Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Champagne (Philippe dc) Champagner Weine 857

und Viehweiden; die kreidigen, sonst ohne Düngung unfruchtbaren Hügel tragendt.i trefflichen champagnerWein. Ferner liefert die Champagne die besten Flinten-sieine in ganz Europa. Merkwürdig sind: TroyeS, Chaumont , Chalons surMarne,Vl>zi. res, Sedan, Rheims, St. Menehould :c. In den, Feldzuge von 1814 wardie westliche Champagne vorzüglich das Kriegskheater; ebenso die östliche 1792.

Champagne (Philippe de), ein geschickter Maler, geb. 1602 zu Brüffel,begab sich 1621 nach Paris , wo er bei einem nicht eben bedeutenden Maler, Na-mens Lallemand, arbeitete. Um dieselbe Zeit kam Poussin , damals noch ein Jüng-ling, aus Italien zurück. C. nahm seine Wohnung bei ihm und benutzte eifrigstden Rath s. neuen Freundes. Anfangs hatte das Genie des Einen und das Ta-lent des Andern manche Widerwärtigkeit zu bestehen. Ein mittelmäßiger Künst-ler, DucheSne, war als Maler der Königin Mutter, Maria v. Medici, mit denMalereien des Palais Luxembourg beauftragt. Poussin und C. arbeiteten unterihm. Der Beifall, den die Königin einigen Gemälden C.'S schenkte, erregteDucheSne's Eifersucht, und jener, von Natur blöde und sanft, fand sich dadurchbewogen, nach Brüssel zurückzukehren. Er war kaum daselbst angekommen, alser die Nachricht von DucheSne's Tode und eine Einladung, nach Frankreich zu-rückzukehren, erhielt. Die Königin übertrug ihm die Leitung der Malereien desLuxembourgs, und er begann die 6i>Ie> w ckor I>u,>>,nes illustivs zu nialen. Dannmalte er 6 Bilder für die Carmcliter der Vorstadt St.-Iacgues, und im Gewölbeder Kirche das berühmte Crucifix, ein Meisterstück der Perspective, das, obwolauf einer horizontalen Fläche gemalt, perpendiculair erschien und selbst die geübte-sten Augen täuschte. Auch führte er eine Menge von Werken aus, unter denendie Kuppel der Sorbonne das wichtigste ist. Auf einer Reise nach Brüssel verfer-tigte er für den Erzherzog Leopold ein Gemälde: Adam und Eva, den Tod Abelsbeweinend. Nach s. Rückkehr nach Paris ward er zum Professor und späterhinzum Direcwr der Akademie erwählt. Der Titel des ersten königl. Malers schienihm gewiß zu sein, als Lebrun, der aus Italien zurückkam, diesen ausgezeichnetenPlatz erhielt. C., der die Überlegenheit des genialen Lcbrun unparteiisch aner-kannte, ertrug dies ohne Neid. Bei herannahendem Alter zog er sich nach Port-Royal zurück, wo seine Tochter Nonne war. Diese hat ihm zu einem der herr-lichsten Gemälde Anlaß gegeben. LNe ist sitzend dargestellt, wie ein langwierigesFieber sie dem Tode nahe gebracht; aufgegeben von den Ärzten, betet sie mit einerKlosterschwester, und erlangte die Gesundheit wieder. Die Gestalt der Tochter,besonders der Kopf, ist von wunderbarer Schönheit. Das pariser Museum be-sitzt nebst diesem Gemälde noch 6 andre von demselben Meister, z. B. ein Abend-mahl und eine äl-»w, clo!o,o->.-. Außerdem finden sich s. zahlreichen Arbeitenin Paris und vielen Städten Frankreichs zerstreut. C. hatte eine übertriebeneGewissenhaftigkeit. Er würde z. B. nie nackte Figuren gemalt haben. Die Hä-hern Kunstfoderungen erfüllen s. Werke nicht. Dennoch gebührt ihm unter denniederländischen Malern einer der ersten Plätze. Er starb 1674.

Chanipagner Weine, die Weine derLiebe, der fröhlichen Laune, dergesellschaftlichen Begeisterung, gehören zu den edelsten, welche die Natur uns ge-geben hat. Plan hat in Champagne mehr als 20 Arten weiße und rothe; vonjenen schäumende (moussirende- und nicht schäumende. Die weißen sind die be-liebtesten, obgleich es auch sehr fein und zart schmeckende rothe Arten gibt. Dienicht schäumenden Sorten erster Güte werden von Kennern den moussirenden vor-gezogen. Der moussirende Champagner entsteht dadurch, daß man ihn nicht inKufen hat gähren lassen, sondern gleich in wohl zugespundete Fässer gefüllt hat, so-daß die sich entwickelnde Luft mir dem Weine verbunden geblieben. Man ziehtdiese Weine am besten aus Rheims und Epernay , und theilt sie gewöhnlich in 3Classen ab, deren Preis auf der Stelle von 6 bis zu 3 Livres wechselt. Die feinsten