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Chaban
stapfen des Adam verehren, der nach ihrem Glauben hier erschaffen ward und nachder buddhistischen Religion Buddha selbst ist. Der Boden der Znsel ist reichlichvon Flüssen bewässert, worunter mehre schiffbar sind. Das Klima ist im Ganzenmild und gesund. Obgleich dem Äquator nahe, ist die Hitze der Seewinde wegengemäßigter als auf dem gegenüberliegenden Festlar.de. Der Reichthum der Er-zeugnisse dieser Znsel ist groß. Man findet Gold, Silber, Blei, Zinn, Eisen undQuecksilber; ferner an zwanzig Arten von Edelsteinen in den Flüssen, wenn diesenack heftigen Regengüssen dieselben von den Gebirgen Herabschwemmen und her-nack in der trockenen Jahreszeit wieder in ihr Bette zurückkehren. Die üppige Ve-getation bringt beinahe alle Arten von Pflanzen hervor, die Zndien und den tropi-schen Ländern eigenthümlich sind. Wild wachsen alle edle Südfrüchte; ferner fin-det man Reis, Taback, Pfeffer, Zuckerrohr, Caffee , Pisang, Tamarinden, mehrePalniarten, den Palmvrabaum, Ebenholz, Talipot: oder Talpatbäume mit un-geheuer großen Blättern, wovon ein einziges 15—20 Menschen deckt, Hanf, Färbe-kräuter ic. Das Hauptgewächs, der echte Zimmetbaum, ist ihr eigenthümlich. Diebesten Zimmetwälder, gewöhnlich Zimmetgärten genannt, befinden sich an den Kü-sten. Man gewinnt jährlich an 8000 Cenmer. Den Aimmethandel hat Ncgombo.Die undurchdringlich dichten Wälder, die nur selten von Menschen betreten werden,enthalten eine Menge von wilden Thieren, als Elefanten, die hecrdenweise umher-ziehen und deren Zagd ein Lieblingsvergnügen der Singalesen ausmacht, wildeSchweine, die sehr gefährlich sind, Leoparden, Affen, Schakals ic. Auch an zah-mem Vieh, an Geflügel und Fischen ist die Znstl reich. Die Perlenfischerei ander Westküste in der Bai von Konkatschi war sonst sehr ergiebig. Die Einwohner,deren Zahl Colquhoun auf 6000 Weiße und 800,000 Eingeborene schätzt, die nachAndern aber über 2 Mill. betragen soll, theilen sich, außer den eingewandertenFremdlingen, in 2 von einander ganz verschiedene Hauptvölker: We das (10,000),ein rohes, ohne gesellschaftliche Ordnung in den dichtesten Wäldern lebendes Volk,das weder Ackerbau noch Viehzucht treibt, sondern sich bloß von dem Ertrage derZagd erhält, und Singalesen, die einen gewissen Grad der Bildung erreichthaben, Ackerbau treiben, Eisen und Gold verarbeiten, Baumwolle weben und aucheine Schriftsprache haben. Sie sind gleich den Hindus in Kasten eingetheilt, wo-von jede ihre eignen Gesetze, Sitten und Kleidung hat, und bekennen sich zur buddhi-stischen Religion, deren Moral sich durch einen Geist der Milde und Reinheit derLehren auszeichnet. Außerdem Hindus und Mohren. An der Ostküste ist der Ha-fen Trinconomale, in ganz Ostindien der sicherste und keinen Brandungen aus-gesetzt, eine Skation der Flotte. Der nördl. Hafen ist Zafnapatnam.
Chaban (Fram ois Louis Rene Mouchard, Graf von), geb. den 18. Aug.1151, aus einem alten normannischen Geschleckte, war franz. StaatSrath und1813 Finauzintendant in Hamburg während der Statthalterschaft des MarschallsDavoust . Ch. diente früher in der königl. Garde und, als diese durch die Revo-lution aufgelöst wurde, in der innern Verwaltung vorn Maire bis zum Präfecken,Staatsrath und Zntendanten, sowol zu Napoleons als auch gewöhnlich ter Admi-nistrirken Zufriedenheit, besonders in Toscana, wo er die Tilgung der ansehnlichenStaatsschulden, ohne deren Herabsetzung auf ein Drittel, wie in Frankreich undHolland , aus verkauften Staatsgütern bewirkte. Verfehlte er eines gleichen all-gemeinen Beifalls während seiner Zntendantur zu Hamburg , so war daran Schulddas von Napoleon ausgesprochene „Ilors üe ls lock einiger Departements, in denensich Znsurrection gezeigt hakte, und die nun der Statthalter zur Strafe als FeindesLand benutzte. Eine solche, durch keine Gesetze beschränkte Willkür eine» Militair-beamtcn, der persönliche Neigung zur Härte hatte, mußte die Leiden einer durch langeBelagerung (s. Hamburg ) erschöpften Stadt aufs Äußerste treiben. Nahm frei-lich der Statthalter wenig auf Vorstellungen des Civile Rücksicht, so hätten doch