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Zweiter Band. Bo bis C.
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Cozwiin

ter seine „Oeuvres rnor.ile, etli.'xlliwi", welche Werke mit Beifall gelesen wurden.Man bemerkt darin eine reiche Einbildungskraft, eine mehr als gewöhnliche Leich-tigkeit des Styls und besonders eine lebhafte und natürliche Art zu erzählen. EinSchüler von Martines de PaSgualis bewog C-, sich in den von jenem gestiftetenOrden aufnehmen zu lassen. Kaum war C. aufgenommen, so verwirrte er sich indie Träume der Kabbalistik. Mit Hülfe eines arabischen Mönchs, Namens DomChavis, beschäftigte er sich mit der Übersetzung der arabischen Erzählungen, derenSammlung in 4 Bdn. eine Fortsetzung von „Tausend und eine Nacht " bildet und

den 3'_40.Bd. des,OuIü»ei >les s,einnimmt. Dom Chavis gab C. in einer

halb fran;., halb ital . Sprache den Umriß der Erzählungen; dieser, damals in ei--nein Aller von 10 Jahren, nahm die Feder um Mitternacht, wenn er aus den Ge-sellschaften, die er zu besuchen pflegte, zurückkam, und schrieb, indem er sich seinerPhantasie überließ, bis 4 oder 5 Uhr Morgens, sodaß er in zwei Wintern sein Un-ternehmen beendigte. Ein merkwürdiges Beispiel seiner fast unbegreiflichen Leichtig-keit im Arbeiten ist die komische Oper: „I-<>s sAiots" (die Holzschuhe, Musik vonRamea»), die er in einer einzigen Nacht vollendete. Als die Revolution ausbrach,wirkte C. ihr entgegen, wo er nur konnte. Die Urheber des 10. Aug. 1192 fandenseine in diesem Sinne mit seinem Freunde Ponteau, damaligem Secretair der Ci-villiste, gepflogene Hhrrespondenz, und C. nebst seiner Tochter Elisabefh wurden indie Gefängnisse der Abtei gebracht.. Als er hier an jenen fürchterlichen September-tagen den Mördern übergeben wurde, warf helkenmüthig feine Tochter sich überihn und beschirmte den Greis mit ihrem Körper. Dies Mal entsank der Stahl denHänden des Verbrechens; Vater und Tochter wurden freigesprochen. Aber schonam 25. desselben Mo»gtS ward er aufö neue verhaftet und zum Tode verurtheilt.Als er das Blutgerüst bestiegen hatte, rief er mit fester Stimme der Menge zu:„-Ich sterbe, wie ich gelebt habe, Gott und meinem Könige treu!"

Cazwini (Zaebaria Ben Mohammed), arab. Naturforscher, stammteaus einer Familie von Rechtsgelehrten, die ihren Ursprung von Anas Ben Malek,einem Gefährten Mohammed'S, ableitete und sich in Cazwin, einer Wkadr inPersien , niedergelassen hatte. Von ihr hat dieser Schriftsteller den Beinamen,unter welchem er berühmt worden ist. Von seinen LebenSumstanden wissen wirnur, daß er Kadi von Wazilh und Hillah war und im Jahr der Flucht 682(1283) starb. Sein wichtigstes Werk ist eine Naturgeschichte: „Die Wunder derNatur und die Eigenthümlichkeiten der geschaffenen Dinge", aus welchem Idelerdas Capitel von den Sternbildern der Araber herausgegeben, und wovon sichBruchstücke in Bochart's „Hierozoikon", Ouseley's „Oewniul »olweiim,,",Wahl'S, Iahn's und de Wacy's arabischen Chrestomathien befinden. C.'s Absichtwar, wie PliniuS die Wunder der ganzen Natur zu schildern. Wein Werk ent-hält in gedrängter Kürze Alles, was bis auf ihn geschrieben worden war, aberin so großen Zügen und so eigenthümlich dargestellt, daß es mehr werth ist, als diemeisten Originalwerke, die von denselben Gegenständen handeln. Es gibt vondemselben eine abgekürzte persische Übersetzung.

Cebes von Theben war ein Wchüler des Sokrates. Nach einer Erzäh-lung wurde er der moralische Retter des Phädon, der als junger Sklave von seinemHerrn zur Unzucht gebraucht wurde. C. kaufte auf Veranlassung des Wokratesden Knaben und führte ihn der Weisheit zu. Man hat keine weitem Nachrichtenüber des C. Leben. Er schrieb 3 Gespräche: „Hebdome", „Phrynichus" und„Pinap, oder das Gemälde". Unter diesem Namen ist noch eine allegorischeSchrift vorhanden, in der Art der Erzählung des ProdikuS vom Hercules amScheidewege. Über die Echtheit dieser Schrift ist viel gestritten worden. Diemeisten Gelehrten sind aus innern und äußern Gründen der Meinung, daß sievon einem spätern CebeS oder einem unbekannten stoischen Philosophen unter des