Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
Seite
521
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Cavata Cavendis'h 521

peocrrasia. ripzrienltor», picstNaoinn oto. stel re^no 6a Valsnel»" (Mabrlb 1195—97, 2 Bde., Fol., mit Kpftm. nach den Zeichnungen des Vers.). Zn diesemLLerke zeigt sich C. durchgängig als einen genauen Beobachter, gelehrten Physikerund eifrigen Patrioten. Man hat noch mehre interessante Schriften von ihm,worunter auch einige polemische. Sie finden sich in den madrider „Annalen derNaturgeschichte^. Das Vollendetste ist wol die Abhandlung über die Raserei undderen Heilungsmittel. Er war mit der Herausgabe eines „Iloiiu, rrgim äl.->-<I> i>!r,>,iN beschäftigt, als der Tod seiner nützlichen Thätigkeit ein Ende machte.Ihm tu Ehren hat Thunberg ein Geschlecht „tbivanüb," benannt.

§ avata, Cavatina, in der Musik eine Arie von leichtermCKarakter,bei welcher der Satz minder ausgeführt ist als bei der Arie. Sie hat daher nicht,wie die eigentliche Arie, einen zweiten Hauptikcil, und ist bisweilen mit einem Reci-tativ verbunden. Gewöhnlich hat sie eine mäßige Bewegung im leichten Zweivier-teltakt. Eine graziöse, gefällige Melodie und eine reine Harmonie sind ihr eigen.Rossini hat sie häufig statt der Arie angewendet.

Cavendish (Henry), geb. den Ist. s)ct. 1731, der zweite Sohn desHer-zogs von Devonshire, besaß als solcher anfänglich ein sehr mäßiges Vermögen.Statt sich den Anitern mit und ohne Geschäfte nach der Sitte der britischen Nach-geborenen aus den vornehmen Geschlechtern zu widmen, beschäftigte er sich einzigmit den Wissenschaften, und erwarb sich eine ausgezeichnete Stelle unter denGelehr-ten, die am meisten zu den Fortschritten der neuen Chemie beigetragen haben. Erhat zuerst die besondern Eigenthümlichkeiten des Wassei stoffgases aiialvsirt und dieEigenschafteii angegeben, welche dasselbe von deratmosphäi ischen Luft unterscheiden.Ihm verdankt man die wichtige Entdeckung von der Zusammensetzung des Wassers.Schon Scheele hat wahrgenommen, daß, wenn man O.ryzen mit doppelt so vielHydrogen vermischt, diese Mischung mit einem Knall verbrennt, ohne einen sicht-baren Ruckstand zu lasse». C. wiederholte diesen Versuch mit der ihn auszeich-nenden Genauigkeit. Er verschloß beide GaSartcn in gehörig trockene irdene Ge-säße, »m den Rückstand ihrer Verbrennung nicht entweichen zu lassen, und fand,daß dieses Zurückbleibende Wasser sei, dessen Gewicht dem Gewichte der beidenLuftarten gleichkam. Lavoisier bestätigte dies später vollkommen. DerselbeGeist der Genauigkeit in den Versuchen führte C. auf eine andre Entdeckung,welcbe Priesiley entgangen war. Dieser hatte wahrgenommen, daß eine Massearmospbärischer Luft, eingeschlossen in eine Röhre, durch welche man fortgesetztelektrische Funken leitet, an Masse verliert, und daß sich dabei eine Säure bildet,die einige Tropfen LackmuStinctur, die in die Röhre gebracht worden, roth färbt;aber er trieb den Versuch nicht weiter. C., der ihn wicde, kokte, verschloß in derRöhre eine Auflösung von ätzendem Laugeusalz, welche die Ldaure verzehrte, undzeigte, daß die Säure Salpetersäure sei. Die Analvse der nach dem Versuch inder Röhre zurückgebliebenen Luft bewies, daß sie dem Gewichte nach ebensovielSauerstoff und Stickstoff verloren habe, als die entstandene Säure betrug. Erbestimmte leicht das Verhältniß des Stickstoffs zum Sauerstoff, welches 2:11war. Wirklich fand sich, wenn beide Gasarten gehörig rein in diesem Verhältnissegeinhcht und elektrische Funken hindurch geleitet wurden, daß die Mischung gänz-lich verschwand, wodurch seine Entdeckung vollkommen bestätigt wurde.— E. hatsich incht minder in der Physik durch dieselbe Genauigkeit in den Versuchen ausge-zeichnet. Auch i» der hoher» Geometrie hatte er gründliche Kenntnisse, welche erbei der Bestimmung der mittlern Dichtigkeit unserer Erdkugel sehr glücklich an-wandte. Er fand sie si l Mal so groß als die Dichtigkeit des Wassers: eine An-gabe, die von der von Maskelyne auf einen, andern Wege gefundenen wenig ab-weicht. Die kouigl. Gesellschaft zu London hatte ihn zu ihrem Mngliede gewählt,und 18v3 ernannie ihn das frcm^ Ngtionalinstitut zu einem seiner acht auswär-