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Zweiter Band. Bo bis C.
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Cavalerie

CavaliUicS

heit zugezogen, an der er 1300 zu Florenz starb. Er hatte in seiner Jugend eineWallfahrt nach St.-Jago in Galicien unternonimen. Auf seiner Rückkehr überFrankreich verliebte er sich zu Toulouse in ein junges Mädchen, Namens Mandetta.An diese sind die meisten Verse gerichtet, die wir noch von ihm besitzen und die sichin jener frühern Zeit durch ihren schönen Styl auszeichnen. Seine Canzone „Donnain, preui" über die Natur der Liebe hat ihm den meisten Ruhm erworben. Der ge-lehrte Cardinal Egidio Tolonna und A. haben sie commentirt, aber die Commen-tare scheinen zuweilen wieder eines Commentars zu bedürfen. Seine „ll'unS, her-auSgeg. von Cicciaporci, erschienen zu Florenz 1813.

C a v a l e r i e, s. R eiterei.

Cavalier (Fortisication), deutsch Katze, eine Erhöhung, aufdcmHaupt-wall einer Festung, aus Erde, die oft auch mit Mauerwerk bekleidet ist, gebautund besonders dazu bestimmt, irgend einen Punkt des vorliegenden Terrains zuüberhöhen, außerdem aber, im Bollwerk gebaut, die Seitenveriheidigunz, welchedieses gibt, zu verstärken, auf der Courtine aber angelegt, die Ensilade dieser zuhindern. I» neuerer Zeit hat man die Überzeugung gewonnen, daß Cavaliers, imBollwerk gebaut, den Raum verengen, Abschnitte unmöglich machen und dieGra-naten, falls nicht ein Graben den Cavalier vom Bollwerk trennt, förmlich auf dieVertheidiger des letzter» leiten, weshalb man sie denn auch von da auf die Courtineoder hinter die Bastions verlege» will.

Cavalletla (auch Cabaletta, aber wol unrichtig) bezeichnet in der beuti-gen italienischen Opernmusik ein gefälliges hüpfendes Thema in der Arie oder Cava-tine, welches gewöhnlich in dem letzten Theile derselben, im 1 -Takt eintritt. BeiRossini macht diese Cavalletta, welcher gewöhnlich 1 oder 2 Takte vorhergehen,in welchen nur der Accord (gewöhnlich »lauem,,) von den Saiteninstrumenten ange-geben wird, eilte» Hauptreiz seiner Cavatinen aus.

Cava » illeS (Antonio Joseph), Geistlicher und Botaniker, geb. den 16.Jan. 1715 zu Valencia, starb zu Madrid im Auf. des Mai 1801. Er empfingden ersten Unterricht in seiner Vaterstadt bei den Jesuiten und studirte nachher Phi-losophie und Theologie auf der Universität daselbst. Aufseilten unk seines FreundesMunoz Rath wurden die Werke Condillac'S und Muschenbi oek S für den öffentli-chen Unterricht benutzt, und die Mathematik mit weit größer»! Eifer als zuvor ge-l.'lv t. Der Abc Cavanilles lehrte die Philosophie zu Murcia , als er gewählt ward,die Erziehung der Kinder des Herzogs von Jnfantado, Gesandten zu Paris , zuübernehmen. Er ging 1777 mit ihnen dahin und blieb 12 I. in dieser Hauptstadt,wo er sich mit dem Studium mehrer Wissenschaften, besonders derBotanik, beschäf-tigte. Er gab zuerst .,Bemerkungen über den Art. Spanien in der neuen Encyklopä-die" (Paris 1781) heraus, in welchen er mir wahrhaft patriotischem Eifer die fal-schen oder gewagten Behauptungen des Vers. fast immer durch Thatsachen wider-legt. Im folgenden I. begann er sein großes botanisches Werk: „älomnlrlplch»;>'>:>!.»>< <Ii»ert:>1i»„e« >l»-ovn>" (Paris 1785—80, Madrid 1790, 4.,M. Kpfrn.).Die Botaniker bewundern die Genauigkeit und den Scharfsinn, welche dies Werkauszeichnen. Nach seiner Rückkehr begann C. das schöne Werk; „le,<:t

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bo'I'il-inln," (Madrid 1791—99, 6 Bde., Fol., mit 601 Kpfrn.). Es ent-hält eine Menge neuer Gattungen und eine noch größere Menge Arten, sowol ausSpanien als aus Amerika, Indien und'Neuholland . C. war mit dieser Arbeit be-schäftigt, als er von der Regierung den Befehl erhielt, Spanien zu bereisen und diePflanzen dieses Landes zu untersuchen. C. hatte feine Reise mir dem KönigreicheValencia angefangen und auch eine Menge Beobachtungen über das Mineralreich,über die Geographie und den Ackerbau dieser Provinz gemacht. Sie erschiene,rauf Kosten des Königs u. d. T.: „Obsei vamonos se-bie, 1., liisNnlu iiulurul.