Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Centlivre

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zählt man gerade 100 Tage; daher nennt man jene Zwischenrcgierung, derenHandlungen von der gegenwärtigen in keiner Beziehung anerkannt worden sind,Is ^oursenenienl ce»t jouiü. Die 42 Nummern der Gesetzsammlungsviillt-iin cie, loi»), welche in dieser Zeit erschienen und mit Einschluß der 12Beschlüsse der provisorischen Regierungscommission (vom 22. bis 30. Juni)813 Verordnungen >c. enthalten, haben daher nur ein historisches Interesse. Siebilden den 6. Abschnitt (Serie) dieser Sammlung, welche mit der Errichtung desberüchtigten Revolution-tribunals (11. März 1793) beginnt und noch jetzt in dem7. Abschnitt fortgeht. Wenn die Leichtigkeit, mit welcher Napoleon in 14 Tagenvon Cannes mit 1100 Mann ohne Schwertstreich nach Paris vorrückte, einenBeweis liefert, wie wenig aufrichtige Ergebenheit für den alten Königsstamm inFrankreich vorhanden war, so gewährt die Geschichte der 100 Tage auch die Über-zeugung, daß Napoleon selbst die Grundlage realer Macht, die in der öffentlichenMeinung ruht, unter den Franzosen verloren hatte. L>ein elcte .ickclitionnc-l(vom 22. April 181b), welcher mit gänzlicher Beseitigung der Gmrle c„»5t,t»-tinnne-IIv vom Juni 1814 die Verfassungen von 1799 (I. VIII.), von 1802(lebenslängliches Consulat) und von 1804 (Kaiserthum) abändert und ergänzt,suchte die Masse des Volks durch ausgedehntere Rechte der beiden Kammern, durchgrößere Unabhängigkeit der Gerichte, stillschwcigendeAushebung der Wpecialgerichteund der Staatsgefängnisse, durch vollkommene Preßfreiheit und gänzliche Auf-hebung erblicher Standesunterschiede zu gewinnen. Eine allgemeine Wahlver-sammlung (Gi.imp ->k !Usi) sollte die Neigung des Volks zu großen Schauspielenbestechen. Allein der einmal gelöste Zauber kam' nie wieder erneuert werden.Bei dem einen Theile fand Napoleon für diese Verheißungen keinen Glauben, derandre benutz e die größere Unabhängigkeil zu noch weiter gehender Einschränkungder Regierung. Die erste verlorene Schlacht stürzte eine so schlecht gegründeteMacht, und Napoleon mußte, verlassen und gedrängt von seinen frühern Anhän-ger» (Fouchä, Caulaincourt , Carnot rc.), zum zweiten Mal die Regierung nieder-legen. Minister waren in dieser Zeit, vermöge einesDecrets vom 20. März 1815,Gaudi», Herzog von Gai.ta,Fi»anzm.; Maret, Herzog von Bassano, StaatSsecre-tair; HerzogDecrls, Marinem.; Fauche, Polizeim.; Mollien, Schätzn»; Da-voust, Fürst Eckmühl, Kriegsm.; Caulaincourt , Herzog v. Dicenza, Minister derausw. Angel.; Carnot, Min. des Innern; Cambac-reS, Herzog v. Massa, FürstErzkanzlcr, Iustizminister. Nach der Rückkehr des Königs wurden durch die Ver-ordnung vom 24. Juli 1815 alle Mitglieder der PairSkammer von 1814, welcheeinenSitz in derNapoleon'schen Regierung der 100 Tage angenommen hatten (29),von dieser Würde ausgeschlossen, haben solche aber später bis auf 2 (Barral, Erz-bischos von Tours, und Graf Canclaux) wiedererhalten. Don den 117 Pairs der100 Tage sitzen nur 40 noch jetzt in der Kammer. Das Gesetz vom 12. Jan.1816 sprach zwar eine allgemeine Amnestie aus, nahm aber davon Diejenigen aus,welche früher für den Tod Ludwigs XVI. gestimmt und während der 100 Tage wie-der ein öffentliches Amt angenommen hatten. Diese wurden für immer aus Frank-reich verbannt, aller bürgerlichen Rechte für verlustig und des Besitzes von Güternunfähig erklärt. (S. tltiamlire iiitrunrable.) 37.

Centlivre (Susanne), berühmt durch ihr dramatisches Talent und ihrromanhaftes Leben, geb. um 1667 in der Grafschaft Lincoln, wo ihr Vater einbedeutendes Landgut besaß und während der Unruhen unter Karl l. ein eifriger An-hänger der Parlamentspartei war. Als Karl II. auf den Thron zurückkehrte, wurdeer zur Strafe seines Vermögens beraubt und mußte nach Irland fliehen, ohne fürseine Tochter sorgen zu können. Diese war erst 3 Jahre alt, als ihr Vater starb,und noch nicht 12 I., als sie auch ihre Mutter verlor. Schon in ihrem 7. I.dichtete sie ein Lied, das sich erhalten hat. Durch die Mißhandlungen, welche sie