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Zweiter Band. Bo bis C.
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534 Centralfrmr Centralverrvaltung

über welche Newton s. „Princip!, m-itbrmatica pbilninpb. natursl.", Laplaces. „l>Ieo-,in»j,iv etc. geschrieben haben. Als Muster einer gedrungenen,

schönen Darstellung können wir den Art. in Gehler's „Physik. Wörterb." (ältereBearb.), Bd. 1, S. 469 fg., empfehlen.

Centralfeuer. Mehre Physiker haben in dem Mittelpunkte derEl'de ein nie verlöschendes Feuer angenommen, und dasselbe Centralfeuer genannt.In alten Zeiten wollte man die Vulkane und ähnliche Erscheinungen aus demsel-ben erklären. Später, als man einsehen lernte, daß ein im Innern der Erdeeingeschlossenes Feuer zu den Unmöglichkeiten gehöre, verstand man unter demCentralfeuer die Wärme im Innern der Erde. Dieser Centralwärme schreibtMairan einen großen Theil der Wärme auf unserer Erdoberfläche zu. Allerdingsscheint sich bis in gewisse Tiefen ein Grad von bestimmter, fast gänzlich unverändertbleibender Wärme im Innern der Erde zu befinden, der wahrscheinlich von dereinsingenden Sonnenwärme herrührt. Wenigstens lehrt die Erfahrung, daß inheißen Klimaten das Innere der Erde wärmer ist als in kalten. In Sibirien z.B. drang man, um wo möglich einen Brunnen zu grabens bis 80 Fuß tief in denBoden ein und fand ihn noch in dieser Tiefe geftoben. Mehre interessante Er-fahrungen s. m. in Biot's „.Vitronomio plig'schuc" (2. Allst., Paris 1810), im2. Bde. im 15. Cap.: „Oc In lcniperatnre (le la tone".

C e n t r a l k r ä st e, diejenigen Kräfte, aus deren Zusammenwirkung dieCentralbewegung hervorgeht, nämlich die Zentripetal- und Zentrifugalkraft. Dochgibt es auch Physiker, welche das Dasein der letztem Kraft leugnen und sie für einebloße mathematische Idee erklären. Sie sagen: Jeder einmal bewegte Körpersetzt vermöge seiner Trägheit seine Bewegung in derseb-m Richtung und mit der-selben Geschwindigkeit fort, ohne dazu noch einer neuen Kraft zu bedürfen. Nunsind die Himmelskörper von dem Weltschöpfer im Anfange mit einer allmächtigenKraft angestoßen, und müßten, vermöge ihrer Trägheit, nach einerlei Richtung undmit derselbe» Geschwindigkeit bis in Ewigkeit fortlaufen, wenn sie nicht in allenPunkten ihrer Bewegung nach einem außerhalb der Richtung derselben liegendenPunkte gezogen würden, wodurch eine Centralbewegung entsteht. Von der erstenbewegenden Kraft ist nun die Rede nicht mehr. Derjenigen Ursache aber, welchedie Himmelskörper nach den außer ihren Bahnen liegenden Punkten zieht, gebührtder Name Kraft, und zwar Centripctalkraft. Sie würde den Himmelskörper, wenner in Ruhe wäre, in Bewegung setzen; da sie ihn schon in Bewegung findet, so än-dert sie wenigstens die Richtung desselben in allen Punkten. Mit der oben sogen.Zentrifugalkraft verhält es sich dagegen ganz anders; was sie wirkt, erscheint ledig-lich als Resultat her Trägheit des Körpers, oder vielmehr der aus ihr folgenden,schon einmal vorhandenen und ihr gemäß nur fortdauernden Bewegung desselben.')Diese Ansicht scheint auch die richtige, wenigstens verlieren sich die Einwendungendagegen in dem nämlichen Maße, als nian bei tieferem Nachdenken vertrauter mitdem schwierigen Gegenstände wird. (Dgl. Centralbewegung.)

Centra lverwaltung, die, der Allnrten in den I. 1813 und 1814,unter der Leitung des Frech. v. Stein, war eine Einrichtung, die in jener Zeit großeErwartungen erregte, ohne später DaS.zu leisten, was von ihr war gehofft worden.Sie wurde nach der S chlacht von Leipzig durch ein Publieandum vom 26. Den ein-gesetzt, Frech. v. Stein als Chef, und der Zweck derselben dahin erklärt, die HülfS-quellen der von den siegreichen Armeen eroberten Länder zu benutzen, um Deutschland von seinem bisherigen Joche zu befreien. 'Dieser Idee gemäß hätten alle die L.inder

*) Erklärt man Kraft mit den Mechanikern als die Ursache der im vopbande-nen Zustande, ruhenden oder bewegten, der Körper vorgehenden Veränoeruug, soerscheint die obige Darstellung als vollkommen begründet. Vgl. Kastner'S „HöhereMechanik", 2. Aufl., S. 22-SO.