren befreit hatte, aber mit unersättlicher Begierde nachMacht und Reichthum strebte, ließ den furchtbaren Einfluß C.'S entstehen, be-festigte ihn sogar, und errölhete.nicht, sich darauf stützen zu wollen. Cäsar , der