Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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519
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Cautel

Cavalranti

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Eaufalität für die Erfahrungswelt an, bestreitet aber Hume, der kle Eausalver-bindung von Erfahrung und Gewohnheit herleitet. Fichte sieht den Begriff derEaufalität als einen abgeleiteten, synthetischen Begriff an, welcher unter demhöher,, Begriffe der Wechselbestimmung stehe. DieDeduction ist diese: Das Ichist die Quelle aller Realität; Realität und Thätigkeit sind Eins. Denn das Ichsetzt sich und beweist eben dadurch seine Realität und Thätigkeit. Nun soll das Ichbestimmt werden, d. h. es soll Thätigkeit in ihm aufgehoben werden durch ein Afsi-cirtsein. Mithin ist in ihm das Gegentheil der Thätigkeit gesetzt, das heim, Lei-den. Soll nun aber im Zustande des Leidens die absolute Totalität der Realitätbeibehalten werden, so muß nothwendig, vermöge des Gesetzes der Wechselbestim-inung, ein gleicher Grad der Thätigkeit in das Nicht-Ich übergetragen werde». In-sofern nun das Ich durch das Nicht-Ich leidet, hat letzteres Realität, obgleich esün sich keine hat, vermöge der Wechselbestimmung. Also das Nicht-Ich hak fältdas Ich nur insofern Realität, als das Ich dadurch afficirt ist. Durch diese >syn-thesis wird gesetzt Thätigkeit in das Eine, sowie Leiden in sein Entgegengesetztes,und umgekehrt. Diese Synthesis wird genannt die Synthesis der Wirksamkeit(Eaufalität). Dasjenige, dem Thätigkeit zugeschrieben wird, und insofern nichtLeiden, heißt die Ursache ((Irrealität); Dasjenige, dem Leiden zugeschrieben wird,und insofern nicht Thätigkeit, heißt das Bewirkte, der Effect, mithin eine voneiner andern abhängige, keine (Irrealität. BeideS verbunden heißt Wirkung. Übri-gens leugnete Fichte das zeitliche Verhältniß zwischen Ursache und Wirkung; nichtdie Ursache als solche, sondern die Substanz, welche der Eaufalität zugeschriebenwird, sei der Zeit nach eher als die Wirkung. Einige betrachten das Verhältnißder Eaufalität als ein Verhältniß des Ganzen zu seinen innern Theilen und nehmenebenfalls eine von Zeitbestimmung unabhängige Eaufalität an.

Eautel (jur.), eine Vorsichtsmaßregel, Bedingung in Eontracten u. dgl.,um möglichen Wchadcn von sich abzuwenden und den andern Theil so fest als mög-lich zu binden, oft auch eine nicht sehr rühmliche List zu diesem Zwecke. — Eau-telarjurisprudenz, ein auf dergleichen Vorsichtsmaßregeln gerichtetes juristi-sches Studium.

Eauteri um, ein Eisen, um angefressene Knochen damit auszubrennen;Brenn- oder Ätzmittel; Fontanell. —Eauterisiren, mit glühenden Eisenbrennen; Fontanell sehen.

Eau tion, Sicherheitsleistung, noiirst.itio. Diese ist in dem bürgerlichenVerkehr oft erfoderlich, besonders wenn Jemand entweder ftemde Gelder und an-dres Vermögen zu verwalten hat (ein Vormund, ein Beamter, Rechnungsführer),oder wenn er zwar den Genuß irgend einer Sache hat, aber die Substanz derselben»ach einen, gewissen Zeitraum oder bei den, Eintritt gewisser Bedingungen wiederan Andre abzutreten hat, endlich wenn Jemand vom Staate zu einem Geschäftautorisirt ist, welches viele Privatpersonen veranlaßt, ihm das Ihrige anzuver-trauen, wie die Notarien in Frankreich . In Processen müssen von Klägern, welchenicht angesessen sind, Cautionen bestellt werden. Die Cautionen werden bestelltdurch Niederlegung einer baaren Geldsumme, durch Verpfändung unbeweglicherGrundstücke, durch andre Pfänder, durch Bürgen, von Armen durch bloße eid-liche Versicherung (juratorische Eaution). 57.

E a v a l c a n t i (Guido), ein fiorentinischer Philosoph und Dichter des 13.Jahrh., ei» Freund des Dante und wie dieser ein eifriger Ghibelline. Naeb seinesSchwiegervaters Farinaka degli (lberti Tode wurde er das Haupt der Ghtbellinen.Das Haupt der Guelfe», Eorso Dpnati, war sein Todfeind. Ihr blutiger Haderstörte die öffentliche Ruhe in Florenz , daher verbannte die Bürgerschaft dieHäuptcrbeider Parteien. Die Ghibellinen wurden nach Sarzana verwiesen. Wegen derungesunden Luft daselbst berief ma» sie bald zurück, aber E. hatte sich eine Xrank-