Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Celebes

Cefalonien

und Besonnenheit, und einer bewundernswürdigen Thätigkeit. Seine Sitten wa-ren durchaus unbescholten. Seinen Wirkungskreis übersah er mit vieler Klarheitund befolgte das dem Charakter Elisabeths angemessene System, seinem Vater-lande durch Unterhandlungen und selbst durch Intriguen an den fremden Höfenden Frieden zu erhalten. Ein Theil s. Staatsschriften ist gedruckt worden.

Cefalonien, Kephalonia , die größte unter den Inseln auf dem ionischenMeere, an der Westseite der Halbinsel Morea und am Eingänge des Golfo di Pa-trasso (16b IHM., 63,200 Einw., treffliche Seefahrer mit 400 eignen Schiffen),hat 203 Ortschaften, 3 Häfen, treffliche Anker-plätze und Buchten. C. ist gebir-gig, aber sehr fruchtbar, mit einem milden Klima; Rosen und Nelken blühen auchim sogenannten Winter; doch ist die Insel häufigen Erdbeben ausgesetzt. Erzeug-nisse sind: Getreide, Wein, dessen sie an 50,000, und Öl, dessen sie an 25,000Fässer ausführen soll; Korinthen, deren Auöfuhr man auf 6 Mill. Pfund an-schlägt; Baumwolle (100,000 Pfd.), Seide, officinelle Kräuter, Salbei, Rosma-rin und Südfrüchte. Bei der eigenthümlichen Landwirthschaft der dortigen großenGrundeigenlhümer muß sie fast alles Getreide und Fleisch aus Morea beziehen.Die Hauptst. Cefalonia oder Argosioli hat einen guten Hafen. Die Insel ge-hörte den Venetianern bis 1197, wo die Franzosen sie besetzten. Seit 1815 ge-hört sie zur Republik der vereinigten Ionischen Inseln (f. d.). S. Napier'S„8t:>GlioaI seauiiut vt tlie irl. e>i'Lct'iiloni.i" (London 1824).

CekropS, der Sage zufolge Stifter des attischen Staats in Griechenland ,welcher mit einer Colonie aus Sais an der Mündung des Nils dort um 1550v. Chr. anlangte (doch wird diese Einwanderung aus Ägypten von Neuern, z. B.Ottftied Müller, bezweifelt), die wilden und rohen Bewohner Religion und L>ittelehrte, sie mit den Vortheilen des gesellschaftlichen Lebens bekanntmachte, denGrund Zur nachherigen Stadt Athen (Cekropia) legte und noch I I andre Ortschaf-ten baute, deren Einwohner er im Ackerbau unterrichtete. Auch pflanzte er denÖlbaum und heiligte ihn der Minerva, Athens Schutzgöttin. Dann machte ersein neues Vaterland mit der Schiffsahrt bekannt und legte dadurch den Grundzur Handlung. Er starb nach einer 50jähr. Regierung. Sein Grabmal wurde imMinervcnkempel errichtet; ihm aber weihte man, uni sein Andenken immer lebhaftzu erhalten, das Sternbild des Wassermanns. (S. Attika.) Nach Andern warCekrops der Collcctivname einer ägyptischen Priestercolonie aus Sais, die mitihren Landbauern auf phönizischen Schiffen einwanderte.

Celebes, eine der Wundainseln in Südasien, östl. von Borneo , 5° 30' S.bis 1" 50' N. B., 135° 56' bis 141° 20' Ö. L., 2558 lAM. groß, 3 Mill.Einw. von verschiedenen Stämmen, worunter im Süden die Bonier oder Bugi--nesen und die Macassarcn die bekanntesten find. Durch die Insel, deren Inne-res wenig bekannt ist, und deren Ostküste Celebes, die Westküste Macassar heißt,geht von N. nach S. der hohe Bergrücken Donthain, der aufseilten beiden Seitenentgegengesetzte Jahreszeiten verursacht. Die meisten Flüsse find Küstenflüsse, aberoft reißend. Die regelmäßig wehenden See- und Nordwinde kühlen die an sichsehr heiße Luft etwas ab. Der Boden ist, vorzüglich an den niedern Küsten, sehrfruchtbar; immer grünende Berge und Thäler wechseln mit einander ab. Pro-ducte: Diamanten, Gold, Kupfer, Zinn, Südfrüchte, Baumwolle, Palmen,Cocosbäume, Eben-, Sapani- und Sandelholz, Bambusrohr, Mangucs, Wasser-melonen, Bananas, Arekanüsse, Betel, Reis, Pfeffer, Campher, Opium, wildeund zahme Thiere, die schönsten Papageien, Bienen, eßbare Vogelnester, Perlen,Schlangen, Krolodille (die göttlich verehrt werden) ic. Den Holländern ist derBesitz wichtig, nicht sowol drS Handels wegen (denn die Besatzungen erfodern grö-ßer« Aufwand als der Gewinn für die Regierung beträgt), sondern vorchalich,Weil Celebes der Schlüssel zu den Molukkcn ist und diese größtciuhefls mit Reis