Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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5^4 Charlestown Charlotte 'Auguste (Prinzessin v. Wallis )

nirten Sechsecks mit 5 RavelinS, b Conwegarden und 2 Hornwerken, auf einemam rechten Sambreufer gelegenen, steil nach diesem Fluß abstürzenden Berge so an,daß zwei Fronten durch die Eambre, zwei andre durch zu Teichen aufgestaueteBäche Deckung erhielten, die beiden noch ungeschützten Seiten aber drei Lunettenvor sich hatten, und eine Art Kronwerk mit mehren Lunetten und Redouten dieÜberschwemmung Zeckten. Am rechten Sambreufer ward ein Brückenkopf in Formeines Kronwerks angelegt und gleichfalls durch Überschwemmung gedeckt. 1668wurde die neue Festung ihrem Erbauer durch den aachner Frieden abgetreten, dochvon ihni 1618 in dem von Nimwegen zurückgegeben, 1693 aber, nach 26 Tagelang offenen Trancheen, von den Franzosen wicdererobert. Dauban, der Erbauerder Festung, führte damals den Angriff auf die südwestliche, durch einen Teichgedeckte Fronte. 1146 vertheidigte sich der Platz so schlecht gegen den PrinzenConti, daß er 5 Tage nach Eröffnung der Trancheen in dem Augenblicke capitu-lirte, wo 200 Mann aus den Laufgräben ohne Befehl und Ordnung in die Au»ßenwerke und selbst durch die Thore in die Stadt vorgedrungen waren und dort plün-derten. 1194 wurde Charleroi von den Franzosen 4 Mal eingeschlossen und be-schossen, jedoch 3 Mal entsetzt und erst, als die Besatzung bei der letzten Belage-rung auf einige Hundert geschmolzen und höchst ermattet war, die Stadt in Asche,derWall in Schutt lag, der Feind mit den Trancheen nur noch 180 Fuß von dem Wallentfernt war und sich zum Sturm rüstete, am 25. Juni durch Capitulation erobert.Hätte die Besatzung sich noch einige Tage hallen können, so wäre auch die vierteEntsetzung gelungen, denn schon eilte der Prinz von Koburg zu diesem Zweck herbeiund lieferte am 26.Juni, ohne zu wissen, daß der Platz erobert sei, die Schlacht vonFleuruS (s. d.). Die Franzosen demolirten die Werke von Charleroi ; doch sinddieselben, da der Feldzug von 1815 die Wichtigkeit dieses Punktes von neuem prak-tisch bewies, und man den Platz unter die Zahl der von den franzds. Contributivnü-geldern neu zu erbauenden Festungen aufnahm, wieder zu bauen angefangen wor-den. In der Nähe Eisensabr. und Glashütten. 32.

Charlestown, Hauptst. vonSüdcarolina in den Vereinigten Staaten ,auf einer Halbinsel zwischen den Flüssen Ashley und Cooper 1630 angelegt, istgut gebaut, hat eine Bank und zählt über 25,000 E., worunter 13,000 Neger,2900 Häuser ohne die Packhäuser und Magazine. Der Handel von hier, sowolnach Europa als nach den westindischen Inseln, ist wichtig. Die Hauptausfuhrbesteht in Reis, Taback, Baumwolle, Indigo. Es laufen jährlich über 1000Schiffe einund aus. DieRheeder der Stadt haben 200 schiffe. Liter, und philos.Gesellschaft, Bibliothek, botanischer Garten, Ackerbaugesellschaft, Zeughaus.

Charlotte Auguste, Prinzessin von Wallis , Tochter der Königin Ca-roline (s. t.), vermählt mit den: Prinzen Leopold von Koburg, geb. d. 1. Jan.1196 in Carltonhouse, brachte die ersten Jahre unter den Augen ihrer Mutter zu,die mit besonderer Liebe über sie wachte; späterhin kam sie unter die Aufsicht derLady Clifford, und der Bischof von Epeter leitete ihren Unterricht. Ihre Studienwaren mit Rücksicht auf ihre Bestimmung, einst die Königin eines mächtigen Vol-kes zu werden, geordnet, und sie mußte sich vorn Morgen bis zum Abend mit den-selben beschäftigen. Man versichert, daß sie mit den vorzüglichsten Schriftstellernder Alken bekannt und mit der Geschichte und Statistik der europäischen Staaten,insbesondere mit der Verfassung und den Einrichtungen ihres Vaterlandes vertrautgewesen sei. Sie sprach mit Leichtigkeit französisch, deutsch , italienisch und spa-nisch, sang und spielte die Harfe, das Clavier und die Guitarre vortrefflich undzeichnete Landschaften nach der Natur mit Geschmack. Ihre Schreibart war ge-fällig, und sie liebte den höhern Styl der englischen Poesie. Bei dem unseligenMißverständnisse zwischen ihrem Vater und ihrer Mutter neigte sie sich auf dieSeite der letztem. Der Prinz von Oranien wurde zu ihrem Gemahl bestimmt,