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Zweiter Band. Bo bis C.
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Celtes

Eelsus

sich einlud. C. l-egab sich nach FontaiNebleazi, wo er in Auftrag der Königs ver-schiedene Arbeiten unternahm; da er aber versäumt hatte, der Alles vermögendenHerzogin d'Etampes den Hof zu machen, ward ihm von dieser so lauge eukgegen-gewilkt, bis er sich entschloß, in sein Vaterland zurückzukehren. Hier führte er,von Cosinus begünstigt, mehre Werke in Metall und Marmor aus, unter andernden PerseuS mir dem Medusenhaupte (in Erz), welcher noch den Marktplatz vonFlorenz ziert, urid einen Christus in der Capelle des Palastes Pitti. Auch lieferteer treffliche Stempel zu Münzen und Medaillen. Seine Schriften beweisen, daßer ein deükendcr, mit mannigfaltigen Kenntnissen ausgerüsteter Künstler war.Bereits 58 I. alt, entschloß er sich, sein an Abenteuern und wunderbaren Schick-salen reiches Leben zü beschreiben. Dieses anziehende, von ihm lateinisch abgefaßteWerk, von dem 1818 eine neue vollständ. AuSg. in Florenz angekündigt ward, inwelchem er mit Unbefangenheit seine Tugenden und Fehler embüllt (obwol erhin und wieder als Künstler mit zu großem Selbstgefühl spricht) und die Personen-Mit denen er in Verhältnisse kam, mit treffenden Zügen schildert, ist durch Gothe'SMeisterhafte Übersetzung auch unter uns bekannt geworden. Unter seinen übrigenSchriften sind die wichtigsten! „Duo lrultuli, Uiic> iiiloiuo alle c>llc> prilwipali-irti <><:>>' urrk'wei i.a. I'uliro in »iiiwiü, ilell' -wie üell-, .-waltüra" (beste AuSg.1131). Die Schreibart ist frei, gediegen und eigenthümlich, daher ihn die Cinscaals einen Classiker oft in ihrem Wörterbuche anführt. Einen Beitrag zu s. Bio-graphie findet man auch im „Kunstblatt" zum „Morgenbl.", 1821, Nr. 52.

CclsuS (AureliuS Cornelius) lebte wahrscheinlich unter Augustus. Manhak ihn den römischen Hippokrates genannt, weil er diesen Griechen nachahmteund die Hippokransche Medicin nach Rom verpflanzte. Außerdem schrieb er überRbetorik, Kriegskunst und Ackerbau; doch ist er als Arzt am bekanntesten., SemeSchreibart ist zierlich, gedrängt und dennoch sehr klar. Aus s. Werke -,Über dieArzneikunde" haben andre gute Schriftsteller sowol für die Medicin als für dieChirurgie wie auS einer unversiegbare» Quelle geschöpft. Er hat ihnen eine Mengevon Stellen geliehen, um ihre Lehren zu unterstützen, hat aber zu diesem Zweckeauch sehr willkürliche Auslegungen erfahren. Hippokrates und Asklepiades sinddie beiden Schriftsteller, denen C. am meisten gefolgt ist. Ausgaben s. 8 Bücher„Da nieüieiim" sind s,0 vorhanden; stierst Florenz 1418, Fol.; die beste vonKrause, Lpz. 1166; vonTarga, Padua 1169, 4., und Verona 1810, 4.

Celten, auch Kelten (sich selbst nannten sie Gael oderGalen, s. d.), einerder 4 Hauptvölkerstümme, welche das alte Gallien bewohnten, und deren Bezirkesich von der äußersten Spitze der Bretagne bis an den Rhein und die Alpen erstreck-ten. Die Römer nannten daher das ganze Land Oltiea oder Oalaii-,. ZhreAbstammung ist ungewiß; sie kamen in unbekannter Vorzeit aus Asien ; ihre ältesteEinwanderung in Dberitalien, die man kennt, geschah unter BellovesiiS zur Zeitdes TarguiniuS Priscus. Ansehnliche Haufen breiteten sich in mehren Ländern vonEuropa aus. Zn Spanien vermischten sie sich mit den von ihnen besiegten I be-riern. Durch innerliche Kriege schwächten sie sich; der Hantel mit > e > Römernund Massiliern machte sie gesitteter. Die italienischen Celten wurden 220 v. Chr.von den Römern unterjocht; die Bojcr verbanden sich mit den Helvetiern, dieillorischen Celten mit den Illyriern. Zhre Verfassung war aristokratisch; die Edelnunter ihnen bildeten die Nationalversammlung; der Gemeine war nicht viel besserals ein Sklave. Von Körper waren sie groß und stark, beim Angriffe ungestüm;aber sie konnten nicht ausdauern. Ein ungeheures Schwert, meistens aus Ku-pfer, war ihre Hauptwaffe, Zhre Priester, die Druiden (ß d.), standen imgrößten Ansehen bei ihnen.

Celtes (Konrad), einer der thätigsten Gelehrten, welche gegen Ende des15. Zahrh. das Studium der class Literatur und einen bessern wissenschaftlichen