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Wegs nicht weites fortschreiten könne, ohne einen allgemeinen Ausbruch tu wagen.Die Minister Daublanc und Barbe-Marbois wurden durch Lain<: und Danibrayerseht; bald darauf erlangte der Minister DecazeS einen entscheidenden Einfluß.Da er nun die Majorität der Deputirtenkammer für sich haben mußte, so erfolgteam 5. Sept. 1816 durch eine Ordonnanz des Königs die Auflösung der Kammerund zugleich eine Herabsetzung der Deputieren auf die Zahl von 258. Späterhingab das Gesetz vom 5. Febr. 1817 eine neue Wahlordnung, welche eine Zeitlangdie beiden Hauptparteien im Gleichgewicht zu halten schien; sie mußte aber, alsman glaubte, daß die Eonstiturionnellen durch sie das Übergewicht bekommen könn-ten, durch das neue Wahlgesetz von 1820 ihren Gegnern weichen. 37.
Chamfort (Sebastian Roch NicolaS de), geb. 1741 in einem Dorfe beiClermont inAuvergne, kam früh nach Paris . Er hieß damals Nicolas und kanntevon seinen Ältern nur seine Mutter, für die er stets die größte Zärtlichkeit hegte. DerI). Morabin war sein erster Lehrer und Beschützer. Von angenehmer Gesichtsbil-düng, lebhaftem Geiste, witzig und allem Zwange ftind, trat er u. d. N. Cham-fvrt in die Welt. Artikel für das „Ionen., > rnovdopöüigno" und die Redactiondes „Voo:>I,ul<->iev kigiie.-is" von dem er mehre Bde. herausgab, waren seine erstennützlichen Arbeiten. Er schrieb mehre Abhandlungen für die pariser und andre Aka-demien , auch einige mit Beifall aufgenommene Lustspiele, von denen „I.<- ,n:,r-di-nnl -I« 8„, vi n>H sich auf der Bühne erhalten hat. Weine Gesundheit indeß wargeschwächt; sein Erwerb reichte kaum für seine Bedürfnisse hin. Chabanon, seinvertrauter Freund, dem man unverlangt eine Pension von 1200 Livres gegebenhatte, nöthigte ihn, dieselbe anzunehmen. Nachdem er wiederhergestellt war, be-gab er sich auf das Land, um zu studiren und zu arbeiten. Er verfertigte die wich-tigsten Artikel des „Ilielionnai,c Ür-Iinali^uo" (1776, 3 Bde.) und beendigte zu-gleich seine Tragödie „öln<n,>s>lia et /cu»gi,", welche ihm die Stelle eines Secrestairs beim Prinzen Tonde verschaffte, die er nach einigerZeit verließ, um sich nachAuteuil zu begeben. 1781 wurde er in die ,1oni>c,uie scanedre aufgenommen.Seine schöne Antrittsrede war sein letztes reinliterarisches Werk. Er verheirathetesich, lebte einsam und glücklich mit seiner Frau bis an deren Tod, wo er Vorleserbei der Prinzessin Elisabeth, der Schwester des Königs, wurde. Beim Anfangeder Revolution fand sich C. in Verbindung mit den wichtigsten Männern beiderParteien, die sie beschleunigten, die eine durch Begünstigung und Benutzung, dieandre durch möglichste Bekämpfung und Vernichtung der Mißbräuche. Er wandtevergeblich Rath und Bitten bei der erstern an, um sie aufzuklären und zurückzufüh-ren ;' aber er konnte sich nur mit der zweiten vereinigen, und gezwungen zu wählen,zog er, mit Hintansetzung aller seiner Vortheile, die Partei vor, die seinem Charak-ter und seinen Grundsätzen angemessen war. Seine Verbindungen mit Mirabeau und Andern nahmen ihn anfänglich dergestalt ein, daß er sich mit Nichts weiter be-schäftigen kannte. Er hatte großen Antheil an mehren von Mirabeau's Schriftenund Reden. fsndeß änderte sich C.'S Lage, ohne daß sich darum seine Grundsätzeänderten; er verlor seine Pension, seine Ämter, und nährte sich nun durch Über-nehmung nützlicher Arbeiten. Die Bibliothekarstelle an der Nationalbibkiothek, zuder er durch den Minister Roland ernannt wurde, brachte ihn für einige Augenblick«in günstigere Umstände; bald aber erbitterten ihn die RevclutionSgräuel, er äußertesich rücksichtslos und ward nebst Barrhälemy und 2 andern Beamten der Biblio-thek verhaftet. Wiewol er bald wieder in Freiheit gefetzt wurde, so hatte ihn dochdie kurze Gefangenschaft mit solchem Abscheu erfüllt, daß er, als er einen Monatnachher wieder verhaftet werden sollte, sich zu tödten versuchte. Die Hülfe derKunst und die Sorgfalt der Freundschaft hielten ihn im Leben zurück, doch starb erim April 1794. Man muß in C.'S Geist ebenso viel Umfang und Gründlichkeitals S charfsinn und Feinheit anerkennen; seine Wchriften verrathen ein tiefes, nach