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Zweiter Band. Bo bis C.
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Caxton Caylus

tigen Mitglieder. C. war damals wahrscheinlich der reichste unter den Gelehrtenund der gelehrteste unter den Reichen. Ein Oheim hatte ihn 1773 zum Erdeneines großen Vermögens eingesetzt. Dieser Glückswechsel änderte Nichts in seinemCharakter und seinen Gewohnheiten. Regelmäßig und einfach im höchsten Gradefür sich selbst, war er von einer wahrhaft königlichen Großmuth für dieWissenfchaftund für geheime Wohlthaten. Seine große, trefflich ausgewählte Bibliothek über-ließ er den Gelehrten zur Benutzung. Er starb zu London am 21. Febr . 1810 undhinterließ ein Vermögen von mehr als7Mill. Thlr. denjenigen Gliedern seinerSei-tenverwandten, welche das Glück am wenigsten begünstigt hatte. Seine Schriftenbestehen inAbhandlungen in den „I'I>>>os„>>I>ic»I tronsactions" (von 1766—92);sie zeichnen sich durch Scharfsinn, Genauigkeit und Treue aus.

Caxton (William), Englands Gutrenberg, geb. um 1410 in der Graf-schaft Kent, lernte in London die Handlung, wurde von dem Vereine der londonerKaufleute als ihr Factor nach Holland und Flandern gesendet, und war einer derDeputirten, welche 1464 von Eduard I V. beauftragt wurden, den Commerztractatmit Philipp dem Guten, Herzog von Burgund, zu verlängern und zu bestätigen.Während seines Aufenthalts an diesem glänzenden und gebildeten Hofe trug ihmdie Gemahlin Karls des Kühnen, Margaretha von Pork, die englische Übersetzungeiner damals sehr beliebten Sagensammlung, des „keauoil cles Instoircs üsTroges" vom Capellan Raoul Lefevre , auf, deren Druck er auch zugleich selbstübernahm und zu Köln (1471, Fol.) vollendete. Es war das erste in englischerSprache gedruckte Buch, und dieser erste Versuch hatte ihm so viel Geschmack andieser neuen Art von Beschäftigung eingeflößt, daß er sich einen vollständigenDruck-apparat anschaffte, mit diesem nach England, zurückkehrte und dort in der West-minsterabtei eine eigne Officin, die erste in England, errichtete. 1474 erschien(in Fol.) aus derselben das erste auf englischem Boden gedruckte Buch: ,,'I'lx; ^->>00r»,kl plage oktb« cl,esse" (eine von Caxton aus dem Französ. gemachte Übersetzungeines ursprünglich lateinisch geschriebenen Werks des Jakob von Cessolis ); seitdieser Zeit war C. bis an seinen 1491 im 81. Lebensjahre erfolgten Tod alsÜbersetzer und Drucker ununterbrochen thätig. Wie groß indessen auch sein Ver-dienst um die Verbreitung der Buchdruckerkunsi in seinem Vaterlande ist, so hälter doch keine Vergleichung mit andern Druckern seiner Zeit aus. Sein Papierund seine Druckerschwärze sind gut, aber seine gothische Type (runder oder römischerSchrift hat er sich nie bedient) ist geschmacklos, widerlich verschnörkelt und ver-zogen, und die abscheulichen Holzschnitte, die er seinen Drucken beifügte, könnennur zu ihrer Entstellung dienen. Pergamentdrucke hat er, so viel man weiß, nichtgeliefert. In welcher Achtung seine Drucke bei den englischen Diblionianen stehen,sieht man daraus, daß der Herzog von Devonshire ein defectes Exemplar feinerobenerwähnten Übersetzung des „Ileoueil >Ies Iiistoire; üo Troges" (von 1471)in der Roxburgh'schen Auction für 1000 Gnineen kaufte. 52.

Cayenne, s. Guiana .

Caylus (Anne Claude Philippe de Tubüres w. Graf von), Archäolog,geb. den 31. October 1692 zu Paris , erhielt eine ebenso gründliche als glän-zende Erziehung und machte als Krieger den spanischen Erbfolgekrieg mit, gingnach Italien , nahm 1715 den Abschied, begleitete im folgenden Jahre Bonacauf seiner Gesandtschaft nach Konstantinopel und bereiste von dort Griechen-land , die Seeplätze der Levante und alle jene an Erinnerungen so reichen Länder,bis zu den Ruinen von EphesuS rc. Nachdem er die Dardanellen und die von Ho-mer besungenen Ufer besucht und »ach dem alten Byzanz zurückgekehrt war, be-gab er sich nach Adrianopel , wo damals Mustapha I I. residirte. Auf den Wunschseiner Mutter kehrte er 1717 nach Paris zurück und begann nunmehr feine großenSammlungen zu ordnen. Er beschäftigte sich jetzt ganz mit dem Studium dcö AU