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Jetzt brach der Bürgerkrieg aus. C., der sich als Proprätor in Sicilien befand,begab sich, bei der Ankunft Curio's mit 3 Legionen Cäsars, von dort in das La-ger desPompejug nach Dyrrhachium . Er hatte noch gehofft, den Krieg durchUnterhandlungen zu verhindern, und legte, als derselbe dennoch ausbrach, zumZeichen seines Kummers Trauerkleider an. PompejuS, der bei Dyrrhachium ge-siegt hatte, ließ C. zur Bewachung der KriegSkasse und der Magazine dort zurück,und verfolgte seinen Nebenbuhler. Aug diesem Grunde war C. nicht bei derpharsalischen Schlacht gegenwärtig, nach welcher er mit seinen Truppen nach Cy-rene in Afrika überschiffte. Hier erfuhr er, daß Pompejus'S Schwiegervater, Sci-pio, zum mauritanischen König Iuba gegangen sei, wo VaruS ein ansehnlicheMacht versammelt habe. C. sehte sich dahin in Marsch, überwand Hunger undDurst und alle Beschwerden, und erreichte Utiea, wo beide Heere sich vereinigten.Die Soldaten wünschten ihn zum Oberbefehlshaber, er aber überließ diese Stelledem Scipio und übernahm den Befehl in der Stadt Utica , während Scipio undLabienus gegen Cäsar aufbrachen. C. hatte ihnen gerathen, den Krieg in dieLänge zu ziehen, jene wagten dennoch eine Schlacht, wurden fast gänzlich vernich-tet, und Afrika unterwarf sich dem Sieger. Anfangs war C. Willens, sich mitden in der Stadt befindlichen Senatoren bis auf den Tod zu vertheidigen; baldgab er diesen Plan auf, er entließAlle, die ihn zu verlassen wünschten. Sein Ent-schluß war gefaßt. Am Vorabend des zur Ausführung bestimmten Tages speisteer ruhig und unterhielt sich über verschiedene philosophische Gegenstände. Darauflas er in seinem Zimmer den Phädon des Plato . Man hatte, seinen Vorsatz ah-nend, sein Schwert weggenommen. Als er es nicht fand, rief er feine Sklavenund federte es mit scheinbarerGleichgültigkeit; aber als man es ihm dennoch nichtbrachte, gerieth er in Zorn und schlug einen Sklaven, der ihn zu besänftigen suchte.Auf den Lärmen kamen sein Sohn und seine Freunde herbei und beschworen ihnweinend, nicht darauf zu bestehen. Er warf anfangs seinem Sohne seinen Unge-horsam vor, fuhr dann mit Ruhe fort, alle Anwesende zur Unterwerfung gegenCäsar zu ermähnen, und entließ sie bis auf die Philosophen Demetriuö und Apollo-nides, welche er befragte, ob sie ein Mittel wüßten, wie er fortan leben könne, ohneseinen Grundsätzen untreu zu werden. Sie schwiegen und verließen ihn weinend.Jetzt empfing er s. Schwert mit großer Freude, las darauf wiederholt den Phädon,schlief dann ein, und schickte, als er erwacht war, in den Hafen, umzuhören, ob Alleabgereist wären. Seufzend vernahm er, daß das Meer stürme. Eben war er wiedereingeschlafen, als man ihm meldete, daß das Meer ruhiger werde und Alles im Ha-fen still sei. Er schien zufrieden und war kaum allein, alsersichmits. Schwerte durch-bohrte. Man eilte herbei und benutzte eine Ohnmacht, ihn zu verbinden. Als er aber zusich gekommen war, riß er den Verband ab und starb sogleich ;44 v. Chr.), 48I.alt. DieBewohner von Utica bestatteten ihn prachtvoll und errichteten ihm eine Statue. Cäsarabersoll bei derNachrichtvon C.'STode ausgerufen haben: „Ich beneide deinen Tod,weil du mir den Ruhm beneidet hast, dir das Leben zu retten". (L>. Plutarch.)
Cats (Jakob), geb. zu Brouwershaven auf Seeland , 1577, einer derersten Schöpfer der holländischen Sprache und Poesie. Bis in sein hohes Alterübte er sein anmuthiges Talent für die Poesie. Er war, nachdem er seine Studienzu Leyden beendigt hakte, nach Orleans gegangen und hatte dort die Doctoi würdeangenommen. Den Lehrstuhl, den die Universität Leyden ihm antrug, schlug er aus.Dagegen verwaltete er in den schwierigsten Zeiten die wichtigsten Ämter. 1627 und1631 ging er als Gesandter nach England; 1636 und 1651 war er Großpensiomnair von Holland . C. ist in seiner Poesie wesentlich von seinen Nebenbuhlern,Hoost und Vondel, unterschieden. Naivetät, Einfachheit, Gutmüthigkeit, Ge-memfaßlichkeit charäkterisiren ihn vorzüglich, und nicht unpassend hat man ihn denholländischen Lafontaine genannt. Man hat an ihm eine zu großeSülle von Aus«
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