Catinat
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Cato der Censor
zu beobachten, so wurden, wie dies früher schon in minder dringenden Füllen ge-schehen war, die darauf Bezug habenden Gesetze unbeachtet gelassen. Cäsar sprachgegen die augenblickliche Hinrichtung; aber Cato und Cicero sehten sie durch.Fünf Verschworene wurden hingerichtet. Casus Antonius erhielt den Auftrag,gegen C. zu marschiren, während Cicero Rom bewachte; allein C. Antoniuüstellte sich krank; nun übernahm sein Legat PetrejuS den Oberbefehl. Es gelangihn:, C. von allen Seiten einzuschließen. Dieser, der keine Rettung sah, wählteden Tod mit den Waffen in der Hand. Die Seinigen folgten seinem Beispiele.Man focht mit der größten Erbitterung. Alle sielen auf dem Platze, auf den ihrFührer sie gestellt hatte; C. selbst aber an ihrer Spitze (bei Pistoja in Hetrurienden K. Jan. 62 v. Chr.). S. Sallust'S „Laliliim" und Reifs „Geschichte derrömischen Bürgerkriege".
Catinat (Nicolas), Marschall von Frankreich, geb. d. 1. Sept. 163"? zuParis , wo sein Vater Decan der Parlamentsrüthe war, vertauschte das Studiumder Rechte mit den Waffen, weil die Entscheidung eines verlorenen Processes ihmungerecht schien. Er trat unter die Reiterei, ward bei dem Sturm auf Lille 1667von Ludwig XiV. bemerkt und erhielt eine Lieutcnantstelle unter den Garden. DieGrade, zu denen er nach und nach emporstieg, bezeichnen die glänzenden Thaten,die er zu Mastricht, Besamon, Senef, Cambrai, ValencienneS , Saint-Omcr,Ppern verrichtete. Nach der Schlacht von Senef, in welcher er verwundet wor-den, schrieb der große Condü an ihn: „Niemand nimmt mehr Antheil an IhrerVerwundung als ich; es gibt so wenig Männer wie Sie, daß man zu viel ver-liert, wenn man Sie verliert". Der König von Frankreich , beunruhigt über dieRüstungen des Herzogs von Savoyen , erklärte ihm den Krieg und schickte C.mit dem Titel eines Lieutenant -General gegen ihn. C. gewann die Schlachtenvon Staffardo (18. August 1690) und bei Morsaglia (4. Oct. 1693) in Piemont gegen den Herzog von Savoyen , bemächtigte sich Savoyens und eines Theils vonPiemonk, und erhielt dafür 1693 den Marschollstab. Bei seiner Rückkehr aus demeroberten Lande, wo seine Menschlichkeit und Sanftmulh oft gegen die ausdrückst«chen BefehleLouvois'S der Überwundenen geschont hatte, ward er von Ludwig XI >.mit besonderer Auszeichnung empfangen. In Flandern zeigte er dieselbe Thätig-keit; hier nahm er 1697 Alh. 1701 trat er wieder an die Spitze der ikal. Armee,dein Prinzen Eugen gegenüber. Aber dos kaiserl. Heer war der freien WillkürEugens übergeben, während C. durch die Befehle des Hofs beengt war; außerdemdurfte er dem Herzoge von Savoyen nicht trauen und litt Mangel an Geld undLebeusmitteln. Geschlagen bei Carpi am 6. Juli, mußte er das ganze Land zwi-schen der Elsch und Adda räumen. Nicht glücklicher war er in der Schlacht vonChiari, wo Villeroi den Oberbefehl halte. Als er nach einem fruchtlosen Angriffedie Truppen wieder sammelte, antwortete C. einem Ossiciere, der ihn: vorstellte, daßsie Alle einen: unvermeidlichen Tod entgegengingen: „Es ist wahr, der Tod ist voruns; aber die Schande ist hinter uns!" Die Unfälle, die er erlitt, und die trotzseiner Vorstellungen der Hof nicht der Treulosigkeit des Herzogs von Savoyen zu-schreiben wollte, zogen ihm die Ungnade des Königs zu. C., der seinen Ruhmweniger in der Gunst seines Fürsten als darin fand, seinem Dalcrlande zu nützen,ertrug mit Ruhe diese Zurücksetzung und starb zuSainuGratien d. 22. Febr. 1712.Er war Philosoph im wahren Sinne des Worts, religiös ohne Strenge, Hosmonnohne Ränke, uneigennützig und stets freigebig, heiler, ruhig, bedachtsam; dieseunveränderliche Stimmung hatte ihm von seinen Soldaten den Namen I«kle 1.1 priiräo erworben. S. „äl<ru. et aoriäuponcl. clu kloiöoli. (lv Ostiust",von Bernard le Donuyer de St.-Gervais (8TH.)>
Cato der Censor (MarcuS Porcius), mit dem Beinamen Priscus, auch8->picnz und lUnjoi (der Weise und Ältere), geb. 232 v. Chr. zu Tusculum , erbte